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14. November 2009

Snow Patrol: Up To Now

Weihnachtszeit ist Best Of- und in diesem Jahr vor allem Special Edition-Zeit. Snow Patrol haben sich für die Variante Retrospektive entschieden. Aus gutem Grunde, denn ihre ersten Alben, die noch bei dem Indie Jeepster erschienen waren, sind zwar nach wie vor erhältlich, doch wer von all denen, die Snow Patrol seit “Chasing Cars” kennen, weiß um diese Alben, geschweige denn kennt oder besitzt sie.

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11. November 2009

Editors: In This Light And On This Evening

Editors waren seit jeher eine sogenannte Liebe-Hass-Band. Viele mögen sie, ebenso viele scheinen sie zu hassen. 2007 traten sie beispielsweise auf dem größten französischen Rockfestival “Les Eurockéennes de Belfort” auf. Sänger Tom Smith machte einen derart schieren, irgendwie apathischen Eindruck, so als hätte er sich kurz vorher erst die Nadel einer Heroinspritze aus dem Arm gezogen. Es war ein äußerst irritierendes Erlebnis, ihn so auf der Bühne zu sehen.

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9. November 2009

1997: Notes From Underground

Victory Records ist längst nicht mehr das Hardcore-Label, das es einst war. Seit geraumer Zeit hat man sich in dessen Hauptquartier in Chicago auch anderen Genres geöffnet. Gott sei Dank. Es gibt nichts langweiligeres als Engstirnigkeit bzw. den berühmten Tunnelblick. Für Hardcore-Fanatiker ist das allerdings immer noch ein erstaunlicher Entwicklungsschritt.

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6. November 2009

The Flare-Up!: Whip ‘Em Hard, Whip ‘Em Good

Flareup heißt einer der Transformers – gewusst? Wir auch nicht. Ist auch völlig nebensächlich. Interessanter ist derweil, dass sich Nicke Andersson für The Flare-Up! begeistern kann. Andersson spielte vor einigen Jahren bei Entombed, um diese dann für The Hellacopters links liegen zu lassen. Nun steht der gute Mann also auf The Flare-Up! und hat diese gleich für einen Vertriebsdeal bei seiner Firma Sound Pollution verpflichtet.

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3. November 2009

Broadcast And The Focus Group: Investigate Witch Cults Of The Radio Age

Im Radiozeitalter Hexenkult zu untersuchen – das klingt im doppelten Sinne merkwürdig und verrückt: auf dem Papier wie auch im Ohr. Broadcast, also Trish Keenan und James Cargill, haben sich für dieses Unternehmen mit The Focus Group zusammen geschlossen. Dahinter steckt wiederum Julian House, Grafikdesigner und zugleich Mitinhaber des Ghost Box Labels.

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30. Oktober 2009

Weezer: Raditude

Der erste Song des neuen Weezer-Albums, namentlich “(If You’re Wondering If I Want You To) I Want You To”, klingt überraschend frisch und unbekümmert und man glaubt, Weezer hätten tatsächlich ihr kreatives Tief endlich überwunden und würden wieder annähernd so gut wie zu “Buddy Holly”-Zeiten loslegen.

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29. Oktober 2009

Athlete: Black Swan

Bis dato haben es Athlete hierzulande nicht über einen Insiderstatus hinaus geschafft. Mit “Black Swan”, ihrem vierten Album, versuchen sie es dennoch wieder, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dabei steht ihnen nach der Trennung von Parlophone/EMI mit Fiction ein neues Label zur Seite, das immerhin schon mal erreicht hat, dass die Band in den letzten Wochen der deutschen Presse einige Interviews gab.

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28. Oktober 2009

Mumford & Sons: Sigh No More

Cover und Bandname erscheinen seltsam und leicht antiquiert, die Musik ist hingegen makellos. Somit wäre schon fast alles über “Sigh No More” gesagt. Allerdings würde das der fantastischen Musik keinesfalls gerecht werden.

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13. Oktober 2009

Muse: The Resistance

1999, zu Zeiten ihres Debütalbums “Showbiz” waren sie nur eine gute Alternative Rock-Band. Mit den Jahren suchten Muse nach höheren Aufgaben und experimentierten verstärkt mit progressiver Musik. Auf “Absolution” (2003) und “Black Holes And Revelations” (2006) waren sie beim Kunstrockmetal mit sirenenartigem Gesang und verspielten Klavier-Pirouetten angekommen. Da sich die Band aber immer weiter zu entwickeln versucht, war abzusehen, dass sie auf ihrem fünften Studioalbum neue Töne anschlagen würde.

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2. Oktober 2009

Arctic Monkeys: Humbug

Unsinnig oder töricht klingt das dritte Album der Arctic Monkeys nicht. Dennoch trägt es den Titel “Humbug”. Anfang 2008 nahm das Quartett aus Sheffield die Arbeiten an diesem Album auf. Statt wie zuvor ein Studio in England aufzusuchen, jetteten sie über den großen Teich und quartierten sich in der kalifornischen Wüste ein. Genauer gesagt in dem Studio Rancho De La Luna in Joshua Tree. Das ist seit Jahren Spielwiese und zweite Heimat von Josh Homme, der früher bei den Stonerrock-Urgesteinen Kyuss Gitarre spielte und heute mit Queens Of The Stone Age und den Eagles Of Death Metal rockt.

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1. Oktober 2009

The Stone Roses (Legacy Edition)

Die Wiederveröffentlichung dieser exquisiten Box kommt rechtzeitig zum 20-jährigen Jubiläum dieses britischen Madchester-Meilensteins auf den Markt. Neben dem neu abgemischten Debütalbum (plus dem Bonustrack “Fools Gold”) liegen auf einer zweiten CD zahlreiche Demoaufnahmen (“The Lost Demos”) bei. Auf einer DVD befinden sich diverse Videoclips sowie ein Konzertmitschnitt von damals.

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25. September 2009

J. Tillman: Year In The Kingdom

In vier Jahren sechs Soloalben zu veröffentlichen, das ist beachtlich. Erst recht, wenn man weiß, dass J. Tillman nebenbei noch in einer halbwegs bekannten Band aktiv ist, die 2008 eine viel beachtete EP und kurz darauf ein von den Kritikern in höchsten Tönen gelobtes Album rausgebracht hat. Die Rede ist von den grandiosen Fleet Foxes, bei denen Tillman trommelt und singt.
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21. September 2009

Tortuga Bar: Narcotic Junkfood Revolution

In den Neunzigern war Mark Kowarsch Mitglied der deutschen Indieband Sharon Stoned, die dafür bekannt war, regelmäßig mit Gastmusikern zu arbeiten. Dieses Konzept hat Kowarsch jetzt auf sein aktuelles Musikprojekt Tortuga Bar übertragen. Mit zahlreichen Gästen hat er zwölf Songs eingespielt, die dank der von Gast zu Gast variierenden Einflüsse ganz unterschiedlich klingen:

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20. September 2009

Black Moth Super Rainbow: Eating Us

Der Schriftzug sieht eher wie der einer Metal- denn der einer Pop-Band aus. Aber statt Grindcore schicken Black Moth Super Rainbow faszinierenden Pop in unsere Gehörgänge. Die experimtierfreudige und verspielte Band aus Pittsburgh, deren Mitglieder allesamt sehr seltsame Pseudonyme tragen, wandeln auf ihrem vierten Album mal auf den Spuren von Air zu ‘The Virgin Suicides’-Zeiten (“Gold Splatter”), mal verbeugen sie sich vor The Flaming Lips. Apropos, deren Produzent Dave Fridmann war auch hier zugange.

Zudem tourten BMSR bereits mit den Lips ebenso wie mit MGMT und Aesop Rock. Vielleicht mögen diese Querverweise eine Erklärung für die komplexen, schrägen und oft auch psychedelisch angehauchten Kompositionen sein, die BMSR auf ihre Hörer loslassen. Wie sie es dabei noch hinbekommen haben, Hits wie “Born On A Day The Sun Didn’t Rise” zu schreiben, bleibt ihr Erfolgsgeheimnis.

(kfb)

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17. September 2009

.Klein: Outside In

Eigentlich gibt es heutzutage kein Album mehr, dessen Songs nicht aus mehreren Stilen zusammengesetzt wurden. So genannter Eklektizismus ist in der Popmusik längst keine Seltenheit mehr, sondern fester Bestandteil dieser – wenn nicht sogar Grundvoraussetzung für deren Erfolg. Lutz Nikolaus Kratzer wagt es auf ‘Outside In’, Underground-HipHop, Electronica, Pop und Indie/Singer-Songwriter-Musik in einen Topf zu werfen. Herausgekommen sind eigentlich verschrobene und verspielte Songs, die sich aber partout nicht dem Mainstream verschließen wollen. (weiterlesen …)

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16. September 2009

The Lemonheads: Varshons

Zwei Dinge muss man nicht mehr diskutieren: Zum einen, dass The Lemonheads eine der legendären Bands der Alternative Rock/Post Punk-Szene sind. Zum anderen, dass deren Kopf Evan Dando verrückt ist. Die Idee eines anderen Verrückten, namentlich Gibby Haynes von den Butthole Surfers, war es, die The Lemonheads dazu veranlasste, ein Album mit Coverversionen aufzunehmen. So ging Dando mit Vess Ruthenberg und Devon Ashley ins Studio, um unter der Aufsicht von Haynes und Anthony Saffrey (Ex-Cornershop) elf Songs umzudichten.
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15. September 2009

The Temper Trap: Conditions

Infectious Records, das Label, das uns in der Vergangenheit solch großartige Bands wie Muse und Ash beschert hatte, wurde just wieder zu neuem Leben erweckt. Dort steht mittlerweile die australische Band The Temper Trap unter Vertrag. Wer sich ihr Debüt, das in Australien übrigens in den Top Ten landete und auf der Insel immerhin auf Rang 32 kletterte, anhört, wird ob der Reife der Songs überrascht sein.

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The Black Eyed Peas: The E.N.D.

The Black Eyed Peas gehörten mal in eine Reihe mit klassischen HipHop-Bands, die der alten HipHop-Schule folgend intelligente Songs mit lyrischem Tiefgang schrieben: siehe Jurassic 5 oder A Tribe Called Quest. Diese Zeiten sind leider vorbei. Der Titel ihres fünften Albums, “The E.N.D.” (Abkürzung für: “The Energy Never Dies”), scheint den geistigen und damit kreativen Zustand der Band zu beschreiben. Sie sind mit ihrem Latein am Ende und produzieren nunmehr flachste Dance-Pop-Lieder mit HipHop-Beats, wie man sie von jeder x-beliebigen Pop-Band um die Ohren gehauen bekommt.

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5. September 2009

The Maccabees – Wall Of Arms

Anlässlich ihres ersten Albums prophezeiten wir, dass The Maccabees den Sprung aufs Festland schaffen würden. Auch, dass ihr Maximo Park/Bloc Party-getränkter Britrock viele Freunde gewinnen dürfte und alles andere als langweilig klinge. Okay, bekannt sind die Herren aus Brighton hierzulande noch nicht. Dennoch halten wir viel von der Band, auch wenn das neue Songmaterial nicht mehr auf oben genannte Bands verweist.

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2. September 2009

Beastie Boys – Paul’s Boutique: 20th Anniversary Edition

Das war sicherlich ein Schock für die Bierdosen werfenden Partyrocker von einst, die die Beastie Boys mit ‘Licensed To Ill’ und damit mit Songs wie “Fight For Your Right” oder “No Sleep Till Brooklyn” kennen gelernt hatten. Denn der Nachfolger, der drei Jahre später in die Läden kam, war so sehr anders und um Längen ambitionierter und erwachsener: ‘Paul’s Boutique’.

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