Pete Astor: Hal’s Eggs

Erinnert sich noch jemand an die Weather Prophets? Sicher eine der besten Acts des Creation-Labels Ende der 1980er Jahre; nach eigenem Bekunden stark beeinflusst von Velvet Underground und Leonard Cohen.

Nach dem Split hatte Gitarrist und Sänger Pete Astor diverse CDs solo und mit anderen Bands (u. a. The Wisdom Of Harry) veröffentlicht, wahrgenommen wurde das aber nur in loyalen Fankreisen.

Nunmehr legt er ein weiteres Solowerk vor, mit spärlichen Mitteln eingespielt, aber das effektiv und wirkungsvoll. Pete spielt diverse (Saiten-) Instrumente und auch ein wenig Drums; zur Seite stehen ihm noch Ex-Oyster-Band-Basser Ian Kearey (mit alten, aber passend eingesetzten Instrumenten wie z. B. dem Psalter – eine Art „Kastenzither“) und Wes Gonzalez. Von den neun Songs sind sieben Traditionals, zwei Eigenkompositionen. Aber der Hörer merkt das nicht. Pete gelingt es, die Patina alter Folksongs (z. B. „False Knight Of The Road“ oder „Hangman“) nachhaltig abzuschmirgeln. Sie klingen nunmehr „runderneuert“, sie glänzen von Neuem, sind aber nicht glatt poliert, haben ihre raue Oberfläche – dank gezieltem Einsatz (verzerrter) E-Gitarren – behalten.

Ein spannendes Album, das den Folk-Rock vergangener Jahrzehnte (siehe Pentangle oder Steeleye Span) in unsere Zeit transponiert.

Pete Astor: Hal's Eggs
Static Caravan
Bezug: www.staticcaravan.org

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