{"id":1033,"date":"2004-06-15T05:36:28","date_gmt":"2004-06-15T03:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=1033"},"modified":"2022-06-02T17:08:25","modified_gmt":"2022-06-02T15:08:25","slug":"erinnerungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2004\/06\/erinnerungen\/","title":{"rendered":"Erinnerungen"},"content":{"rendered":"\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/archiv\/images\/jameslast\/images\/cover\/erinnerungen.jpg\"\/><br \/>Erinnerungen an was? An gro\u00dfe Hits? An alte James Last-Sachen? Ist das hier wieder Aufgew\u00e4rmtes von vorgestern? Oder einfach Erinnerungen \u201ean sich\u201c?<br \/>Man wei\u00df das nie so genau. M\u00f6glicherweise erinnern sich Menschen, dass sie seit 1983 noch eine James Last-Platte im Schrank haben, die da komischerweise fast unber\u00fchrt vor sich hinschimmert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><br \/>Der \u201egro\u00dfe Single Hit \u00b4Erinnerung\u00b4\u201c mag einem bekannt vorkommen. An \u201egro\u00dfen Single Hits\u201c kommt man ja sowieso kaum vorbei. Er ist auch noch recht kurzweilig, dieser Hit. Mit viel Klavier. Ich tippe auf E-Piano. Nicht, dass man\u00b4s h\u00f6rt. Aber es w\u00fcrde passen. Klar, hier ist auch viel Synthesizer drauf. Bei allem Respekt, dass James Last sich nie vor Neuerungen (naja, der Synthesizer war da nicht wirklich neu, aber ich mein so was \u00e4hnliches) verschloss \u2013 aber es klingt doch nur wie ein billiger Streicherersatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist also die klangliche Parallelwelt, in die sich Menschen damals fl\u00fcchteten, die nicht gerade Schlager-NDW oder Supertramp und Police h\u00f6rten. In warmen Braun- und Gelbt\u00f6nen versucht das Cover dasselbe zu sagen wie die Musik: \u201eF\u00fcrchtet Euch nicht.\u201c Ja, so l\u00e4sst es sich \u00fcberwintern. Das ist die kontemplative \u00c4ra des James Last. Keine flotten Potpourris, sondern seri\u00f6se Einzeltakes in epischer 4\u00b430-L\u00e4nge, die klingen, als seien sie irgendwo aus einem Drama mit Daryl Hannah oder Meryl Streep geklaut. Filme, f\u00fcr die\u00b4s keine Oscars gibt. Die auch nicht wirkliche Blockbuster sind. Sondern irgendwann auf Kabel 1 oder Super RTL laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitlupen-Orchester-Rock im anbrechenden Computerzeitalter. Dummer- \u00e4h, komischerweise ist das auch die Zeit, wo sich James Last traut, immer mehr eigene Kompositionen auf seine Platten draufzupacken. Und das sind, Verzeihung, Verzeihung, Verzeihung, keine gro\u00dfen W\u00fcrfe. Meistens jedenfalls. Wir wissen alle, wie gro\u00dfartig \u201eGames that lovers play\u201c, \u201eDer einsame Hirte\u201c, \u201eMorgens um sieben&#8230;\u201c, \u201eHappy Heart\u201c oder \u201eWenn sich das Mondlicht&#8230;\u201c (von Last?) sind. Auch die Last\u00b4sche Gebrauchsmusik \u2013 von den Fernsehmusiken (ZDF Hitparade, Starparade) \u00fcber Radiomusiken und Schnellsch\u00fcssen wie \u201eHappy Luxemburg\u201c und \u201eHappy Music\u201c \u2013 Zucker. Aber vieles, was sich auf Vinyl gepresst findet, sind unausgegorene Sachen, die leider in den Papierkorb statt ins Studio geh\u00f6rt h\u00e4tten. Wie auch das meiste von Sohn Last.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dieser Scheibe findet sich neben Elton Johns \u201eSong for guy\u201c (und \u2013 bezeichnenderweise \u2013 einem \u201eSorry Elton\u201c von James Last) noch ein bisschen was von Vanghelis, Bach, Chopin, Paganini und Schubert. Okay, f\u00fcr sein wegweisendes Engagement, E- und U-Musik auf eine Platte zu bannen, geb\u00fchrt James Last eine Medaille. Aber f\u00fcr diesen lahmen, runtergenudelten M\u00f6chtegern-Sound dieser Platte nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnerungen an was? An gro\u00dfe Hits? An alte James Last-Sachen? Ist das hier wieder Aufgew\u00e4rmtes von vorgestern? Oder einfach Erinnerungen \u201ean sich\u201c?Man wei\u00df das nie so genau. 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