{"id":1058,"date":"2004-07-10T04:19:29","date_gmt":"2004-07-10T04:19:29","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=1058"},"modified":"2022-05-10T02:04:45","modified_gmt":"2022-05-10T00:04:45","slug":"james-last-instrumentals-forever","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2004\/07\/james-last-instrumentals-forever\/","title":{"rendered":"James Last &#8211; Instrumentals forever"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/images\/jameslast\/images\/cover\/instrumentals_forever.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ja, er kann auch konservativ, der James Last. Un-James-Last-ig, edel, leicht spie\u00dfig. Nicht, dass die Platte schlecht w\u00e4re. Oh nein. Es ist eben 50er-Jahre-Swing: sch\u00f6n, zart und schwelgerisch. Gut, in den 60ern hat man so was auch noch gehabt. Aber es klingt sehr, sehr klassisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die St\u00fccke sind auch Klassiker: \u201eMoon River\u201c, \u201eTheme from a summerplace\u201c, \u201eMoulin Rouge\u201c, \u201eThe \u00b4in\u00b4 crowd\u201c, \u201eMoonglow and picnic\u2019, \u201eApril in Portugal\u2019\u2026 Sogar der \u201eTelstar\u201c kommt hier zu Ehren! Und kleiner Anspieltip: \u201eDelicado\u201c!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Swing-Kenner werden James Last hier wahrscheinlich sofort erkennen. Wer im Universum der Ray Connifs, Mantovanis und Max Gregers zuhause ist&#8230; Gut \u2013 dass das nicht Bert Kaempfert ist, merk ich auch noch. Zu powervoll, zu optimistisch im Klang. Aber kein Happy Sound.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Platte konnte Madame problemlos im Salon als Hintergrund beim Damenkr\u00e4nzchen laufen lassen. Doch, es hat noch leicht was von Nierentischchen. Trotzdem die Empfehlung: Augen zu und treiben lassen. Diese Platte ist ein Genu\u00df. Ein Swing-Gesamtkunstwerk. Bisschen s\u00fc\u00dflich, aber gro\u00dfe Kunst. Mal mit wuchtigen \u201etutti\u201c, dann wieder mit leicht schmutzigen Trompeten und getupften Fl\u00f6tent\u00f6nen. Und gewollt gruseligen Streicherglissandi. Eine Klangmauer des guten Geschmacks.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das Cover&#8230; noch ein Klassiker! Die Frau hinter der Trompete. Durch die Trompete. In der Trompete? Hoffentlich ist das \u00fcberhaupt eine Trompete. Dieses Foto muss jedenfalls ein gro\u00dfer K\u00fcnstler komponiert haben. Man sieht nur noch Augen und Metallrohre und vergisst immer wieder, welch einfacher und doch berechnender Trick hier angewandt wurde. Eine simple Trompete! Und nat\u00fcrlich eine Tusse. Nat\u00fcrlich. Ist das eigentlich ein \u00fcberdimensionaler Lidstrich? Oder schwarzer Lidschatten? Schade, dass der Stylist nicht genannt wurde. Er hatte garantiert gro\u00dfen Anteil am suggestiven Erfolg dieses Fotos. Man vergisst n\u00e4mlich auch immer wieder, dass hier vermutlich keine Asiatin zu sehen ist. Sondern, hm, ich tippe, eine stark geschminkte Britin. Oder Franz\u00f6sin. Egal. Eine Platte, die man an\u00b4s Herz dr\u00fccken will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, er kann auch konservativ, der James Last. Un-James-Last-ig, edel, leicht spie\u00dfig. Nicht, dass die Platte schlecht w\u00e4re. Oh nein. Es ist eben 50er-Jahre-Swing: sch\u00f6n, zart und schwelgerisch. Gut, in den 60ern hat man so was auch noch gehabt. Aber es klingt sehr, sehr klassisch. 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