{"id":1062,"date":"2004-07-14T18:28:41","date_gmt":"2004-07-14T16:28:41","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=1062"},"modified":"2022-06-02T00:31:35","modified_gmt":"2022-06-01T22:31:35","slug":"non-stop-dancing-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2004\/07\/non-stop-dancing-7\/","title":{"rendered":"Non Stop Dancing 7"},"content":{"rendered":"\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/archiv\/images\/jameslast\/images\/cover\/non_stop_dancing_7.jpg\"\/><br \/>Nein, es ist kein Wunder, dass dieser Platte ein Hit wurde. Nein, nein, nein. Wer schon so g\u00f6ttlich mit \u201eHelp yourself\u201c einsteigt \u2013 im wunderbaren, peppigen Bl\u00e4sersound, mit hochfrequentem Vibraphon-Puls unterlegt \u2013, der muss ein Weltstar werden! Und wer noch dazu so genial den Anschluss an \u201eMrs. Robinson\u201c findet&#8230; Mit satter, angezupfter &nbsp;Surfgitarre. Wahnsinn!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wenn diese verdammt alten Non Stop-Platten geliebt werden, dann gewiss auch f\u00fcr den Hall, der auf den Aufnahmen liegt. Damals durfte Musik noch nach Tanzhalle klingen. Durfte weit, weit in ferne Gefilde swingen. All das, womit Lenny Kravitz sp\u00e4ter Mega-Kohle gemacht hat, n\u00e4mlich f\u00fcr seinen simplen, aber wohligen Retro-Sound \u2013 das findet man hier nat\u00fcrlich in Natura! Wenn die Trompeten von mehr rechts kommen und die Posaunen von links antworten. Wenn man mit verbundenen Augen zu dem Punkt im Studio laufen k\u00f6nnte, wo der Chor steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und endlich kriegt die widerliche Beatles-Schnule \u201eHey Jude\u201c mal \u00b4ne ordentliche Bluttransfusion verpasst. So manisch, um nicht zu sagen fr\u00fch-psychedelisch klangen die Beatles nicht mal auf Sgt. Pepper! Zumindest, was das Last\u00b4sche Fade out angeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, es ist die Hoch-Zeit des Bubblegum, auf dieser Platte. \u201eYummy Yummy\u201c, \u201eSimon says\u201c, \u201eMony Mony\u201c&#8230; Und alles in einem durch! Schrammelnde Beat-Gitarren, vibrierende Orgel, Knackbass, ein Tier \u2013 nein, \u201edas\u201c Tier! \u2013 an den Drums und nat\u00fcrlich die unerm\u00fcdlichen, unersch\u00f6pflichen, im Gas gebenden Bl\u00e4ser. Wow.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Partyger\u00e4usche, der Chor und die Mitgr\u00f6ler sind noch wunderbar verwaschen dr\u00fcbergelegt. \u00c4therisch, kaum greifbar. Was die ganze Platte nat\u00fcrlich noch mehr verzaubert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die das wirklich in Echtzeit so im Studio durchgespielt haben? Ich vermute: ja. Und ich vermute, das Schlimmste war nicht das Durchspielen. Sondern: den passenden Sound, die passende Anordnung, die richtige Mischung. Damit\u00b4s nicht nur im Studio gut klingt, sondern auch bei Erna Kasuppke in der Dreizimmer-Wohnung. Wenn die Lead-Gitarre von \u201eJumpin\u00b4 Jack Flash\u201c durch\u00b4s Wohnzimmer rockt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Arthur Browns \u201eFire\u201c ist drauf, \u201eLazy Sunday\u201c von den Small Faces, das \u201cYoung girl\u2019 und der \u201cMan without love\u2019. Yeah. Back to the Sixties. Und einem Last-Sound, der wohl nie saftiger und voller war. Und nat\u00fcrlich noch einen Stil-Oscar an den Menschen, der das grandiose Cover gestaltet hat. Es ist nicht einfach nur ein quietschbunter, wild gemusterter Stoff, der hier unter der Schrift liegt. Sondern der ist auch noch raffiniert mit Licht-Effekten bearbeitet. Alles in allem \u2013 trotz des Temperaments, der Farben und der Knalligkeit: puristisch, stylish, zeitlos gut. Ich knie nieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, es ist kein Wunder, dass dieser Platte ein Hit wurde. Nein, nein, nein. 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