So jung und schon so rostig

Dank Internet können wir heute schon zitieren wie die taz morgen den Tatort von übermorgen („Der Tote vom Straßenrand“) verreisst:

So unverbindlich wurde schon lange kein Plot im „Tatort“ mehr zusammengeschraubt. Der Saarländische Rundfunk ist ja sehr stolz darauf, das jüngste Ermittlerteam am Start zu haben. Blöde nur, dass es wie aus dem Ersatzteillager des Wochenendkrimis zusammengebastelt wirkt.

Gelebte Langeweile

Tatort „Rache-Engel“

„Nee, das macht keinen Spaß mehr“, sagt Max Palu gegen Ende des Tatorts „Rache-Engel“. Dachte ich auch über die letzten gut 15 Palu-Tatorte, aber diesmal war’s richtig vergnüglich. Vielleicht lag’s auch an der Gewissheit, dass dies der letzte Saar-Tatort mit Jochen Senf sein würde, aber das Team hat auch ein löchriges Drehbuch (auch Jochen Senf) mit teils absurden Dialogen angemessen ernsthaft umgesetzt.
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Weltniveau?

<img class=“alignleft“ src=“/images/drzapp_logo.gif“ alt=““ width=“100″ height=“80″ />Martin Buchhorn, einst verantwortlich für Fernsehspiele beim Saarländischen Rundfunk, sorgt mit seinen Aussagen zur Schleichwerbung beim SR für Wirbel (FAZ: → Vorwürfe gegen ARD-Programmchef).

Er selbst habe bezahlte Schleichwerbung in seine Filme integriert, um „trotz schwindender Etats und steigender Kosten Spitzenprodukte herzustellen’, erklärte Buchhorn.

Wohlgemerkt, wir reden hier (u.a.) über die SR-Tatorte mit Max Palu!!!

Format-Tatort?

In einem Interview mit der Süddeutschen berichtet der (u.a.) Drehbuchautor Fred Breinersdorfer über quotenfixierte „Weichspüler“ in der ARD, die dem Tatort ein einheitlicheres Gesicht verpassen wollen:

„Zu den neuen Normen gehört, dass nun im Tatort nach fünf Minuten eine Leiche auftauchen muss. Oder dass es bis zum Schluss mehrere Verdächtige gibt. Oder dass die Kommissare untereinander ständig Witze machen…“ weiterlesen