5. November 2012

Nein, ich rege mich nicht auf. Ich bin strukturell ganz ausgeglichen.
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5. November 2012

Nein, ich rege mich nicht auf. Ich bin strukturell ganz ausgeglichen.
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5. Januar 2012
Der O-Ton:
“Wenn man als Ministerpräsident keine Freunde mehr haben darf und wenn alle Politikerinnen und Politiker in Deutschland ab sofort nicht mehr bei Freunden übernachten dürfen, sondern, wenn Sie bei den Freunden im Gästezimmer übernachten, nach einer Rechnung verlangen müssen, dann verändert sich die Republik zum Negativen.”
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19. Mai 2011
Angriff ist die beste Verteidigung
Schon strategisch will der Minister die Bundeswehr auf neue Füße stellen. Die klassische Landesverteidigung gegen eindringende Feinde soll nicht länger das wichtigste Ziel sein. Es geht um den Schutz deutscher Sicherheitsinteressen, auch der Wirtschaftsinteressen. Die Bundeswehr müsse im Notfall auch bereitstehen, der Exportnation Deutschland den Zugang zu den Märkten der Welt und ihren natürlichen Ressourcen zu sichern und zwar “zu Lande, zu Wasser und in der Luft”, wie de Maizière es formuliert.
Aus der Süddeutschen: ↑Der Oberbefehlshaber
Warum ist Bundespräsident Köhler letztes Jahr zurückgetreten? Da war →doch was…
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28. März 2011
8. März 2011
Triumph der politischen Inszenierung über die Demokratie
Der Vorsatz, mit dem alten Gemisch aus Täuschung, Lüge, Selbstüberhebung und im Gewand der Demut einher kommender Arroganz weiter zu blenden, ist ungebrochen, nur musste es neu angerührt werden.
Prof. Thomas Meyer in der Frankfurter Rundschau: ↑Auf dem Weg nach Berlusconistan?
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6. März 2011
Da ist sie wieder, die Projektionsfläche. Fallen die Deutschen nur zu gern auf Von-und-zu-Blender herein, oder hat der Adel etwas Genuines zu bieten, das man anderen nicht zutraut? Wie stark ist sie, die Sehnsucht nach einer politischen Führung, die sich «durch Tugenden wie Mut und Anstand leiten lässt, sich allein dem Wohl der ihr Anvertrauten verpflichtet fühlt, Verantwortung übernimmt?», fragen die Guttenberg-Biografen. Erstaunlich nur, dass viele dieses Ethos ausgerechnet im Adel vermuten. Wo doch die Kunst der Intrige, der Sinn fürs Täuschen, Lügen und Verschweigen nirgendwo besser geschärft worden sein dürfte als in den Jahrhunderten bei Hofe.
In der Neuen Zürcher Zeitung wundert sich Anne Urbauer über die Begeisterung der Deutschen für all die Von und Zu`s: ↑Vom Schein des deutschen Adels

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“Der Islam hat unsere Gesellschaft nicht geprägt und prägt sie auch heute nicht. Der Islam gehört damit nicht zu Deutschland” (Volker Kauder)
Volker Kauder und ich haben Deutschland auch nicht geprägt. Folglich gehören wir auch nicht zu Deutschland. Sollten wir jetzt auswandern?

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4. März 2011
Die Sehnsucht nach dem schönen Schein ist nicht nur eine Sehnsucht der kleinen Leute, zu deren Sprecher sich die Bild-Zeitung immer wieder zu machen versucht. Es ist auch eine Sehnsucht derer, die sich früher die besseren Stände nannten und die heute bisweilen von besseren Zeiten träumen. Auch diese Sehnsucht hat ein Organ: Die Zeit, das wurde in den Guttenberg-Wochen deutlich, ist eine Bild-Zeitung der Gebildeten.
Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung: ↑Die Sehnsucht nach dem Gesalbten
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Die ganze Figur Guttenberg entpuppte sich nach und nach als politisches potemkinsches Dorf. Jede dieser Zuschreibungen war eine glänzende Fassade. Nun kennt man die Rückseite jeder dieser Fassaden, jede für sich barg eine Illusion.
Jetzt noch auf Guttenbergs politisches Talent zu verweisen, ist gleichbedeutend damit, das potemkinsche Dorf als Ganzes zu trennen von seinen einzelnen Fassaden: Ja, kein Haus hier ist echt, mag sein, aber das Dorf ist es! Seht doch seine Pracht!
Jonas Schaible: zu Guttenberg: Ein Talent verselbständigt sich
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23. Februar 2011
Es ist der Fluch seiner bösen Tat, dass Guttenberg zur schlimmsten Erscheinung einer Demokratiekrise geworden ist, der er seine Popularität verdankt.
Tissy Bruns im Tagesspiegel: ↑Popularität und Täuschung
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27. Juni 2010
Geht Ihnen das auch auf den Geist? Dieses zuckersüße Lächeln? Dieses unendlich Sanftmütige? Dieser unschuldige Blick? Diese leise, wahnsinnig freundliche Stimme? Dieses Pastorale? So kann man alten Damen Kapitallebensversicherungen oder Lehman-Zertifikate verkaufen, aber wollen wir so einen Bundespräsidenten? (…) Christian Wulffs Wahlkampf ist eine Beleidigung für den Geist.
Michael Spreng (2002 Stoibers Wahlkampfleiter): ↑Der Zuckerwatte-Präsident
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4. Juni 2010
Ist Wulff nicht dieser ewig junge Mann, von dem man den Eindruck hat, er sei schon als JU-Mitglied auf die Welt gekommen und habe in Niedersachsen den prägenden Teil seiner frühen Karriere damit verbracht, Wahlen gegen Gerhard Schröder zu verlieren?
Kurt Kister porträtiert in der Süddeutschen den Präsidentschaftskandidaten der Regierungskoalition: ↑Christian Wulff – Merkels Jüngling
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22. Mai 2010
Ein offenes Wort vom Präsident
Heute morgen in aller Frühe hörte ich auf Deutschlandradio Kultur ein Interview mit unserem Bundespräsidenten Horst Köhler. Nichts aufregendes sollte man meinen, aber mittendrin glaubte ich meinen Ohren nicht zu trauen (hier nachzuhören ↑Interview Bundespräsident Horst Köhler / Afghanistan [mp3], ab ca. 2:00):
In meiner Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Aussenhandelsorientierung und damit auch Aussenhandelsabhängigkeit auch wissen muss dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren. Z.B. freie Handelswege. Z.B. ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen – negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.
1. Dezember 2009
Gereizte, humorlose Spießigkeit
Der Kanzler verschränkte die Hände hoch über dem Kopf, diese Geste, für die er wohl eher das Copyright verdient hätte als für irgendeine vaterländische Tat, grinste sein Kohl-Grinsen, und die Medien jubelten, endlich: Glückwunsch, Kanzler! Wir aber wollen uns merken: Helmut Kohl war nicht der Vater der deutschen Einheit. Er war die Rache an ihr.
Joachim Lottmann in der taz: ↑Heute gibts Kohl
In Zeiten in denen Helmut Kohl ein “Milleniums-Bambi” verliehen wird, weil er uns die Einheit brachte kann ein bisschen Geschichtsunterricht nicht schaden. Danke, Herr Lottmann.
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20. August 2009
Stefan Niggemeier über Gruseliges aus dem Saarland: ↑Demagogie und Journalismus.
Und da soll mir keiner damit kommen, Frau Ministerin betreibe das nicht ganz gezielt. Die ↑Gegenargumente sind lange bekannt und sie beharrlich zu ignorieren zeugt von… [Passendes nach Rücksprache mit meinem Anwalt einsetzen!].
19. August 2009
Nun gut, korrekterweise müsste es heißen: “Stefan Niggemeier kann sich vorstellen, die FDP zu wählen” (was auch schon erschreckend genug ist), aber mit solchen Feinheiten sollte man sich heutzutage wohl nicht aufhalten:
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3. August 2009
Udo Vetter kommentiert im Lawblog ein Interview von Familienministerin U.v.d.Leyen mit dem Hamburger Abendblatt
Doch offensichtlich setzt sich in Politikerkreisen die Auffassung durch, dass der stimmberechtigte Deutsche in der Masse nicht viel von seinem Grundgesetz hält. Und dass eine deutlich größere Gruppe als der Stammtisch es gut finden wird, wenn der Staat den Robocop im Internet gibt, dort mit eisernem Besen säubert – und die Meinungsfreiheit als Sondermüll entsorgt.
↑Die Meinungsfreiheit als Sondermüll
P.S.: Und Stefan Niggemeier kommentiert – u.a. – die journalistische Arbeit des Hamburger Abendblatts (“Arbeitsverweigerung”, “Schmierenstück”): ↑Geht sterben (9)
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23. Juli 2009
Ein Dokument der Hilflosigkeit
Letzten Monat verabschiedeten einige Hamburger Großverlage eine “Hamburger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums”. U.a. mit dem Evergreen “Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben” – aber das zur am Rande.
Stefan Niggemeier hat jetzt bei den fraglichen Verlagen einfach mal nachgefragt, wer denn mit solchen Sätzen wie
Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen.
oder
Wir widersprechen all jenen, die behaupten, dass Informationsfreiheit erst hergestellt sei, wenn alles kostenlos zu haben ist.
gemeint sein könnte.
Die Antworten (und Nicht-Antworten) und mehr hier: ↑Hamburger Bankrott-Erklärung)
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22. Juli 2009
Nicht wählbar: Brigitte Zypries
Telepolis: ↑Zypries stellt Recht auf Privatkopie in Frage
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