{"id":13331,"date":"2001-02-12T04:11:55","date_gmt":"2001-02-12T03:11:55","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=13331"},"modified":"2022-05-26T00:41:59","modified_gmt":"2022-05-25T22:41:59","slug":"sonny_vincent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/02\/sonny_vincent\/","title":{"rendered":"Live: Sonny Vincent"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><strong>Saarbr\u00fccken\/Hellmut , 12.2.2001<br \/>Trier\/Ex-Haus, 15.2.2001<br \/>Backnang\/JUZ, 23.2.2001<\/strong><\/pre>\n\n\n\n<p>Wie man wahrscheinlich schon an der Zahl der Konzerte erahnen kann, wird hier von Objektivit\u00e4t (wenn es \u00fcberhaupt so was gibt) nicht die Rede sein. Den Sonny kenne ich ein bisschen aus gemeinsamen Tagen in Minneapolis und ich bin immer noch ein \u00fcberzeugter Fan. Mit zahllosen Bands ist er schon 25 Jahre lang dabei, Punkrock-Krach (fr\u00fcher mit New-Wave-Pop Lieder gemischt) zu machen, und er ist sich die ganze Zeit treu geblieben.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Also keiner beschw\u00f6rt die alten Punk-Klischees &#8211; man muss sein Ding durchsetzen, ohne Kompromisse, fuck everyone else, u.s.w. &#8211; so gut herauf wie Herr Vincent. Sein Effektivit\u00e4t h\u00e4ngt aber immer davon ab, wen er \u00fcberreden kann, mit ihm auf Tournee bzw. ins Studio zu gehen. Ins Studio ist eigentlich weniger das Problem, denn in den letzten Jahren haben sich namhafte G\u00e4ste wie die Asheton-Br\u00fcder, Wayne Kramer und Captain Sensible die Zeit genommen, um Sonny zu helfen, erstklassige Platten aufzunehmen (Wer sich f\u00fcr Punkrock interessiert, soll mit dem 1998er Album &#8222;Parallax in Wonderland, auf Munster Records aus Spanien, anfangen).<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der B\u00fchne aber spielt man besser mit einer Band, die sich schon auskennt und zusammen Erfahrung gesammelt hat. Und das war das Erfolgsrezept von Sonnys gerade beendeter Marathon-Europatournee: als Begleitband dienten ihm die Safety Pins aus dem spanischen Baskenland, eine Band, die schon 3,4 messerscharfe, wenn auch sehr schr\u00e4ge, Punk-Platten hinter sich hat und die auch ohne ihren Kopf &#8222;Biffs&#8220;, der wegen pers\u00f6nlicher Probleme fr\u00fchzeitig nach Hause musste, m\u00e4chtig Ges\u00e4\u00df treten kann, weil Bassist &#8222;Martini&#8220; und Schlagzeuger &#8222;Guanche&#8220; wie besessen spielten. Endlich Leute, die der Energie und der Selbstvergessenheit von Sonnys Gitarrenspiel in nichts nachstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonny selbst hat sicherlich geahnt, dass es eine besondere Kombination war, denn er war bei allen drei Konzerten besonders gut drauf. In Saarbr\u00fccken bekam man eher das &#8222;straighte&#8220; Programme &#8211; Kein Glitter-Makeup, korrekter Sound, (relativ) n\u00fcchtern.<\/p>\n\n\n\n<p>In Trier herrschte dank einer hoffnungslos \u00fcberforderten Proberaumgesangsanlage ein wunderbares Chaos-Gef\u00fchl, wobei Sonny entschied, das Problem zu l\u00f6sen, indem er einfach lauter schrie. Das aber trug dazu bei, dass er auch acht Tage sp\u00e4ter in Backnang noch ziemlich heiser war und einen etwas k\u00fcrzeren Set spielte. Aber egal, an allen drei Abenden h\u00f6rten sich alte Klassiker wie &#8222;Bad Attitude&#8220; und &#8222;Phantom&#8220; besser an als je zuvor an, und auch neue Lieder wie &#8222;Power Ride&#8220; und &#8222;Bringin&#8216; the Psycho Back Home&#8220; haben bewiesen, dass Sonny bis zur Rente einer der Punkrock-K\u00f6nige bleiben wird.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Saarbr\u00fccken\/Hellmut , 12.2.2001Trier\/Ex-Haus, 15.2.2001Backnang\/JUZ, 23.2.2001 Wie man wahrscheinlich schon an der Zahl der Konzerte erahnen kann, wird hier von Objektivit\u00e4t (wenn es \u00fcberhaupt so was gibt) nicht die Rede sein. Den Sonny kenne ich ein bisschen aus gemeinsamen Tagen in Minneapolis und ich bin immer noch ein \u00fcberzeugter Fan. 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