{"id":1075,"date":"2004-07-27T18:26:12","date_gmt":"2004-07-27T16:26:12","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=1075"},"modified":"2022-06-01T04:43:23","modified_gmt":"2022-06-01T02:43:23","slug":"hammond-gogo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2004\/07\/hammond-gogo\/","title":{"rendered":"Hammond &agrave; gogo"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image is-style-default\"><img decoding=\"async\" src=\"\/archiv\/images\/jameslast\/images\/cover\/hammond_a_gogo.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><i><br \/>Das ist also die erste \u201eHammond \u00e0 gogo\u201c. Eine fette Platte. Wiegt mindestens doppelt soviel wie Platten aus den 70ern und sp\u00e4ter. James Last und seine Hammond-Combo.<\/i><wp-block data-block=\"core\/more\"><\/wp-block><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ja, der Sound ist noch voll 60er. Bisschen muffig, etwas erdr\u00fcckend. Kommt nat\u00fcrlich auch durch die Orgel. Die kann man ja so und so einsetzen&#8230; Und eine Hammond-Orgel ist halt kein Moog. Die Leute damals d\u00fcrften aber gro\u00dfen Spa\u00df daran gehabt haben. Auf den Hammond-Sound werden sie sowieso gestanden haben. Und dann garniert Last das Ganze nat\u00fcrlich mit exzellenten Swing-Arrangements. Leise federt das Becken. Und schrabbt die Rassel. Weich umrahmen die Bl\u00e4ser das Orgel-Gewaber. Eine Orgel, wohlgemerkt, die hier in keiner Weise psychedelisch eingesetzt wird. Es ist die alte, etwas beh\u00e4bige Hammond-Spielweise. Die vermutlich wegen ihres warmen, einlullenden und trotzdem spacigen Sounds geliebt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Last l\u00e4sst jede Menge bekannter Songs vorbeiparadieren. \u201eHello Dolly\u201c, \u201eMilord\u201c, \u201eWheels\u201c, Moon River\u201c, \u201cIf I had a hammer\u2019, \u201cRed Roses for a blue Lady\u2019 und jede Menge Latin-St\u00fccke. 28 Melodien zum Tanzen und Tr\u00e4umen eben. Ach, ich liebe diese H\u00f6r-Anweisungen. S\u00fc\u00df. Und immer noch sympathisch. Bei anderen K\u00fcnstlern w\u00fcrde, wenn sie ehrlich w\u00e4ren, draufstehen: Nur zum hochgeistig Interpretieren und Anbeten. Hier, bei Last, darf man wenigstens seinen Spa\u00df haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und den hat man. Ich mag diese Hammond \u00e0 gogo lieber als die zweite. Obwohl ich Franz Lambert ja auch nicht schlecht finde. Aber das ist echt schon eine andere Hammond-Generation. Der haut viel mehr drauf, da geht echt die Post ab. Das hier ist vergleichsweise gediegenes Understatement. Aber auch James Last kann mit seiner Hammond-Bar-Combo so flott galoppieren, dass einem schwindelig wird. Wollt ich nur mal anmerken, um nichts unter den Tisch fallen zu lassen. \u201eBlue Moon\u201c. \u201eLetkiss\u201c. Wow.<\/p>\n\n\n\n<p>Und warum eigentlich Bar-Combo? Vielleicht, weil man damals in Bars getanzt hat. Und weil eine Bar auf dem Cover abgebildet ist. Eine Bar, in der man vor lauter Zigarettenqualm kaum die Hand vor Augen sieht. \u00dcberhaupt wird in der Last-Fr\u00fchzeit noch viel auf den Covers gequalmt. Auch auf der \u201eHumba Humba \u00e0 gogo\u201c liegt eine Fluppenpackung rum.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist auch das Cover voll Sixties. Eigenartige Sixties. Dunkle, schwer durchschaubare, geheimnisvolle Sixties. Nix neue Einfachheit. Op Art oder so. Nein nein. Real Life. Schnappschuss. Und nicht gerade so fotographiert, dass man es schon auf zehn Schritt Entfernung erkennt. Warum? Sollte man n\u00e4herkommen? Sollte man schon genauer hingucken m\u00fcssen? Riskant. Oder wirkte dieses Cover auch als Gesamtkunstwerk auf gr\u00f6\u00dfere Distanz? Hm. Man erkennt hier ja kaum einzelne Farben. Kurios. Nein \u2013 da ist doch der \u00dcbergang zu anderen A gogo-Cover ein Quantensprung. Auch die Non Stop-Cover sind ganz anders. Die sind ja eher auch fr\u00fch schon Zeugnis graphischer Klarheit.<\/p>\n\n\n\n<p><i>Naja, echte Last-Fans m\u00fcssen diese Platte einfach haben. Und wer Easy Listening auch nur im Entferntesten mag, wird auch seinen Spa\u00df dran haben. Willkommen im weiten Universum der Hammond-Kl\u00e4nge.<br \/><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist also die erste \u201eHammond \u00e0 gogo\u201c. Eine fette Platte. Wiegt mindestens doppelt soviel wie Platten aus den 70ern und sp\u00e4ter. James Last und seine Hammond-Combo.<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ub_ctt_via":"","footnotes":""},"categories":[1186],"tags":[538],"class_list":["post-1075","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-james-last","tag-james-last"],"featured_image_src":null,"author_info":{"display_name":"Frl. 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