The Soundtrack Of Our Lives: Communion

Eigentlich hat man The Soundtrack Of Our Lives (TSOOL) längst für tot gehalten. Wir erinnern uns: 2004 erschien ihr letztes Studioalbum →‚Origin Vol. 1‘. Kurz darauf ward von dieser famosen schwedischen Rockband nichts mehr gehört, gesehen oder gelesen. Dabei trug man immer die Hoffnung in sich, eines baldigen Tages ‚Origin Vol. 2‘ in seinen Händen halten zu können. Doch nix da. Fünf Jahre nach Teil eins, was in der Popwelt mehr als eine halbe Ewigkeit ist, liegt nun nicht Teil zwei vor, dafür aber mit ‚Communion‘ ein brandneues Studioalbum, das sich gleich über zwei CDs erstreckt. weiterlesen

Billy Joel, zum 60.

Still, the mystery persists: How can he be so bad and yet so popular for so long? He’s still there. You can’t defend yourself with anti-B.J. shields around your brain. He still takes up the space, takes up A&R advances that would otherwise support a score of unrecognized but genuinely talented artists, singers, and songwriters, with his loathsomely insipid simulacrum of rock.

Slate: ↑The Worst Pop Singer Ever

Pandoras Büchse, offen

Fritz Effenberger nimmt sich auf Telepolis noch mal den „Heidelberger Appell“ vor

Was uns aus der Reuß-Tirade gegen digitale Publikationsmedien entgegenschlägt, ist kaum verhüllte Technophobie.

und formuliert einen eigenen „Augsburger Appell“:

Ich fordere daher die politischen Kräfte in unserem Land auf, nicht weiter über naive, da technisch unwirksame Verbote nachzudenken, sondern über die aktive Gestaltung des Urheberrechts in einer Zeit des technischen Umbruchs: Jeder Bürger kann sich heute via digitaler Weitergabe jedes Buch, jeden Film, jedes Musikstück besorgen, ohne dass dies technisch verhindert oder mitverfolgt werden kann; der Preis für die Verhinderung oder Aufdeckung wäre die Zerstörung des Internet, wie wir es kennen. Die Gesetze müssen dieser Realität entsprechend reformiert werden, der Urheber muss die ihm zustehende Vergütung erhalten

Geistiges Eigentum als Heidelberger Postkartenidylle

gemein 012

Stefan Niggemeier geht dahin, wo es richtig wehtut und klickt sich durch das Online-Angebot von RTL:

Ich bin immer versucht, die Texte, die dort erscheinen, dadurch zu erklären, dass sie von indischen Kindern neben ihrer Teppichknüpfarbeit geschrieben werden, aber dann wären sie besser. Wahrscheinlicher ist die Theorie, dass es sich um Rückübersetzungen aus dem Klingonischen handelt.

Mit vielen „schönen“ Beispielen: →Deutschland, ein Stilblütenmeerchen

gemein 011

»Das war schon immer so und das wird auch so bleiben« – kein Verein verkörpert dieses konservative Credo wie der FC Bayern. Der frische Wind hat nichts gebracht, ab jetzt mieft wieder modriger Altherrengeruch durch die Allianz Arena. (…) Unter Klinsmann war der FC Bayern so modern wie Kräuterlimonade, mit Heynckes schmeckt jetzt alles wieder wie Erdbeerjoghurt kurz vor dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit.

Benni Kuhlhoff: ↑Back to the Mief (in 11 Freunde)

Nachgefragt

Die Musik- und die Buchbranche wollen beim Schutz der Urheberrechte Internetanbieter stärker in die Pflicht nehmen. Für das unrechtmäßige Herunterladen aus dem Netz sollten Sanktionen unterhalb der Schwelle von Gerichtsverfahren eingeführt werden. (…) Danach sollten illegale Nutzer nach dem Vorbild Frankreichs zunächst warnende E-Mails der Netzanbieter erhalten. Wiederholungstäter müssten mit einer Sperre des Internetzugangs rechnen oder mit einer Verlangsamung der Zugangsgeschwindigkeit.

Tagesspiegel: ↑Kampf gegen Google

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gemein 010

Früh muss dieser Individualismus gealtert sein, dass er nun Klageweiber wie diesen Jammer-Wessi hervorbringt, der die Welt seiner Jugend verklärt, seine Westalgie pflegt und der Gegenwart grummelnd gram ist wie nur je ein spießiger Rentner in einem mittelmäßigen Sketch.

Lothar Müller auf jetzt.de über Maxim Biller: ↑Die neuen Leiden der Jammer-Wessis

Sex & Drugs & sonst nichts

Welt! Mit Sex und Drugs magst Du Dich ja auskennen, wie Dein Artikel über → Ronnie Woods Exzesse als Rolling Stone nahelegt. Aber mit dem Rock´n`Roll hapert´s doch ziemlich.

Und so kam es, dass ihm bereits 1975 ein Plastikplättchen in die Nase eingesetzt werden musste; Kokain hatte ihm die Scheidewand weggeätzt. Zu der Zeit tourte er noch als Gitarrist in der von Rod Stewart gegründeten Band Small Faces.

Schreib´s Dir hinter die Ohren: Rod Stewart war Mitglied der Faces und kein Gründungsmitglied der Small Faces!!! Bei Zuwiderhandlung gibt´s das nächste Mal Nachsitzen bei unserem redaktionseigenen Small Faces-Biografen Roland Schmitt.