Life Of Agony: River Runs Again

Keith Caputo hat sich erstmal ausgeweint, seit Anfang des Jahres wird wieder gerockt. Life Of Agony haben sich am 3.und 4. Januar 2003 im Irving Plaza in NYC auf die Bühne geschmissen und der Menge das gegeben, worauf diese Jahre gewartet hat. Die ersten Töne von „River Runs Red“ und die Halle rastete kollektiv aus. Wenn man bei der zeitgleich erscheinenden DVD nicht ganz genau hinguckt, glaubt man, irgend jemand hätte Ozzy Osbourne in den Jungbrunnen geworfen, aber es ist dann doch „nur“ ein langhaariger Keith Caputo, der ausgeruht über die Bühne fegt.

Die Live-CD hat einen rohen Sound und auch die DVD vermittelt in Kameraführung und Schnitt die Atmosphäre einer Club-Show. Dadurch wird das nostalgische Flair angenehm unterstrichen und Life Of Agony beweisen, dass sie nichts verlernt haben. Wenn sich der Verklärungsnebel dann ein bisschen lüftet, merkt man auch, dass einige Nummern wie z.B. „Seasons“ 2003 etwas old-fashioned klingen.

„River Runs Again: Live 2003“ ist was für Fans, und die können sich entscheiden, ob sie sich nur CD, nur DVD oder das limitierte Doppel-Package zulegen wollen. Meiner Meinung nach lohnt sich beides, aber Life Of Agony sollten zügig beweisen, dass sie auch noch zu einem guten Studioalbum fähig sind.

Life Of Agony: River Runs Again: Live 2003 (Do-CD und DVD)
Steamhammer/SPV
VÖ: 20.10.2003

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