{"id":13273,"date":"2003-05-17T11:11:00","date_gmt":"2003-05-17T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=13273"},"modified":"2022-07-30T17:50:55","modified_gmt":"2022-07-30T15:50:55","slug":"live-paul-mccartney","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2003\/05\/live-paul-mccartney\/","title":{"rendered":"Live: Paul McCartney"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00fcnchen, K\u00f6nigsplatz. 17.5.2003<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Konzert kann ich am einfachsten beschreiben im Vergleich mit dem <a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2002\/01\/brian-wilson-live\/\" data-type=\"post\" data-id=\"13274\">Brian Wilson-Konzert<\/a> vor 16 Monaten in Hamburg. Das Beach Boys-Genie hat damals nur ein wenig Keyboard gespielt (obwohl er fast immer sa\u00df) und hat eher durch seine Pers\u00f6nlichkeit und seine Emotionen \u00fcberzeugt als durch seine Stimme. Ein wundersch\u00f6nes Konzert in dem Wilson sich allerdings v\u00f6llig auf seiner Band verlassen musste.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>McCartney wechselte m\u00fchelos zwischen Bassgitarre, E-Gitarre, A-Gitarre, Ukulele, Klavier und E-Piano, sah nach 150 Minuten und 36 Liedern kein bisschen m\u00fcde aus, und sang &#8211; mit einer Ausnahme &#8211; so sch\u00f6n und stark wie vor 38 Jahren (nur die h\u00f6chsten T\u00f6ne von &#8222;We Can Work It Out&#8220; &#8211; &#8222;&#8230;I have always thought that it&#8217;s a cri-i-i-i-ime&#8230;&#8220; &#8211; brachten ihn an seine Grenzen). Und er ist am st\u00e4rksten allein. Seine Bandmitglieder &#8211; die Gitarristen Rusty Anderson und Brian McRay, Schlagzeuger Abe Laboriel Jr. und Langzeit-Keyboarder Wix Wickens, alle ausser Wickens U.S.-Amerikaner &#8211; spielen geschmacksvoll und zur\u00fcckhaltend wenn es angesagt ist (d.h. vor allem bei den Beatles-Nummern), laut und wild wenn es m\u00f6glich ist (z.B. bei den Wings-Hits &#8222;Live and Let Die&#8220; und &#8222;Jet&#8220;) und singen die Harmonien wie Engel. Trotzdem war das Konzert am beeindruckendsten, wenn McCartney allein auf der B\u00fchne stand, die Geschichten hinter &#8222;Blackbird&#8220; oder &#8222;Here Today&#8220; erz\u00e4hlte und perfekte Versionen ablieferte. Als er die Ukulele in der Hand nahm und &#8222;Something&#8220; spielte &#8211; was ich als George-Fan einen passenden und bewegenden Tribut fand &#8211; war es mir sofort klar, dass ich nie wieder einen Mann 15.000 Menschen mit nur einer Ukulele unterhalten sehen werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Set hatte gegen\u00fcber dem Live-Album &#8222;Back in the World&#8220; drei \u00c4nderungen: &#8222;Two Of Us&#8220;, &#8222;I&#8217;ve Just Seen a Face&#8220; and &#8222;Birthday&#8220; &#8211; alle Highlights &#8211; gespielt; &#8222;Coming Up&#8220;, &#8222;Driving Rain&#8220; und &#8222;Mother Nature&#8217;s Son&#8220; nicht gespielt. Dass es sich um ein Open-Air-Konzert mitten in der Stadt handelte, hatte sowohl Vorteile als auch Nachteile. Einerseits hat es w\u00e4hrend des Konzerts stark geregnet; andererseits konnte man an dem Nachmittag den Soundcheck mit einigen exklusiven Lieder h\u00f6ren (u.a. &#8222;All Things Must Pass&#8220;, das Paul auch bei dem &#8222;Concert For George&#8220; in London spielte). Und das war ja das Sauwetter wert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen, K\u00f6nigsplatz. 17.5.2003 Das Konzert kann ich am einfachsten beschreiben im Vergleich mit dem Brian Wilson-Konzert vor 16 Monaten in Hamburg. Das Beach Boys-Genie hat damals nur ein wenig Keyboard gespielt (obwohl er fast immer sa\u00df) und hat eher durch seine Pers\u00f6nlichkeit und seine Emotionen \u00fcberzeugt als durch seine Stimme. 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