{"id":11060,"date":"1998-08-14T11:11:00","date_gmt":"1998-08-14T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=11060"},"modified":"2022-06-11T02:29:21","modified_gmt":"2022-06-11T00:29:21","slug":"die-aeronauten-honolulu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/08\/die-aeronauten-honolulu\/","title":{"rendered":"Die Aeronauten &#8211; Honolulu"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Die-Aeronauten-Honolulu.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Die-Aeronauten-Honolulu.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25571\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Die-Aeronauten-Honolulu.jpg 590w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Die-Aeronauten-Honolulu-500x508.jpg 500w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Die-Aeronauten-Honolulu-145x147.jpg 145w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Die-Aeronauten-Honolulu-60x60.jpg 60w\" sizes=\"(max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wenn die Aeronauten ins Studio geh\u00b4n, sch\u00fctteln alle Bandmitglieder wahrscheinlich nur mal kurz die \u00c4rmel, und das war\u00b4s. Richtiger Low-Fi-Sound mu\u00df eben klingen wie ein Schu\u00df aus der H\u00fcfte. Jedenfalls wirken Aeronauten-Werke immer, als w\u00e4ren sie grad im Vorbeigehen eingespielt. Aber das ist mit Sicherheit nicht der Fall, denn aus zahlreichen Interviews mit Eiskunstl\u00e4ufern und Zirkusclowns wei\u00df man ja, da\u00df gerade &#8222;die einfachen Sachen&#8220; die schwersten sind!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die f\u00fcnf Schweizer (aus Schaffhausen) sind beim Hamburger-Schule-Hauslabel &#8222;L\u00b4Age d\u00b4Or&#8220; unter Vertrag, haben mit dem Sound der \u00b4Hamburger Sch\u00fcler\u00b4 aber nichts gemein, und das ist gut so. Auch auf &#8222;Honolulu&#8220; gibt\u00b4s wieder vergn\u00fcgt l\u00e4rmenden, spr\u00f6den Schrammelrock satt, flotte Pop-Melodien, swingende Bl\u00e4ser und dezent wabernde Orgeln. Ein bunte Mischung, die nur noch von den absurd-albernen Texten des (Fast-)Alles-Schreibers und Aeronaten-Kopfes Olifr Maurmann \u00fcbertroffen wird. Maurmann ist auch bekannt mit seinem Projekt GUZ, und auf dem aktuellen Aeronauten-Album ist ein einziger Song (&#8222;Wo die Sonne aufgeht&#8220;) nicht von ihm! Seine eigenen jedenfalls erz\u00e4hlen von Schweizer Weltmeistertr\u00e4umen, ganz banalem Losertum (ich renne herum, ich renne hinterher, und wo ich hinkomm, ist schon lang niemand mehr: &#8222;Fr\u00fch\/Sp\u00e4t&#8220;), ungew\u00f6hnlichen Freizeitbesch\u00e4ftigungen (ich hab eine Sekte drau\u00dfen auf dem Land: &#8222;In meiner Sekte&#8220;) und dem allt\u00e4glichen Frust (ein \u00d6ltanker voll \u00c4rger liegt in meinem Hafen auf Grund: &#8222;500 000 BRT&#8220;)\u2026 Dies nur als Appetitth\u00e4ppchen: Ohren auf beim Aeronauten-Kauf!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Aeronauten-Songs sind im Schnitt selten l\u00e4nger als zweieinhalb Minuten, das Quintett fackelt nicht lang und braucht definitiv keine ausschweifenden Kunstwerke, um seinen schr\u00e4gen Charme zu entfalten. Dennoch sind alle St\u00fccke liebevoll arrangiert und durchstreifen einmal quer den Stil-Fundus der popul\u00e4ren Musik, vom 40er-Jahre-Jazz (&#8222;Swing-Zwang&#8220;) \u00fcber das Country-Bonbon &#8222;500 000 BRT&#8220; bis hin zum staksigen New Wave-Rock (&#8222;Wo die Sonne aufgeht&#8220;). Alles in allem: ein kurzweiliger Muntermacher!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Aeronauten ins Studio geh\u00b4n, sch\u00fctteln alle Bandmitglieder wahrscheinlich nur mal kurz die \u00c4rmel, und das war\u00b4s. Richtiger Low-Fi-Sound mu\u00df eben klingen wie ein Schu\u00df aus der H\u00fcfte. Jedenfalls wirken Aeronauten-Werke immer, als w\u00e4ren sie grad im Vorbeigehen eingespielt. 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