{"id":14975,"date":"1996-10-03T11:11:00","date_gmt":"1996-10-03T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=14975"},"modified":"2022-06-03T01:37:15","modified_gmt":"2022-06-02T23:37:15","slug":"alasdair-gray-kleine-disteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1996\/10\/alasdair-gray-kleine-disteln\/","title":{"rendered":"Alasdair Gray &#8211; Kleine Disteln"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Alasdair-Gray-Kleine-Disteln.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Alasdair-Gray-Kleine-Disteln.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14976\" width=\"175\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Alasdair-Gray-Kleine-Disteln.jpg 182w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Alasdair-Gray-Kleine-Disteln-99x150.jpg 99w\" sizes=\"(max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Gray ist Schotte, mit Leib und Seele. Seine Romane und Geschichten berichten immer von seiner Heimat oder den eigent\u00fcmlichen Schicksalen, die seine Landsleute erfahren. Dabei ist er alles andere als ein folkloristischer Wald-und-Wiesen-Autor. Was ihn auszeichnet ist die bl\u00fchende, \u00fcbersprudelnde und zuweilen auch obsz\u00f6ne Phantasie, die in seine B\u00fccher einflie\u00dft. Obwohl er in seiner Heimat bereits seit Jahren den Durchbruch geschafft hat und von der Kritik gebauchpinselt wird, gelingt es ihm in Deutschland erst langsam, sich einen Namen zu machen. Er geh\u00f6rt halt nicht zu den Leuten, die in der SpiegelBestsellerliste oder in Ranickis Literarischer Vierteilung gefeatured werden. Und das, obwohl seine B\u00fccher bereits seit Jahren ins Deutsche \u00fcbersetzt und von einem wachsenden Leserkreis gekauft werden. Grays Status ist der eines offiziellen Geheimtips.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>&#8222;Knappe Geschichten&#8220;, so lautet der lapidare Untertitel von KLEINE DISTELN, das in der Reihe &#8222;Text und Portrait&#8220; im Aufbau-Verlag erschienen ist. Und es scheint so, als w\u00e4ren seine Geschichten weniger skandaltr\u00e4chtig als es sein Roman &#8222;Janine 1982&#8220; gewesen war, der wegen der beschriebenen sexuellen Ausschweifungen f\u00fcr Wirbel gesorgt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesmal geht es ruhiger zu, nicht jedoch langweiliger. Die Geschichten, die in diesem Band versammelt sind, lassen sich schlecht \u00fcber einen Kamm scheren. Die erste ist ein Bericht, den er f\u00fcr den Stiftungsrat der Bellahouston-Stiftung verfassen mu\u00dfte, um Rechenschaft abzulegen, was er w\u00e4hrend seines Reisestipendiums gemacht hat. Es ist wundersch\u00f6n zu lesen, mitzuerleben, wie Gray seine Reise angetreten hat und bereits nach einigen Kilometern von Heimweh nach seinem geliebten Glasgow geplagt wurde und sich trotzdem tapfer bis nach Gibraltar durchgeschlagen hat. Ja, die Arglosen im Ausland. <\/p>\n\n\n\n<p>In weiteren Stories berichtet er von seinen kauzigen und skurrilen Landsleuten, von erschlagenen Katzen, der Sozialistischen Republik Schottland und ewigen N\u00f6rglern. Sein Meisterst\u00fcck in diesem Band ist jedoch die Vollendung eines Textfragments von Robert Louis Stevenson, dem Autor der Schatzinsel, wobei er sich allerdings herausnimmt immer mehrere Handlungsm\u00f6glichkeiten durchzuspielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schade ist eigentlich nur, da\u00df es diesmal keine Illustrationen von Gray zu seinen Geschichten gibt. Ein Trost ist da nur der Fototeil des Buches.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gray ist Schotte, mit Leib und Seele. 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