Tüchtiger Autor

So fließt es anfangs in scheinkomplexer Tüchtigkeit dahin.Wer das Buch nach 50 Seiten weiterliest, ist tapfer, wer es nach 200 noch in der Hand hält, ist verrückt. Wer 900 Seiten davon liest, ist vermutlich ein Rezensent.

Adam Soboczynski outet sich in der aktuellen Zeit vom 12.5.2022 als Rezensent des neuen Tellkamp-Romans „Der Schlaf der Uhren“. [hinter Bezahlschranke auch online hier]

Fehlbar

When pushing for musical perfection and the confidence is riding high, artists can be prone to falling foul of their own excellence and dishing out some dog dirt amid the splendour pastures of their munificent labour. It is these odious additions to the magical meadows that let us know our favourite artists are still fallible like the rest of us sinners.

Far Out über das eine Lied, das so gar nicht auf ein großartiges Album passen will: Skipping tracks: 10 terrible songs on classic albums. Mit von der Partie u.a. die Beatles, die Pixies, Nick Cave, Neil Young und John Cale.

Bloodlust ballet

“John’s approach to playing helped define an entire genre of music that came after punk,” says his biographer Sullivan-Burke. The simplicity of his playing, combined with a technical ability that never veered into needless virtuosity, inspired many from 1990s American grunge and alt-rock to British pop. “He chose very simple lines over anything bombastic,” Roddy Frame of Aztec Camera once said. “He was kind of a guitar antihero, the song came first and he tried to complement that.”

Aus Anlass einer für nächsten Monat angekündigten Biografie würdigt der Guardian den Gitarristen und unsung hero of the post-punk era John McGeoch (Magazine,Visage,Siouxsie & the Banshees,PIL): ‘Invention, grace and bloodlust ballet’: post-punk guitarist John McGeoch

Hans Keller

In der Süddeutschen erinnert Diedrich Diederichsen an seinen ehemaligen Sounds-Kollegen Hans Keller, der vor Kurzem 76jährig gestorben ist: „Vee Are Pfrom The German Band Eisenstein“.

Wegen seiner Kritiken habe ich ’78/’79 u.a. die (von mir immer noch sehr geschätzten) Debütalben von Suicide und Joy Division, diverse Punk- und New Wave-Singles und die ein oder andere Reggaeplatte (Culture, Linton Kwesi Johnson) gekauft. Es folgten u.a. noch Wire, Siouxsie And The Banshees, The Pop Group, Throbbing Gristle, This Heat, Tuxedomoon. Und so erweist sich – zum ersten Mal rückblickend betrachtet – Hans Keller als eine der wohl wichtigsten Inspirationen meiner musikalischen Sozialisation.

Farewell!

Call My Agent! Staffel 2


Du kennst Dich doch aus mit Frankreich“, sagt der Chefredakteur, drückt mir eine DVD in die Hand und ist schon wieder verschwunden, bevor ich auch nur „Au contraire, mon capitain“ oder auch nur „M’enfin!“ sagen kann.

Eh bien. Die erste Staffel von „Call My Agent!“ war nominiert für den International Emmy 2016 als Beste Comedy-Serie. Mit französischer Comedy hatte ich mich zuletzt etwas schwer getan. Aber nach Durchsicht der 6 Folgen kann ich Entwarnung geben. Denn „Call my agent!“ hat nichts Schenkelklopferisches, ist eher Groteske oder Soap. Unterhaltsam, charmant und mit Witz, aber doch mit (fast) allen Elementen einer guten Soap.

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Lieblings-Stein

Heute vor 50 Jahren hatten die Rolling Stones ihren ersten Auftritt. Das Jubiläum nutze ich gleich einmal, um zu sagen, dass mein Lieblings-Rolling Stone nicht Keith Richard ist, sondern Charlie Watts. Eine eigentlich jubiläumsunpassende Bemerkung, denn Watts war vor 50 Jahren noch gar nicht in der Band, sondern wurde erst 1963 Stammschlagzeuger der Band. Und meine Lieblingsversion meiner Lieblingsanekdote ist diese hier (kurzerhand aus dem ↑Wikipedia-Artikel über Charlie Watts geklaut):

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Happy Birthday Wreckless Eric

Eric Goulden, besser bekannt als Wreckless Eric wird heute 57. Eigentlich wollte ich ihm zu Ehren einfach seinen größten/einzigen Hit „Whole Wide World“ posten, wurde bei der Suche nach einem Video jedoch daran erinnert wieviele andere tolle Songs Wreckless Eric geschrieben hat, die ich teilweise sogar nach Jahrzehnten noch mitsingen könnte (wenn ich denn singen könnte). Weiterlesen

Billy Joel, zum 60.

Still, the mystery persists: How can he be so bad and yet so popular for so long? He’s still there. You can’t defend yourself with anti-B.J. shields around your brain. He still takes up the space, takes up A&R advances that would otherwise support a score of unrecognized but genuinely talented artists, singers, and songwriters, with his loathsomely insipid simulacrum of rock.

Slate: ↑The Worst Pop Singer Ever

Nachgefragt

Die Musik- und die Buchbranche wollen beim Schutz der Urheberrechte Internetanbieter stärker in die Pflicht nehmen. Für das unrechtmäßige Herunterladen aus dem Netz sollten Sanktionen unterhalb der Schwelle von Gerichtsverfahren eingeführt werden. (…) Danach sollten illegale Nutzer nach dem Vorbild Frankreichs zunächst warnende E-Mails der Netzanbieter erhalten. Wiederholungstäter müssten mit einer Sperre des Internetzugangs rechnen oder mit einer Verlangsamung der Zugangsgeschwindigkeit.

Tagesspiegel: ↑Kampf gegen Google

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