Lambchop: Damaged

‚Damaged‘ klangen die Alben von Lambchop eigentlich schon immer. Vom Leben demoliert oder, wie es Kurt Wagner neulich der Visions erzählte, ‚…ein Titel, der dich gar nicht erst in Versuchung bringt, das Album aus dem Regal zu ziehen, wenn du die Party ans Laufen kriegen willst.‘

Aufs erste Ohr ist das achte Album des Nashville-Kollektivs unspektakulär und sehr sanft. Jubelten sich auf dem Vorgänger „AWCMON/NOYOUCMON“ noch die Streicher und Bläser durch üppige Arrangements, meldet sich die Brass-Fraktion diesmal eher pastoral zu Wort. Der bisher immer sanft durchscheinende Sarkasmus ist verschwunden und hat vollends Platz gemacht für Melancholie. Und musikalisch überraschen Lambchop mit einer nie dagewesenen Transparenz, die die neuen Songs verletzlicher erscheinen lassen.

Gerade weil „Damaged“ ein sensibles Album ist, muss man es laut hören, um zu begreifen, dass dieser stille Bruder von „Is A Woman“ genauso großartig ist.

Lambchop
Damaged
ity Slang/Rough Trade
VÖ: 11.8.2006

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