Verantwortungslose Kampagne

Das Aktionsbündnis “Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft’ nimmt in einer Presseerklärung Stellung zur fleissigen Lobbyarbeit der Initiatoren des „Heidelberger Appells„:

Das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ hat mit Bedauern und Sorge zur Kenntnis genommen, dass die für die Heidelberger Erklärung Verantwortlichen (Referenz dazu am Ende) ihre verantwortungslose Kampagne fortsetzen und sich nun auch direkt an die Bundeskanzlerin gewandt haben, damit diese sich für „Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“ (so im Titel der Erklärung) einsetze.

Ein solcher Appell wäre an sich sicher in Ordnung, wenn nicht, so der Sprecher des Aktionsbündnisses Prof. Rainer Kuhlen, in der Heidelberger Erklärung ein rückwärts gerichtetes und pur individualistisches Verständnis von Freiheit und Rechten deutlich würde, das an den rechts-konservativen Bund Freiheit der Wissenschaft aus den 70er Jahren erinnert.

Die gesamte Presserklärung: →Für ein vorwärts, nicht rückwärts gerichtetes Urheberrecht

80 at last

Nachträglich zum gestrigen 80. von James Last meine Lieblingszitate aus zwei gerade gelesenen Interviews:

Heute fallen Stars durch Skandale auf: Amy Winehouse oder Dieter Bohlen. Bei Ihnen stand die gute Stimmung im Vordergrund. Ist das eine Frage der Zeit?

Das sind Extreme. Mit Amy Winehouse, das ist schade. Die kann doch heute machen, was sie will, und sofort ist die Polizei da. Bei Bohlen leider nicht.

Die Zeit: →„Auf was für Partys gehst du denn?“

Sie dirigieren ein Vierzig-Mann-Orchester mit bloßem Schnippen, so aus dem Handgelenk. Oft tun Sie sogar überhaupt nichts.

Musiker sind nicht blöd. Bis vier zählen können die selber.

FAZ: →„Wenn ich mal politisch war, dann nur aus Zufall“

Open Access Sozialismus

Erst waren es nur ein paar seltsame Artikel in Tageszeitungen, jetzt gibt´s einen „Heidelberger Appell für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“ mit zahlreichen Unterschriften von Daniel Kehlmann über Thomas Wörtche bis Franz Dobler. Und wieder werden fröhlich Google BookSearch und Open Access in einen Topf geworfen.

Matthias Spielkamp hat dankenswerter Weise eine Replik geschrieben: →Open Excess: Der Heidelberger Appell.

Lesen!

(wm)

Tilman ante portas

Gestern abend im Deutschlandradio Kultur zum Ende der „Filme der Woche“:

Moderatorin: Hans-Ulrich Pönack über drei Filme in dieser Woche. Ziemlich sympathisch fand er die Verfilmung von Cornelia Funkes „Tintenherz“, geärgert hat er sich über „The Women“ und gelangweilt und verärgert war er über „Der Tag an dem die Erde stillstand“. Ich drücke die Daumen, dass die Ausbeute in der nächsten Woche besser ist.

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Sportexperte Kahn

taz: Nun arbeitet Kahn demnächst als Sportexperte neben Johannes B. Kerner im ZDF. An- oder ausschalten?
Küppersbusch: Einige meiner Fußballfreunde sagen, neben Johannes B. Kerner wäre ein Schirmständer ein Sportexperte. Eine faire Chance für Kahn.

[hier]

Quiz! Tolle Preise!!

Über wen sagte der stellvertretende Vorsitzende der nordrhein-westfälischen SPD, Jochen Ott, folgenden Satz?

„Es ist einfach seine unerträgliche Arroganz, sein Auftreten als Graf Rotz, die ihm nun zum Verhängnis wurde“

a) Dalai Llama
b) Graf Zahl
c) Dieter Paul Rudolph
d) Wolfgang Clement

Schreibt die Antwort auf eine Postkarte und schickt sie an die SPD-Bundesschiedskommission, z. Hd. Hannelore Kohl.

1.-1000. Preis: eine freigewordene Mitgliedschaft in einer ehemaligen deutschen Volkspartei. Viel Glück!