{"id":11929,"date":"2005-04-22T11:11:00","date_gmt":"2005-04-22T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=11929"},"modified":"2022-05-09T16:32:13","modified_gmt":"2022-05-09T14:32:13","slug":"crime-school-ha-reingelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2005\/04\/crime-school-ha-reingelegt\/","title":{"rendered":"Crime School: Ha! Reingelegt!"},"content":{"rendered":"\n<p>Eigentlich sind es ja die Sch\u00fcler, die mit ihren Lehrern Schabernack treiben, aber die Crime School ist eben eine besondere Lehranstalt, und deshalb darf hier auch mal der Pauker seine Schutzbefohlenen hinter&#8217;s Licht f\u00fchren. Mit lobenswerten p\u00e4dagogischen Hintergedanken, versteht sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einigen Tagen habe ich euch \u2192<a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2005\/03\/die-erste-seite\/\">die erste Seite<\/a>\u00a0eines Krimis zu lesen gegeben und um eure Meinung gebeten. Was dem einen oder anderen wie das berechtigte Interesse eines Autors an des Lesers Urteil vorgekommen sein mag, war in Wirklichkeit gleich in vierfacher Hinsicht ein Experiment.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Zum Ersten ging es mir darum zu beweisen, dass eine erste Seite nicht unbedingt R\u00fcckschl\u00fcsse auf den weiteren Text zul\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Zweiten brauchte ich schlichtweg eure Interpretationen der ersten Seite, um die folgenden schreiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Dritten ging es bei der Verarbeitung eurer Urteile darum zu demonstrieren, wie ein Autor mit &#8222;Material&#8220; umgeht. Er l\u00f6st es von seinem Urheber und legt es einer fiktiven Person in den Mund, wobei er das nunmehr &#8222;anonyme&#8220; Material in eine pointierte, hier sogar \u00fcberzeichnete Form bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sollte meinen, das sei selbstverst\u00e4ndlich. Ist es aber nicht. Selbst Leute, die es von Berufswegen eigentlich besser wissen m\u00fcssten, haben einen sehr merkw\u00fcrdigen Begriff von \u201eWirklichkeit\u201c, womit wir fast wieder beim aktuellen Thema der Crime School w\u00e4ren. Wenn ich ein St\u00fcck von meinem eigenen Leben oder dem anderer abzwacke und einem fiktiven Leben drantackere, dann h\u00f6rt es auf, zur \u201eempirischen Biografie\u201c des Urhebers zu geh\u00f6ren. Der &#8222;kleine blonde Mann im orangenen Anorak&#8220; ist nicht mehr mein kleiner, blonder, einen orangenen Anorak tragender Freund X.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, und zum Vierten habe ich die M\u00f6glichkeiten des Mediums genutzt und wenigstens den Anfang eines &#8222;interaktiven Krimis&#8220; geschrieben. Es d\u00fcrfte der erste sein, bei dem die Beitr\u00e4ger nichts von ihrer Funktion wussten, und das ist doch auch eine historische Leistung, oder? Und ihr wart mit dabei!<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor ich nun die zweite Seite des Romans vorstelle (schon gut, ihr Erbsenz\u00e4hler, eigentlich sind es dreieinhalb), noch ein paar Bemerkungen zu euren Kommentaren.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie haben mich \u00fcberrascht und best\u00e4tigen meine These von der Vielstimmigkeit eines Textes nicht nur als einer Binneneigenschaft desselben, sondern auch als von den Lesern erzeugten, vom Autor nur begrenzt zu beeinflussenden Deutungsebenen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Beispiel w\u00e4re ich nie auf den Gedanken gekommen, dass gleich der erste Satz als &#8222;unlogisch&#8220; empfunden werden k\u00f6nnte. Er ist hinsichtlich seiner Kausalbehauptung ungew\u00f6hnlich, zugegeben. Weil einer sich schon in der Schule nicht f\u00fcr Biologie interessiert hat, interessiert ihn auch die Leiche seines Vaters nicht mehr oder weniger als eine beliebige andere. Will sagen: F\u00fcr diese Person war die Bindung an den Vater eine rein biologische, und mit Biologie hatte er eben nichts am Hut. Dagegen kam jedoch der Einwand, es m\u00fcsse gerade umgekehrt sein. Nur jemand, der sich f\u00fcr Biologie interessiere, blende die Bindung an den Vater so radikal aus, dass er dessen Leiche wie jede andere betrachte. Hm. Nicht unlogisch, wie ich zugeben muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant auch die Interpretation der &#8222;Orgasmusszene&#8220;. Den Mann erinnert sein Orgasmus an die selige Jugendzeit, wo man solches noch manuell erzeugen musste, st\u00e4ndig in der Angst, vom Vater erwischt zu werden. Im Klartext: Der Mann ist kein P\u00e4derast, der sich von einem Kind einen runterholen l\u00e4sst. Dennoch wurde die Passage so aufgefasst, was damit begr\u00fcndet wurde, einem so &#8222;kaputten Charakter&#8220; traue man auch p\u00e4derastische Neigungen zu. Eine v\u00f6llig korrekte Interpretation, die nur einer anderen Spur folgt als der, die der Autor gelegt hat, ansonsten in ihrer Assoziationsqualit\u00e4t aber v\u00f6llig legitim und nachvollziehbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls vielen Dank f\u00fcr eure Mitarbeit. Die beiden besprochenen Auslegungen von Textstellen finden sich, nebst einigen, die sich das arme Autorenhirn selber ausdenken musste, auf der &#8222;omin\u00f6sen zweiten Seite&#8220;. Und ich wiederhole: Es handelt sich dabei um entpersonalisierte &#8222;Sinnskelette&#8220;, die fiktiven, zuf\u00e4lligerweise nicht sehr sympathischen Personen in den Mund gelegt und dort pointiert wurden. So. Und hier ist sie endlich: die Fortsetzung von Seite 1 &#8212;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4nner, deren H\u00e4lse von korrekt geknoteten Krawatten stranguliert wurden, versetzten Ralf D\u00f6rke in eine gelinde Panik. In seiner Vorstellung sah er die mit Sauerstoff dramatisch unterversorgten Gehirne der Schlipstr\u00e4ger als fast unbewohnbares Terrain der Gedanken, kleine niedliche Figuren mit blauangelaufenen K\u00f6pfen, die verzweifelt nach Luft schnappten und kurz vor ihrem Tod in die gn\u00e4digen Armen der Ohnmacht sanken.<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00f6rke fand diese Vorstellung, Gedanken seien M\u00e4nnchen, nicht weiter merkw\u00fcrdig; unterlie\u00df es jedoch, anderen davon zu erz\u00e4hlen. Er schloss die Augen und konzentrierte sich. Sein Gegen\u00fcber schnaufte nerv\u00f6s, was nicht allein der Krawatte anzulasten war, und diese Nervosit\u00e4t beruhigte D\u00f6rke, der nun die Augen \u00f6ffnete und mit gelassener Stimme zu sprechen begann.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ich lese Ihnen jetzt einen Text vor, Herr Neuenberg. Nach manchen S\u00e4tze stelle ich Ihnen Fragen, und Sie antworten mir bitte frei heraus. Wenn ich dann den Text zu Ende gelesen habe, erz\u00e4hlen Sie mir, was Sie davon halten. Sind Sie bereit, Herr Neuenberg?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gefragte nickte stumm und schickte zur Bekr\u00e4ftigung ein Brummen hinterher. D\u00f6rke r\u00e4usperte sich dezent, nahm das Blatt Papier, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag, in die Hand und las:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Schon in der Schule hatte er sich nicht f\u00fcr Biologie interessiert, und so schaute er auf die Leiche seines Vaters wie auf jede andere.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Kurze Pause und leicht den Kopf heben. Neuenberg gab den Nachdenklichen, eine Rolle, f\u00fcr die ihn jede Provinzb\u00fchne geschasst h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wie verstehen Sie diesen Satz, Herr Neuenberg?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gefragte l\u00e4chelte unsicher.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Nun ja. Ich meine: Woran ist er denn gestorben, der Vater?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Ralf D\u00f6rke seufzte still in sich hinein. Das war vertane Zeit, und er hatte es von Anfang an gewusst. Noch einmal blickte er schaudernd auf das Schlachtfeld in seiner Phantasie, dessen Boden \u00fcbers\u00e4t war mit den Leichen der Gedanken, denen man selbst im Gehirn eines Magnus Neuenberg, 52, h\u00f6herer Angestellter, Import\/Export, ein besseres und l\u00e4ngeres Leben geg\u00f6nnt h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau 642 Mal schon hatte er diesen Satz vorgelesen und seine Gegen\u00fcber darum gebeten, ihn zu interpretieren. Nur die wenigsten hatten lakonisch die Schultern gehoben und fallen lassen, ihre Antwort mit \u201ealso\u201c oder \u201ena klar\u201c eingeleitet und dann kurz erkl\u00e4rt, der Satz besage eben lediglich, dass dieser \u201eEr\u201c keine Verbindung zu seinem biologischen Urheber gehabt habe und nun, an seiner Leiche stehend, zu keinen Emotionen f\u00e4hig sei. Manche fanden es gewagt, auch irritierend, dass die Qualit\u00e4t dieses sehr intimen Verh\u00e4ltnisses zwischen Vater und Sohn mit des letzteren schulischer Abneigung in Verbindung gebracht wurde. Andere sahen genau darin die St\u00e4rke des Satzes.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zweite Gruppe, die D\u00f6rke die \u201eKlugschei\u00dfer\u201c nannte, zweifelte an der Logik des Satzes. Nur wer sich f\u00fcr Biologie interessiere, betrachte doch gerade eine Leiche wie jede andere, weil nicht der erbtechnische Zusammenhang im Vordergrund stehe, sondern das Interesse an der Leiche an sich, die man kalten Blutes begutachte. Und \u00fcberhaupt: Wolle er, D\u00f6rke, etwa behaupten, ein Vater-Sohn-Verh\u00e4ltnis lie\u00dfe sich auf seine biologische Komponente reduzieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen davon, dass D\u00f6rke nicht der Autor des Textes war, den er zu Beginn eines jeden Gespr\u00e4chs mit Bewerbern vorzulesen hatte, st\u00f6rte ihn an solchen Verdikten die Endg\u00fcltigkeit, mit der sie formuliert wurden. Auch mit den Klugschei\u00dfern w\u00fcrde es nichts werden, das wusste er in diesem Moment, da sie ihm triumphierend und anklagend, auch reichlich dreist ins Gesicht blickten und darauf warteten, er m\u00f6ge mit der Lesung fortfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gelegentlich kam es zu unerwarteten Gef\u00fchlsausbr\u00fcchen. Gestandene M\u00e4nner erinnerten sich an ihre eigene Schulzeit, daran, wie auch sie Biologie, ja, dar\u00fcber hinaus Physik, Chemie und Erdkunde nicht gemocht h\u00e4tten, jetzt aber, genau jetzt, wo man sich so gegen\u00fcbersitze, wohlbestallte Biochemiker w\u00e4ren, ein ungeliebter Beruf, und eigentlich sei nur die Frau daran schuld, die Frau mit ihrer Sucht nach Materiellem, ja, \u00fcberhaupt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz ganz selten nur kam eine Antwort, bei der es D\u00f6rke warm ums Herz wurde. \u201eSch\u00f6ner Satz. Mal warten, wie es weitergeht.\u201c So etwas zum Beispiel. Auch: \u201eGewagter Zusammenhang. Au\u00dferdem liebe ich Krimis, die schon gleich mit einer Leiche beginnen.\u201c Gut. Daraus konnte etwas werden, und gef\u00e4llig betrachtete D\u00f6rke seine Probanden und stellte fest, dass sie keine Schlipse trugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sich von der Betrachtung der Neuenberg&#8217;schen Physiognomie l\u00f6send, fuhr D\u00f6rke nun mit seiner Lesung fort.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eEine subtile Rache f\u00fcr all die Sonntagnachmittage der Jugend, an denen der Vater seinen speckigen Geldbeutel hervorgekramt hatte, um dem Sohn die kupfernen Brosamen in die bittende Hohlhand zu z\u00e4hlen, dabei sich seiner Allmacht als H\u00fcter des Schatzes wohlbewusst.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Er machte wieder eine kleine Pause, doch noch bevor er seine Frage stellte, st\u00f6hnte Neuenberg h\u00f6chst unlustig: \u201eDie Kinder heutzutage bekommen viel zu viel Taschengeld. Ich meine &#8211; sie sollen ja das Haushalten lernen &#8211; aber man lernt immer am Besten dann, wenn Mangel herrscht. Denken Sie nur an die Nachkriegszeit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00f6rke nickte resigniert. Er erh\u00f6hte das Lesetempo, stellte keine Zwischenfragen mehr und schloss mit der sehr halbherzigen Aufforderung:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd was sagen Sie zu diesem Text?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Qu\u00e4lend lange \u00fcberlegte Neuenberg, bis er sich schlie\u00dflich in vorschriftsm\u00e4\u00dfige Sitzhaltung brachte, ein souver\u00e4nes L\u00e4cheln versuchte und antwortete:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas Sie wollen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas ich will?\u201c, fragte D\u00f6rke, etwas verwirrt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNat\u00fcrlich. Meinen Sie etwa, ich w\u00fcsste nicht, dass das alles nur Humbug ist, was Sie da machen? Sie wollen mich f\u00fcr eine Literatursendung im Fernsehen casten. Wunderbar. Ich soll den im Publikum spielen, der eine Zwischenfrage stellt. Bittesch\u00f6n! Ich sehe seri\u00f6s aus! Als w\u00fcrde ich jeden Tag ein ganzes Buch lesen. Ich kann mich ausdr\u00fccken. Ich kann die Frage, die Sie mir geben, auswendig lernen. Was meinen Sie denn, was ich so alles im Kopf haben muss? In der Import \/ Export &#8211; Branche, mein Lieber!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNun, nun\u201c, stotterte D\u00f6rke, \u201edas ist eine hochinteressante Reaktion. Ich werde Sie vormerken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Neuenberg lehnte sich l\u00e4chelnd zur\u00fcck und zwang seinen Drehstuhl zu einem h\u00e4sslichen Ger\u00e4usch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist nicht mein erstes Casting\u201c, erkl\u00e4rte Neuenberg. \u201eIch wei\u00df genau, dass es nur auf den Eindruck ankommt, aber nicht auf den Inhalt. Ist doch eh alles abgesprochen. Nicht wahr? Das sehe ich doch richtig?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und fuhr, ohne eine Antwort zu erwarten, fort: \u201eSp\u00e4testens bei dieser P\u00e4derastenstelle war mir die Sache klar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWelche &#8211; P\u00e4dera&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNa, k\u00f6nnen Sie noch mal vorlesen? Wo er sich von dem Jungen einen runterholen l\u00e4sst. Nachdem er zuerst zu dieser Nutte gegangen war, die ihn abagezockt hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00f6rke hob das Blatt abermals vom Tisch. Ihm war schlecht. Furchtbar schlecht, und zum Weinen war ihm au\u00dferdem. Er w\u00fcrde sich kein Brot machen, und der Fernseher bliebe auch ausgeschaltet. Stockend und mit viel zu hoher Stimme las er:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eEin j\u00e4mmerlicher Orgasmus, wie von der Hand eines angstvollen Kindes gemacht, das damit rechnet, jeden Moment \u00f6ffne sich die T\u00fcr und die Katastrophe strecke in Gestalt des Vaters ihren Kopf ins Zimmer. Er legte die vier Scheine auf die Bettkante und verschwand.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>\u201eMit dem Vater komme ich in dieser Szene nicht ganz klar. Der ist doch tot, oder? Und er gibt dem Jungen also auch vier Scheine? Wie der Nutte?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Neuenberg wog bedenklich sein br\u00fctendes Haupt, sch\u00fcttelte es schlie\u00dflich, so dass die Leichen seiner Gedanken aus ihrer Totenruhe gerissen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKomischer Text. Aber is&#8216; ja nicht so wichtig. Sie wollten nur mal sehen, ob ich da nicht durchdrehe, wenn ich was von moderner Literatur h\u00f6re, die kein Mensch versteht. Test bestanden, Herr &#8230;\u00e4h&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00f6rke hatte begonnen, seine Unterlagen in die Aktentasche zu packen. Er musste hier raus. Es wurde \u00fcberhaupt immer schlimmer, von Tag zu Tag, von Gespr\u00e4ch zu Gespr\u00e4ch. Er war nicht f\u00fcr den Au\u00dfendienst geschaffen, und die Erinnerung an den Morgen, als er sein B\u00fcro betreten hatte, um einige Tests der Vorwoche auszuwerten, lie\u00df ihn wehm\u00fctig werden, wehm\u00fctig und zornig.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein B\u00fcro lag im 3. Stock eines unscheinbaren Hauses und geh\u00f6rte zu einem Unternehmen, dessen Firmenschild das dritte von unten beziehungsweise das 2. von oben rechts neben der Eingangst\u00fcr war. Da jede Firma eine ganze Etage gemietet hatte und insgesamt vier Firmen in dem Haus untergebracht waren, besa\u00df das Haus somit vier Stockwerke. Das stimmte. Nur gab es leider die drei anderen Firmen nicht, und auch der Gesch\u00e4ftszweck des einzigen real existierenden Unternehmens war ein g\u00e4nzlich anderer als auf dem Firmenschild ausgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<p>So. Und wie geht&#8217;s weiter? Welchen Gesch\u00e4ftszweck hat diese Firma? \u00dcberlegt es euch und postet, wenn ihr wollt,&nbsp;<a href=\"mailto:dpr@hinternet.de?subject=reingelegt\">hier<\/a>. Wer der richtigen L\u00f6sung am n\u00e4chsten kommt, kriegt ein Gratisbuch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sind es ja die Sch\u00fcler, die mit ihren Lehrern Schabernack treiben, aber die Crime School ist eben eine besondere Lehranstalt, und deshalb darf hier auch mal der Pauker seine Schutzbefohlenen hinter&#8217;s Licht f\u00fchren. Mit lobenswerten p\u00e4dagogischen Hintergedanken, versteht sich. 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