Carus & The True Believers: Three Boxes

Nee, mit den texanischen True Believers (kurzlebige Band von Alejandro Escovedo) hat die Truppe um Carus Thompson fast nur den Namen gemein. Der australische Singer/Songwriter lässt sich gleichwohl in die Sparte „melodiöser Roots-Rock“ verorten, der durchaus auch aus Austin/Texas stammen könnte.

Auch auf seinem zweiten Studioalbum liefert er wieder eine bunte Palette von feinen Songs und Balladen ab, die sich bald in den Gehörhängen festsetzen, ohne dass man ihrer schnell überdrüssig wird. Der Wohlklang basiert auch auf einem wohl abgestimmten, breit gefächerten Instrumentarium, wo mal die Mandoline (im Opener „Born With A Broken Heart“), eine fette Orgel („Crash“) oder ein zartes Akkordeon („Saturday In Singapore“) dominiert. Über allem ertönt dann Carus‘ Stimme, die prägnant, aber nicht aufdringlich daher kommt.

Die Texte erzählen Alltagsgeschichten, nicht von ungefähr gerade auch Reiseerlebnisse (u. a. „Denmark To Sweden“), denn die Jungs scheinen permanent „on tour“ zu sein. Und wenn sie mal im Lande sind, sollte man sie unbedingt live erleben. Denn da sollen Carus & Co. noch besser sein! Wer – wie ich – seit langem einen Country-Folk-Rock-Sound à la Ronnie Lane’s SLIM CHANCE vermisst, der sollte mit „Three Boxes“ seine Freude haben.

(rs)

Website: www.carus.com.au