Der junge Inspektor Morse, Staffel 4

Neues von unserem aktuellen Lieblings-Inspektor, dem Mann mit dem Hang zum Grübeln und dem Gespür fürs Verbrechen.
Wo seine Kollegen an Unfälle glauben (wollen), da ahnt Morse schon Niedertracht und finstere Machenschaften („Zwei Ertrunkene an einem Tag. Das ist doch ungewöhnlich“). Und – spoiler alert! – hat am Ende immer recht.

Wir schreiben inzwischen das Jahr 1967. Die Serie hat weiter ihren anachronistischen, sepia-getönten Charme, aber ins beschauliche Oxford halten nun langsam Fortschritt und Wandel Einzug mit Farbfernseher, Computer, Kernkraftwerk, Rockmusik und den Ausläufern von Swinging London.

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Call My Agent! Staffel 2


Du kennst Dich doch aus mit Frankreich“, sagt der Chefredakteur, drückt mir eine DVD in die Hand und ist schon wieder verschwunden, bevor ich auch nur „Au contraire, mon capitain“ oder auch nur „M’enfin!“ sagen kann.

Eh bien. Die erste Staffel von „Call My Agent!“ war nominiert für den International Emmy 2016 als Beste Comedy-Serie. Mit französischer Comedy hatte ich mich zuletzt etwas schwer getan. Aber nach Durchsicht der 6 Folgen kann ich Entwarnung geben. Denn „Call my agent!“ hat nichts Schenkelklopferisches, ist eher Groteske oder Soap. Unterhaltsam, charmant und mit Witz, aber doch mit (fast) allen Elementen einer guten Soap.

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Die Brücke II

In einer Diskussion, darüber warum es in Deutschland keine qualitativ hochwertigen Serien wie „House of Cards“, „Breaking Bad“ oder „Mad Men“ gebe, argumentierte jemand, dass die Amerikaner mit den englischsprachigen Zuschauern einfach den viel größeren Markt hätten, während deutsche Serien gerade noch in Österreich und der Schweiz verstanden würden.

Wenn das ein stichhaltiges Argument wäre, dann wäre der Erfolg dänischer – oder schwedisch-dänischer – TV-Produktionen gar nicht erklärbar. Denn darum geht es hier: die zweite Staffel von „Die Brücke“. Die erste Staffel war schon ein Hit, der nicht nur in zahlreiche Länder verkauft wurde, sondern auch mit „The Bridge“ (USA) und „The Tunnel“ (UK/Frankreich) zwei Adaptionen nach sich zog. Und mit der zweiten Staffel halten die Macher das Niveau.

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Hautnah – Die Methode Hill: Staffel 6

Das wurde aber auch mal Zeit. Die sechste Staffel „Hautnah – Die Methode Hill“ – im Original schon 2008 und bei uns (ZDF) im Frühjahr 2010 gelaufen – ist endlich auch auf deutsch erschienen. Noch mehr brutale Serienmorde, noch mehr tiefschürfende Analysen von einem klinischen Psychiater (nicht: Profiler!), gespielt von Robson „Blue Eyes“ Green, der sich bestens in die Psyche von Serienkiller versetzen kann, im „normalen“ Leben aber mit seiner linkischen, leicht weltfremden Art immmer wieder an seine Grenzen stösst.

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Protectors: Auf Leben Und Tod

Im Herbst 2009 lief im ZDF auf dem angestammten sonntäglichen Krimiplatz (nach 22 Uhr) die neue skandinavische Serie „Protectors – Auf Leben Und Tod“ an. In fünf Folgen wurde einem eine dänische Spezialeinheit vorgestellt, in deren Mittelpunkt die drei Geheimdienst-Frischlinge Jasmina El Murad (Cecilie Stenspil), Rasmus Poulsen (Søren Vejby) und Jonas Michaelsen (André Babikian) stehen. Sie haben die Aufgabe, Personen zu schützen und Verbrechen aufzuklären. Damit hebt sich diese Serie von anderen ab: Wo sonst nur ermittelt wird, sind hier der Personenschutz und damit verbunden diverse präventive Maßnahmen wie Verwanzen einer Wohnung oder Beschattung eines Verdächtigen unumgängliches Mittel zum Zweck.

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Monthy Python – Almost The Truth: Lawyer’s Cut

Zum 40. Jubiläum von Monthy Python erschien jetzt die DVD-Box „Almost The Truth: Lawyer’s Cut“. Wir erinnern uns: Am 5. Oktober 1969 debütierten John Cleese, Eric Idle, Terry Jones, Terry Gilliam, Michael Palin und Graham Arthur Chapman mit dem „Monty Python’s Flying Circus“ in der BBC. Im Nu wurden sie berühmt und vor allem berüchtigt, denn nicht jeder wusste mit ihrem schrägen Humor etwas anzufangen.
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Inspector Barnaby – 5. Staffel

Jeder Fan von „Inspector Barnaby“ wird sich freuen, dass jetzt zeitgleich mit „Super Sleuth“, der Doku zur Serie, vier weitere Folgen in einer DVD-Box auf den Markt kommen. In „Das Haus Des Satans“, „Blut Ist Dicker“, „Der Club Der Toten Autoren“ und „Brennen Sollst Du“, die aus den Originalstaffeln sechs und sieben stammen, wird die Idylle des britischen Landlebens erneut durch gemeine Morde gestört und wird mit typisch britischem Humor ermittelt.

Barnaby, brillant gespielt von Shakespeare-Darsteller John Nettles, steht in diesen Folgen einmal mehr Daniel Casey alias Sergeant Gavin Troy sowie sein Kurzzeitassistent Sergeant Dan Scott (John Hopkins) zur Seite. Vor allem das Team Barnaby-Troy garantiert Spannung, Ironie und viel Humor.

(kfb)

Inspector Barnaby – Super Sleuth

„Super Sleuth“, also „Super Spürhund“, lautet der Titel der Doku über die britische TV-Krimiserie „Inspector Barnaby“ (im Original: „Midsomer Murders“). In der beschaulichen Grafschaft Midsomer leben nicht nur viele skurrile Gestalten, sie belieben auch fleißig zu morden – und das auf teils sehr perfide Art und Weise. Doch „Super Spürhund“ Inspector Barnaby hat noch jeden dieser Morde aufgeklärt. Was diese Serie ausmacht, wie sie entstand und wer deren Macher sind, das zeigt diese knapp einstündige amüsante Doku.

(kfb)

George Gently: Der Unbestechliche

Am späten Sonntagabend ist Krimizeit. Vor allem beim ZDF, neuerdings aber auch bei der ARD. Doch zurück zum ZDF: Der Mainzer Sender strahlte jüngst die ersten drei Folgen der britischen TV-Serie „George Gently“ (im Original: „Inspector George Gently“) aus: den Piloten „Kalte Rache“ („George Gently“) sowie „Der Verbrannte“ („The Burning Man“) und „Die Schuld Der Väter“ („Bomber’s Moon“). Die Hauptrolle spielt Martin Shaw, der Ende der Siebziger an der Seite von Lewis Collins (alias William Andrew Philip Bodie) als Raymond Doyle in der Serie „Die Profis“ („The Professionals“) bekannt wurde.

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Vicky Christina Barcelona

Und im Leben geht’s oft her wie in einem Film von Rohmer
Und um das alles zu begreifen
Wird man was man furchtbar haßt nämlich Cineast
Zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen

So sangen Tocotronic vor Jahr und Tag und eben so lange ist´s wohl auch schon her, dass ich im Nachtprogramm der ARD meinen zweiten und letzten Eric Rohmer-Film sah. Endloses Geplapper, bei dem ich mich zudem fragte, ob eine Hörspielversion nicht den gleichen (Nerv-)effekt viel billiger erzeugt hätte. Weiterlesen

James Last – My way (Doku)

„Ich bin der Bandleader“, sagt der alte Mann zu den jungen, verlegenen Dingern, die sich den Soundtrack anschauen. Der was? „Der Bandleader. Der, der vorne rumhampelt.“ Schrecksekunde bei den Mädels. Jetzt begreifen sie erst, wer da zu ihren Sitzen gekommen ist.

Da dürften sie die einzigen sein, die so lange brauchen. Nicht nur in dem Film von Thomas Schadt. Schließlich ist James Last so bekannt wie ein bunter Hund. Und da sein Konterfei nun nicht gerade selten auf seinen Platten abgebildet war, dürften ihn auf der Straße auch mehr Menschen erkennen als den Bundeskanzler.

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