Boozoo Bajou: Satta

Von „hardcore slowmotion“ ist die Rede, wenn es darum geht, die Musik des Duos Boozoo Bajou zu beschreiben. Langsamer als langsam. Der Rhythmus tröpfelt wie zäher Honig aus der Box. Gerade mal drei Singles veröffentlicht, stand die Elektro/Dubgilde im Nu Kopf und offerierte Peter Heider und Florian Seyberth, auf sage und schreibe 38 Sampler gepackt zu werden. Hut ab! Gewinnmaximierung nennt man das wohl. Die Aktien von Boozoo Bajou wären sicherlich am Neuen Markt im Nu in die Höhe geschnellt.

„Satta“ heißt so viel wie „relaxen“ und ist pawta-jamaikanisch. Man muss aber nicht aus der exotischen Ferne kommen, um Dub und Elektro in dieser ungemein lässigen Art und Weise verschmelzen zu lassen. Heider und Seyberth leben nämlich in Nürnberg und nicht am Zuckerberg. Dennoch gilt: Wasser in die Wanne, Cocktail gemixt, Füße ins Wasser, Sonnenbrille auf, nach hinten gelehnt und im Nebel des Ganjas die Gedanken entschwirren lassen. Easy going, baby. So fucking easy. Nur kein Stress, nur keine Hektik. Hier bleibt die Zeit stehen, fließt das Wasser langsamer. Nix für die Tanzfläche, aber was für den heißen Sommerabend nach einem anstrengenden Tag. Balkonien, ich komme.

Boozoo Bajou: Satta
(Stereo Deluxe/Connected)

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