Das große Städte-Labyrinthbuch

Vincent sagt: Ein Buch über riiiiesengroße Städte, wo man sich nicht zurechtfindet. Da muss man Hans und Grete zuerst mal zum Fernsehturm bringen. Indem man den richtigen Weg findet. Aber man darf nicht durch die roten Männchen durchgehen, denn die versperren den Weg.

Auf jeder Seite ist es anders. In London ist es schwieriger als in Berlin. In London sind nicht nur Riesenhäuser, da versperren auch ein paar Wächter Wege. Man muss zu dem Doppeldeckerbus kommen, der mitten in der Stadt steht. Wenn man jeden Tag übt, braucht man eine Minute, um den Weg zufinden. Ich brauch manchmal sogar eine Stunde.

Urteil: Gut. Ich liebe Labyrinthe.

Mutter sagt: Die Bilder sind wirklich gut, die Idee ist auch klasse. Sohn hängt oft lange fasziniert über dem Buch. Schade nur, dass die Texte irgendwie steif und zum Teil nichts für Kinder sind. Nicht dass man in Kinderbüchern nicht Camus zitieren darf – aber hier scheint es so willkürlich. Und den 9/11-Anschlag mal eben so in einem Kinderbuch zu erwähnen, ohne es aufzufangen oder kindgerecht einzubetten, ist einfach blöd.

Jesús Gabán, Martin Nygaard:
„Das Grosse Städte Labyrinthbuch“
Abentheuer Verlag. 2012

(Vincent/Frl. Katja)