Weder Polit noch Comedy

„Vier sind das Volk“, ZDF

Schillerstrasse goes Bundestag? Als Polit-Comedy angekündigt, im Alten Wasserwerk zu Bonn aufgezeichnet und vom ZDF sicherheitshalber in die Quotenwelle der „heute-Show“ gesetzt, bedient „Vier sind das Volk“ erst einmal alle gängigen Vorurteile gegen unsere Volksvertreter: Politiker wechseln ihre Meinung schneller als die Unterwäsche, Politiker schwafeln und sagen nichts. „Billiger Populismus“, könnte man einwenden – aber geschenkt. Denn leider ist „Vier sind das Volk“ nicht nur klischeegetränkt, sondern schlicht und ergreifend gänzlich unwitzig.

Kritik an herrschenden Verhältnissen (und Herrschenden) muss präzise daherkommen und dafür eignet sich die Impro-Comedy nur sehr bedingt. Einem oft zitierten Rudi Carrell-Spruch nach kann man nur aus dem Ärmel schütteln, was man vorher dort hineingesteckt hat und das war offenbar bei den Politikerkarikaturendarstellern Bernhard Hoëcker, Philip Simon, Wolfgang Trepper und (dem durchaus zu Besserem befähigten) Sebastian Pufpaff nur warme Luft.

Diagnose: unwitzig

Prognose: Totgeburt