Kritikerstammtisch: Lucie Klassen, „Der 13. Brief“

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Wenn vier Menschen ein Buch lesen, dann lesen vier Menschen vier Bücher. Selbst dann, wenn die Meinungen nicht so weit auseinander driften. Bestes Beispiel: „Der 13. Brief“ von Lucie Klassen. Die HonoratiorInnen am Kritikerstammtisch sind sich (fast) einig. Erfrischend und nett sei das Debut geraten, aber. Interessant jedoch, wie doch im Detail die Perspektiven der Kritiker voneinander abweichen. Lesen Sie selbst.

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Fast schon eine Rezension

… ist das, was →Krimileser Bernd über „Menschenfreunde“ geschrieben hat. Natürlich hätte ein professioneller Rezensent (das ist bekanntlich einer, der nur noch als Warenanpreiser tätig ist) aufgefordert, das Buch SOFORT zu kaufen. Was aber im Moment gar nicht so einfach ist. Bei „Amazon“ scheint es nämlich momentan nicht „am Lager“ zu sein. Ausverkauft? Gutes Zeichen. Aber es sind noch einige Exemplare da. Also trotzdem bestellen. Bewahrt mich davor, aus den Top-100000 zu fallen!

Wer ist’s?

In Deutschland fliegen einem die gebratenen Krimis ins Maul. Hmmmm! Knusprig! Lecker! Währenddessen man unter den schattigen, duftigen Wunderbäumen selig ruht, an denen die prallen Plots wachsen. Krimischaffender in Deutschland? Ein Traum! Als Angehöriger eines angesehenen Berufsstandes hat man eine seriöse Ausbildung genossen, ist Elite, verdient gutes Geld und die Verlage reißen einem die Waren nur so aus den Händen.

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Robert B. Parker: Der gute Terrorist

Unser momentan zur Krimi-Couch delegierter Jung-Geselle Jochen hat uns eine seiner gefürchteten Rezensionen übermittelt. Sie wollen sie unbedingt lesen? Gerne! Auf wie immer auf eigene Gefahr!
„Valediction“ („Spensers Abschied“) aus dem Jahr 1984 hätte ein beeindruckendes Finale einer Romanreihe sein können, die den klassischen Detektiven Chandlerscher Prägung um einige Facetten erweiterte, ohne den Status des edlen Ritters in rostiger Rüstung gänzlich abzuschaffen. Parkers Detektiv Spenser hatte mehr Freunde und Helfer als Philip Marlowe, kochte für sein Leben gern – ließ sich deshalb lang und breit übers Essen aus – und lebte, bis auf eine kurze, aber dramatische Auszeit, in einer offenen Beziehung mit seiner Freundin Susan Silverman, die diese gerne mit dem Bund für’s Leben geschlossen hätte.

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Watching Pieke

Sie entkommt mir nicht. Ich notiere jedes Wort, das sie spricht. Verfolge jeden ihre Schritte. Sehen ALLES. Höre ALLES. Zum Beispiel morgen, Mittwoch, 6. August. Wenn Sie bei der WDR 5 REDEZEIT zwischen 11 Uhr 05 und 11 Uhr 30 über ihr famoses Buch „Der Asphalt unter Berlin“ sprechen wird. Und später werde ich das noch einmal nachhören. →Hier. Ach was, einmal! Mehrmals! Nein, sie entkommt mir nicht…

Pieke sieht schwarz

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Pieke Biermann müsste man heißen und Kriminalreportagen schreiben. Dann könnte man es sich an einem tropischen Tag wie diesem in der „Schattenwirtschaft“ gemütlich machen. Aber besuchen Sie die Dame doch ganz einfach selbst in ihrem Idyll. Am Freitag, 1. August 2008 im RBB-Inforadio 93,1 um 10:27 und 13:27 Uhr und am Sonnabend, 2. August 2008 in DER TAGESSPIEGEL. Wenn es wieder heißt: „Zoom auf die Schattenwirtschaft“ (oder Klick aufs Bildchen…)

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wtd No. 2: Die Juli-Ausgabe

Am letzten Tag des Monats gibt es die Juli-Ausgabe von Watching the Detectives. Wie immer wahlweise als →PDF oder →DOC. Diesmal hat sich die Publikationsform gleich zweimal bewährt. Einmal, weil sich die Gelegenheit bot, einen „historischen Kriminalroman“ aus dem Deutschland des Jahres 1845 mit einem „historischen Kriminalroman“ aus dem Laos des Jahres 1976 zu vergleichen. Dann, weil kurz nach der Fertigstellung des Textes eine geschätzte österreichische Blogkollegin einen schönen Fall von true crime präsentierte, der mir haargenau in die Beweisführung passte.

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Watching the detectives – die Zeitschrift

Wtd – die Zeitschrift. Jeweils einen Monat lang liest und überlegt der Blogger. Und was er gelesen und überlegt hat, das bringt er zu Papier. Und veröffentlicht es jeweils zum Monatsende: längere Rezensionen, Theoretisches zur Kriminalliteratur, Experimente. Das alles als PDF oder DOC, kostet auch nichts, Verlagsanzeigen werden gegen einen Spottpreis abgedruckt, damit aus den Erlösen „externe MitarbeiterInnen“ verpflichtet werden können.

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Im röhrenden Rachen der blutigen Bestie

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Mit der heutigen neuen Folge seiner beliebten Kurzratekrimireihe führt der selbsternannte Kurzratekrimipapst Dale Patrick Rutherford eine neue, faszinierende Serienfigur ein: den charismatischen Alkoholiker und abwegigen Hühnerfreund Manfred Butsch, dessen gesamte Familie in einem traumatischen Ereignis von einem perversen Massenmörder ausgelöscht worden war – und das, obwohl das gemeinsame Eigenheim noch seiner endgültigen Abbezahlung harrte. Eine Figur aus dem wirklichen Leben, wohltuend heutig und doch liebenswert.

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Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

Wer sich 500 Seiten lang in die Turbulenzen Aberdeener Polizeiarbeit stürzen will, ist mit „Der erste Tropfen Blut“ von Stuart MacBride wie immer gut bedient. Stillstand, Reflexion: Fremdwörter. Protagonist Logan McRae peitschen keine inneren Dämonen nach vorne, nein, ganz normale Vorgesetzte sinds: ein dicker Choleriker mit Hang zu Süßigkeiten und Amateurtheater, sowie eine flapsig-zynische Lesbe mit schwerer Nikotinsucht.

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Neu und glorreich

… ist Hannelore Cayres „Das Meisterstück“. Was nun diejenigen, die beim „Lumpenadvokat“ schon gejubelt haben, nicht weiter überrascht. Also rein mit den 150 Seiten in „Die glorreichen Sieben“. Eine Rezension gibt es dann im dritten Heft von „Watching the detectives“, der famosen Zeitschrift (deren zweite Ausgabe wohl am Donnerstag völlig kostenlos zur Verfügung stehen wird). Ach ja, und das ist mir auch noch aufgefallen:

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Böser Allligator!

Wo wir schon dabei sind, die Götter und ihre StellvertreterInnen auf Erden vom Sockel zu stürzen: Der Alligator wäre auch längst fällig! Ist noch keinem aufgefallen, wie ABSOLUT FRAUENFEINDLICH die große Wuppertaler Riesenechse agiert? Sein bevorzugtes Opfer: Anobella.

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In Ordnung

Wir haben verstanden. Es ist heiß. Die Fingerchen wollen nicht so recht. Die kleinen Grauen da oben drin auch nicht. Also: Keine Lust auf ein Krimi-Volkslexikon. Schön. Dann machen wirs auch nicht. Sondern legen uns ebenfalls in die Sonne respektive werkeln noch ein wenig am wtd-PDF für Juli. Schönes Wochenende – nein, morgen gibts noch einen kleinen Eintrag…