Presseschau 9. Juli 2009

Trent Reznor gibt auf der NIN-Homepage ein paar Tipps für aufstrebende aber noch unbekannte Bands: ↑my thoughts on what to do as a new / unknown artist

Forget thinking you are going to make any real money from record sales. Make your record cheaply (but great) and GIVE IT AWAY. As an artist you want as many people as possible to hear your work. Word of mouth is the only true marketing that matters.

John Leckie listet die ↑10 wichtigsten Alben, an deren Produktion er beteiligt war (meine No.1. dieser Liste ist natürlich Magazines ´79er Debüt „Real Life“).

Und wo wir bei alten Helden sind: ↑Richard Hell Repairs the Voidoids’ 1982 Album “Destiny Street”. Am 1. September soll  das Album erscheinen – mit neu eingespielten Gitarren- und Gesangsspuren und den Gastgitarreros Marc Ribot und Bill Frisell.

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Presseschau 8. Juli 2009

Erst mal ganz seriös/theoretisch: Der Scientific American zum Thema ↑Why Music Moves Us

Und dann rein in die Praxis:

„Muss denn jeder, der Rap macht, unbedingt verhaftet werden?“ Der Spiegel über den weißen Rapper Asher Roth: ↑Ein Weißbrot kriegt’s gebacken

U2’s ‚massive carbon footprint‘ called into question

Filter: ↑You Should Already Know: …And You Will Know Us by the Trail of Dead

IGN ↑interviewt Pixies-Frontmann Black Francis.

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Feuchte Stelle im Westen

Seine Forderungen sind gefährlich, seine Schuldzuweisungen sind abenteuerlich, sein Selbstmitleid ist rührend — aber was mich wirklich fasziniert, ist, dass seine Interviews immer noch so sind wie früher. Die schlimmste Aufgabe hat nicht der Interviewer. Während man dabei ist, hat man das Gefühl: Das wird gut, der Mann sagt markige Sachen. Die schlimmste Aufgabe hat der Redakteur, der aus dem Interview eine Nachricht machen muss, eine Überschrift und einen Vorspann finden, und dabei merkt, dass all diese großen Wörter Scheinriesen sind. Je genauer man sich die Sätze anguckt, umso weniger schaut zurück. Beim Versuch, einen konkreten Inhalt zu erfassen, bleibt von den schillernden Sprechblasen nur ein feuchter Fleck.

Stefan Niggemeier über Dieter Gorny im Allgemeinen und ein Interview im WAZ-Portal Der Westen im Besonderen:  ↑Understanding Dieter

Neue E-Petition

Die GEMA bot nicht übermäßig erfolgreichen Musikern immer schon reichlich Grund zur Kritik (unklare Verteilungsschlüssel, GEMA-Vermutung, u.ä).  Durch eine geplante drastische Gebührenerhöhung für Livekonzerte fühlen sich jetzt besonders Klein- und Hobbyveranstalter bedroht. Eine Veranstalterin schlägt jetzt mit einer E-Petition beim Deutschen Bundestag zurück: Weiterlesen

When the music´s over

Keine Popkomm in diesem Jahr. „Who cares?“ könnte man sagen. Oder: „War ja abzusehen“. Den Tag über klang es allerdings so als habe Dieter Gorny die Popkomm aus Protest gegen „die Internetpiraterie“ abgesagt. Dabei ist Gorny zwar so was wie der Erfinder der Popkomm aber längst nicht mehr ihr Big Chief (dafür seit 2007 Vorstandsvorsitzender des ↑Bundesverbands Musikindustrie). Und zum angeblichen Grund der Absage meinte Tim Renner in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur (↑ Musikproduzent: Konzept der „Popkomm“ hat sich überholt)

„Wenn das der Grund ist, dann fällt er den Beteiligten sehr spät auf. Denn die Hauptschäden im Verlust des Umsatz haben sich abgespielt zwischen 1998 und 2003. Wie Herr Gorny immer betont vom Bundesverband Musikindustrie, fällt der Markt kaum mehr. Weshalb dann jetzt die Messe absagen? Mein Gefühl ist, das Konzept der Messe hat sich überholt. Es ist weder ein Talent-Event noch ist es ein Publikums-Event. Es ist eine Selbstdarstellungsfeier der Musikindustrie. Und die hat in der Tat wenig zu feiern in dem Moment, wo sie ihr Geschäftsmodell nicht mehr im Griff hat.“

P.S.: Ah, die Popkomm kann sich tatsächlich auch selbst absagen: ↑Popkomm-Macher bestätigen Aus für 2009

The Soundtrack Of Our Lives: Communion

Eigentlich hat man The Soundtrack Of Our Lives (TSOOL) längst für tot gehalten. Wir erinnern uns: 2004 erschien ihr letztes Studioalbum →‚Origin Vol. 1‘. Kurz darauf ward von dieser famosen schwedischen Rockband nichts mehr gehört, gesehen oder gelesen. Dabei trug man immer die Hoffnung in sich, eines baldigen Tages ‚Origin Vol. 2‘ in seinen Händen halten zu können. Doch nix da. Fünf Jahre nach Teil eins, was in der Popwelt mehr als eine halbe Ewigkeit ist, liegt nun nicht Teil zwei vor, dafür aber mit ‚Communion‘ ein brandneues Studioalbum, das sich gleich über zwei CDs erstreckt. Weiterlesen

Billy Joel, zum 60.

Still, the mystery persists: How can he be so bad and yet so popular for so long? He’s still there. You can’t defend yourself with anti-B.J. shields around your brain. He still takes up the space, takes up A&R advances that would otherwise support a score of unrecognized but genuinely talented artists, singers, and songwriters, with his loathsomely insipid simulacrum of rock.

Slate: ↑The Worst Pop Singer Ever