{"id":12242,"date":"1997-12-08T11:12:00","date_gmt":"1997-12-08T10:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=12242"},"modified":"2022-06-14T23:34:01","modified_gmt":"2022-06-14T21:34:01","slug":"ilja-trojanow-autopol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/12\/ilja-trojanow-autopol\/","title":{"rendered":"Ilja Trojanow: Autopol"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><a href=\"https:\/\/bilder.buecher.de\/produkte\/07\/07037\/07037082n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bilder.buecher.de\/produkte\/07\/07037\/07037082n.jpg\" alt=\"Spindler, Rudolf;\/Trojanow, Ilija: Autopol\" width=\"175\" height=\"272\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Prosa und Lyrik im Internet, die sogenannte Web- Literatur, ist Neuland. F\u00fcr Leser und Schriftsteller. Dem vertrauten Buch weicht das Springen zwischen den Texten per &#8222;Hyperlink&#8220;, oftmals schreiben Dutzende Autoren gleichzeitig an einer Geschichte. Die Redaktion des ZDF-Kulturmagazins Aspekte betreut seit l\u00e4ngerem das Internet-Projekt &#8222;Novel in Progress&#8220; &#8211; Literatur, die im Internet entsteht. Das erste Ergebnis liegt jetzt als Buch vor: Der Science-fiction-Roman &#8222;Autopol&#8220; von Ilja Trojanow und Rudolf Spindler.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Thematik des Romans ist ebenso realistisch wie spannend: &#8222;Autopol&#8220; ist ein geschlossenes Autobahnnetz, das sich im Besitz des Gro\u00dfkonzerns TETA befindet. Auf ihm werden Schwerverbrecher, Giftm\u00fcll und sonstiger &#8222;Ballast&#8220; der Gesellschaft verschickt. Sie zirkulieren zwischen den Sammelstationen, bewegen sich im Schneckentempo durch ganz Europa. Das Interesse der Gesellschaft an Autopol ist erloschen, es weicht der Zufriedenheit, Probleme gel\u00f6st und im wahrsten Sinne des Wortes &#8222;abgeschoben&#8220; zu haben. Widerstand bl\u00fcht allenfalls im kleinen Ma\u00dfstab im Untergrund.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Einer der Gegner der Gro\u00dfkonzerne ist Sten Rasin. Er landet wegen widerholten Widerstands gegen die Staatsgewalt im Autopol, als politischer Gefangener. Nach kurzer Zeit zettelt er einen Aufstand an, der den Gro\u00dfkonzern TETA herausfordert. Unter den Geiseln, die Rasin nimmt, befindet sich ein Journalist, der per Handy den Kontakt zu seiner Zeitung und damit der \u00d6ffentlichkeit h\u00e4lt. Aus dem lokalen Aufstand scheint ein Aufbegehren zu werden, das sich der Kontrolle der Multis entzieht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Roman ist flott geschrieben, l\u00e4\u00dft sich an einem Abend lesen. Das Besondere sind die f\u00fcnf unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Geschichte erz\u00e4hlt wird. Sie ist in 74 kurze Kapitel eingeteilt, so da\u00df fragmentarisch ein Bild der d\u00fcsteren Trojanowschen Welt entsteht. Ein \u00fcberaus wichtiges Buch, das gl\u00e4nzend ausgearbeitet wurde. Zudem ist &#8222;Autopol&#8220; gelungener Versuch, die noch junge Gattung Web-Literatur in Buchform zu pr\u00e4sentieren. Ein Blick auf die Webadresse des ZDFs lohnt: Dort ist &#8222;Marietta&#8220;, eine neue Novel-in-Progress im Gang.<\/p>\n\n\n\n<p>\u21d2 <a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/12\/interview-ilja-trojanow\/\" data-type=\"post\" data-id=\"3781\">Hinternet-Interview mit Ilja Trojanow zu &#8222;Autopol&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prosa und Lyrik im Internet, die sogenannte Web- Literatur, ist Neuland. F\u00fcr Leser und Schriftsteller. Dem vertrauten Buch weicht das Springen zwischen den Texten per &#8222;Hyperlink&#8220;, oftmals schreiben Dutzende Autoren gleichzeitig an einer Geschichte. 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