Frittierte Postmoderne

Was liest man in der aktuellen c’t (Ausgabe 6/2005)? Na, Tipps und Trends zur anstehenden CeBIT, Notebook-Kaufberatung, eine Übersicht zu Voice-over-IP-Clients, etc… Aber auch so etwas:

Finden Sie Feuilletons langweilig? Dass man nicht zwangsläufig in hochgestochener Sprache über Kultur schreiben muss und dass eine interessante Site auch in spartanischem Layout kommen kann, beweist das Hinter-Net bereits seit 1996. Selbstironisch bezeichnen die Autoren das aus einem Punk-Fanzine hervorgegangene Projekt als kulturelle Frittenbude am Rande der Datenautobahn, die die Strömungen der Pop-Kultur karikiert. Hinternetler freuen sich über die freitags erscheinenden Folgen des Krimis „Promimassaker“, das fast täglich aktualisierte Blog sowie Buch-, Musik-, Film- und Comic-Kritiken.

Da freuen wir uns gleich noch mal, nehmen den Silberlöffel aus dem Silvestersekt und erheben das Glas auf das Wohl von Frank Boguschewski.

Parental Advisory

Die Hip-Hop-Szene in den USA sieht sich durch die angekündigte neue Jugendpolitik des US-amerikanischen Präsidenten bedroht: Präsident Bush vs. Hip Hop [Netzeitung]. Zitat:

Vizepräsident Dick Cheneys Frau Lynne zeichnet mit dafür verantwortlich, dass Musik-Alben, in deren Texten Schimpfwörter vorkommen, mit einem Warn-Aufkleber für Eltern versehen werden müssen, das berühmte «parental advisory».

Bei allem reflexartigen Draufschlagen auf Bush & co. sollte nicht vergessen werden, dass für diesen Aufkleber (ohne den sich ja kaum noch eine Hip-Hop-Platte verkaufen läßt) Tipper Gore mit verantwortlich war, die Gattin des ach so liberalen und aufregenden Al Gore.

Die Last mit der Fremdsprache

Bei den Simpsons wird es demnächst eine Schwulen-Ehe geben. Mit dieser Ankündigung haben Matt Groening und co. schon mal für einigen Pressewirbel gesorgt. Auch in Deutschland. Wer genau von wem abgeschrieben hat wissen wir nicht, aber wie in dem → Artikel im österreichischen Standard (ähnlich auch in einer → Meldung der Netzeitung) steht auch auf einigen anderen Seiten zu lesen, Homer würde „via Internet Minister“ werden. weiterlesen

Musik und Zensur

taboo-tunes.jpgTaboo Tunes ist eine Website rund um das kürzlich in den USA erschienene Buch „Taboo Tunes: A History of Banned Bands & Censored Songs“ und beschäftigt sich mit allen möglichen Varianten von Zensur(versuchen). Eine „Gallery of the forbidden“ zeigt Beispiele von den Beatles bis zu den Strokes. Natürlich zeigt man auch nicht zu viel, schließlich soll ja das entsprechene Buch verkauft werden. Dafür gibt es noch einen umfangreichen Newsteil mit Vorfällen, die nach Drucklegung geschahen. Und der immer heißer werdende US-Wahlkampf wird hier bestimmt noch für einige Einträge sorgen.

KVLR: On Planted Streets

Ich kaufe einen Vokal. E. Bing! Okay, ich muss überlegen. Ich kaufe noch ein A. Bing! Ich möchte lösen: KEVLAR. Richtig! Lustig, nicht? 18 Songs hält uns selbige Band aus Schweden vor die Nase. Das ist recht viel und schließt nicht aus, dass man gegen Ende dieses Albums der Band überdrüssig wird.
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