Interview

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"Ich bin nicht so der Dusch-Typ."

Götz Alsmann im Hinternet-Interview

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Ein Telefoninterview mit Götz Alsmann, dem vielleicht besten Entertainer Deutschlands. Ob mit der TV-Sendung "Zimmer Frei" im WDR, den Radio-Shows "Go, Götz, Go!" (WDR 4) und "Jazz" (WDR 3) oder mit Band auf der Bühne, Alsmann kann und will die Menschen begeistern. Die wiederum danken es ihm, schalten TV und Radio regelmäßig ein oder sorgen dafür, dass seine Konzerte fast immer ausverkauft sind.

Münster, 15.3.2001, 15:18 Uhr. Ein Telefon klingelt. Jemand hebt ab.

Ja?

Kai Florian Becker. Guten Tag.

Wer sind Sie?

Ich rufe wegen des Interviews an, das für 15 Uhr anberaumt war.

Richtig, war aber leider besetzt bei mir. Ganz dumme Sache.

Keine Sorge, ich bin geduldig.

Das war mein Management. Es gab zu viel zu besprechen.

Sie haben aber jetzt Zeit?

Jaaaa.

Schön. Ganz vorweg eine Frage zur "Zimmer Frei"-Sendung mit Charlotte Roche: Wo bitte kann man diese wunderschöne Elviskopfbedeckung erstehen?

Die hat unsere Maske angefertigt. Es kann auch sein, dass sie ein Restbestand des Kölner Karnevals gewesen ist.

Die hat mir gut gefallen.

Ja, mir auch. Ich fand das sehr außerirdisch.

Eine Frage zu Charlotte Roche bzw. zum Adolf Grimme-Preis: Wem gönnen Sie in diesem Jahr die Auszeichnung?

Ich weiß ja gar nicht, wer nominiert ist.

Dann anders: Gönnen Sie ihn Charlotte Roche?

Sollen ich ihnen mal ehrlich was sagen? Ich habe die Sendung mit ihr noch nie gesehen. Ich habe, bevor ich erfuhr, dass Charlotte Roche kommt, diesen Namen auch noch nie gehört, weil ich in meinem Leben nie auf die Idee käme, Viva zu gucken.

Warum nicht?

Weil da immer die Musik läuft, die ich nicht ausstehen kann.

Aber Viva 2 ist anderes als Viva.

Ist doch auch Rockmusik, oder?

Im entferntesten Sinne schon.

Ja, sehen Sie mal.

Also interessieren Sie sich nicht für Rockmusik.

Überhaupt nicht.

Sondern?

Ich höre Jazz und Opern. Und deutsche Schlager der Vor- und Nachkriegszeit sowie Unterhaltungsmusik. Ich mache mir überhaupt nichts aus Rock und Pop. Gar nichts.

Sie haben aber mal für die Popmusikzeitschrift "Spex" geschrieben...

Artikel über Künstler der Nachkriegszeit. Ja. Das war so eine Sache auf Freundschaftsbasis. Für Leute, die damals für die "Spex" tätig waren. Als ich anfing zu schreiben, war noch Gerald Hündgen der Chefredakteur. Clara Drechsler war zu der Zeit noch sehr wichtig. Das ganze erkaltete leicht im Jahre '85, als Hündgen aufhörte und Diedrich Diederichsen Chef wurde. Bald darauf ist es eingeschlafen. Ich glaube, ich habe '86 meine letzten Artikel veröffentlicht. (kurze Pause) Natürlich gönne ich Charlotte Roche den Grimme-Preis."

Weiter mit Teil 2 des Interviews

 

 

 


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