1994 – 2009

15 Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit in der manche ihr Abitur machen, sich zum fünften Mal von großen Liebe trennen, lernen wie man Souffles macht, überlegen, die FDP zu wählen, es dann doch nicht tun, eine Fremdsprache lernen, zum Akupunkteur gehen, nicht zur Darmspiegelung gehen, sich unsterblich in Michelle Pfeiffer verlieben, einen guten Freund zu Grabe tragen, einen Abschluss machen, bei der Steuer bescheissen, heiraten (nicht Michelle Pfeiffer), doch noch ein Kind kriegen, zum dritten Mal eine Beule ins Auto fahren und sich zum ersten Mal richtig darüber ärgern, fast auf eine Demo gehen, zum ersten (und – großes Ehrenwort – letzten) Mal pauschal nach Malle fahren, über Witze lachen, deren Pointe „Frisur egal“ lautet, sich schon ein bisschen vor dem Alter fürchten und endlich einsehen, dass Kerner kein Journalist ist. weiterlesen

Unwählbar: CDU/CSU

Wenn´s schon so losgeht: „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“. In diesem Fall handelt es sich um das Wahlprogramm der Union (naja, genau gesagt erst um den Entwurf, aber man sollte wohl nicht annehmen, dass sich da noch wesentliches ändert). Gefordert werden u.a. auch Netzsperren nach Vorbild unserer französischen Nachbarn.  Dass deren Verfassungsgericht das Gesetz wieder einkassiert scheint auf die Partei von Wolfgang Schäuble keinen Eindruck zu machen.

Kai Biermann in der Zeit: →Ahnungslos im Netz

Remake remodel, pt.1

So, mit unserem Frühjahrsputz sind wir schon halb durch. Hinternet ist auf einen neuen (billigeren) Server umgezogen und die neue Blogsoftware ist installiert. Leider erweist sich die alte Software als etwas konvertierungsunwillig. Deshalb können die älteren Artikel nur nach und nach hierher verschoben werden. Bis dahin findet sich der gut abgehangene Stoff weiter →im alten Weblog.

Pandoras Büchse, offen

Fritz Effenberger nimmt sich auf Telepolis noch mal den „Heidelberger Appell“ vor

Was uns aus der Reuß-Tirade gegen digitale Publikationsmedien entgegenschlägt, ist kaum verhüllte Technophobie.

und formuliert einen eigenen „Augsburger Appell“:

Ich fordere daher die politischen Kräfte in unserem Land auf, nicht weiter über naive, da technisch unwirksame Verbote nachzudenken, sondern über die aktive Gestaltung des Urheberrechts in einer Zeit des technischen Umbruchs: Jeder Bürger kann sich heute via digitaler Weitergabe jedes Buch, jeden Film, jedes Musikstück besorgen, ohne dass dies technisch verhindert oder mitverfolgt werden kann; der Preis für die Verhinderung oder Aufdeckung wäre die Zerstörung des Internet, wie wir es kennen. Die Gesetze müssen dieser Realität entsprechend reformiert werden, der Urheber muss die ihm zustehende Vergütung erhalten

Geistiges Eigentum als Heidelberger Postkartenidylle