{"id":11900,"date":"2005-03-11T11:11:00","date_gmt":"2005-03-11T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=11900"},"modified":"2022-05-09T14:17:20","modified_gmt":"2022-05-09T12:17:20","slug":"crime-school-das-klassenziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2005\/03\/crime-school-das-klassenziel\/","title":{"rendered":"Crime School: Das Klassenziel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Ein Riss geht durch Krimideutschland. Kann man die Qualit\u00e4t eines Kriminalromans nach &#8222;objektiven&#8220; Kriterien beurteilen? Was ist von Ratgebern zu halten, die dir versprechen, auch DU seist in der Lage, einen &#8222;verdammt guten Krimi&#8220; zu verfassen? Die Wogen gehen hoch, die Krimiblogs werden zu Schlachtfeldern. Grund genug f\u00fcr die Besonnenen aus der HINTERNET-Redaktion, m\u00e4\u00dfigend und belehrend einzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Vorgeschichte ganz kurz: In seinem \u2192Nachtbuch hat sich Ludger Menke \u00fcber das Gebaren der Jury bei der Vergabe des &#8222;Glauser&#8220;, eines der ebenso wenigen wie wichtigen Krimipreise, mokiert. Vor allem die Begr\u00fcndungen fanden nicht seinen Beifall. Sie seien zu subjektiv, ergo nicht nachvollziehbar, und es fehle allgemein an einem Instrumentarium, die Qualit\u00e4t eines Buches zweifelsfrei festzustellen.<br \/>Dieses Verdikt hat einige der angegriffenen Juroren ihrerseits zu teilweise heftigen \u2192Reaktionen provoziert. Sie pochten auf ihre Subjektivit\u00e4t und wiesen die Forderung nach einer wie auch immer gearteten \u2192Objektivit\u00e4t in das Reich des Unm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz sch\u00f6n verfahren. Das Dilemma &#8222;subjektiv \/ objektiv&#8220; ist seit Platons &#8222;H\u00f6hlengleichnis&#8220; mit das bestimmende in der Philosophie, und genausowenig wie ein Henker ein Blumenstrau\u00df ist, kann ein Krimiblog ein Philosophieseminar sein. Dennoch: Bildung tut not, und wir von HINTERNET haben seit zehn Jahren die allgemeine Volks- und die spezielle Leserbildung als h\u00f6chstes Ziel neben der Geldvermehrung auf unsere Fahnen geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>In unserer Crime School wollen wir deshalb in den n\u00e4chsten Wochen in kleinen, handlichen Lektionen ergr\u00fcnden, ob es \u00fcberhaupt verl\u00e4ssliche Kriterien gibt, ein Buch (einen Krimi) zu beurteilen und, das ist der Clou, in multimedial von mir h\u00f6chstpers\u00f6nlich professionell aufbereiteten Lerneinheiten einige Kompetenzen st\u00e4rken, die sowohl f\u00fcr das Schreiben als auch f\u00fcr das Lesen von Kriminalromanen von Bedeutung sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Es beginnt am Montag mit ersten theoretischen \u00dcberlegungen zum Lesen und Schreiben an sich. Dann folgt ein interaktives Spiel zum Ged\u00e4chtnistraining (mit Hiscore!), denn nichts braucht ein Autor \/ Leser von Krimis notwendiger als ein gutes Ged\u00e4chtnis. Es ist immer wieder peinlich zu lesen, dass gewisse Autoren auf Seite 123 nicht mehr wissen, wie sie zwischen den Seiten 3 und 24 ihren Plot entwickelt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie jede vern\u00fcnftige Schule, so endet auch die Crime School selbstverst\u00e4ndlich mit einer Abschlusspr\u00fcfung. Wer sie besteht, erh\u00e4lt ein Diplom, das ihm auf dem Arbeitsmarkt gewiss von Nutzen sein wird. Der Schulbesuch ist nat\u00fcrlich kostenlos. In euren Schulranzen geh\u00f6rt jedoch der famose Shockwave-Player , ohne den die Wiedergabe der multimedialen Lerneinheiten nicht m\u00f6glich sein wird. Am besten, ihr installiert ihn bei Bedarf gleich, so ihr das nicht schon getan habt, um die animierten Kapitel des neuen Kultkrimis \u2192&#8220;Das Promimassaker&#8220; zu genie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Riss geht durch Krimideutschland. Kann man die Qualit\u00e4t eines Kriminalromans nach &#8222;objektiven&#8220; Kriterien beurteilen? 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