{"id":14990,"date":"1998-12-13T11:11:00","date_gmt":"1998-12-13T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=14990"},"modified":"2022-08-26T00:12:56","modified_gmt":"2022-08-25T22:12:56","slug":"interview-aeronauten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/12\/interview-aeronauten\/","title":{"rendered":"Interview: Aeronauten"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Intelligente Soulband?<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Als letztlich die Aeronauten, eine erkl\u00e4rte Lieblingsband von Hinter-Net! und Hinternet-Radio, in unserer Hometown aufspielten und sich trotzdem kein Mitarbeiter fand, der die Band interviewen wollte, zwangsverpflichtete die Chefredaktion kurzerhand die Jungs der Vorband&nbsp;<\/strong>Clipper<strong>&nbsp;(eine&nbsp;<\/strong><em>der<\/em><strong>&nbsp;saarl\u00e4ndischen Hoffnungen), das Gespr\u00e4ch mit den Aeronauten (hier vertreten durch Frontmann Olifr M. Guz und Bassist Hipp Mathis) zu suchen. Hier das Ergebnis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Mit eurer neuen Platte &#8222;Honolulu&#8220; seid ihr im Moment ja ziemlich stark in den Medien pr\u00e4sent. Habt ihr dadurch irgendwelche Ver\u00e4nderungen im Vergleich zu fr\u00fcheren Tourneen festgestellt ?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Es kommen mehr Leute, und mehr Leute kennen die Platte schon. Das ist eigentlich erstaunlich, weil es bisher immer so war, da\u00df die Leute nur \u00e4ltere St\u00fccke gut fanden, wenn wir eine neue Platte herausgebracht haben. Da hat man dann die neuen Lieder gespielt, und alle dachten sich, &#8222;Ach, was ist das denn jetzt? Das mu\u00df wohl von der neuen Platte sein&#8220;. Aber jetzt kommt es schon ab und zu vor, da\u00df die Leute bei St\u00fccken von der neuen Platte mitsingen und \u00e4hnlicher Spa\u00df aufkommt wie bei \u00e4lteren Liedern. Und das find&#8216; ich eigentlich ziemlich klasse. Aber bei uns geht ja nie was schnell. Also es ist so: wir machen immer Statistiken, und als wir das letzte mal gespielt haben, da kamen so ca. 140 Leute, und jetzt haben wir es auf 220 im Schnitt gebracht. Das find&#8216; ich doch schon ganz o.k.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Wenn wir gerade beim Publikum sind. Wie sieht&#8217;s denn damit in der Schweiz aus? Und wie ist das denn in der Schweiz \u00fcberhaupt mit Bands und so? Gibt&#8217;s da &#8217;ne starke Szene?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;&#8218;Ne Szene gibt&#8217;s schon, aber die ist nicht stark. Ich glaub&#8216; es l\u00e4uft dort viel mehr \u00fcber Radio und Fernsehen. Wenn man da drin ist, dann geigt das schon. Aber andersrum denk ich mir, da\u00df hier in Deutschland viel mehr \u00fcber Fanzines und Mundpropaganda l\u00e4uft. Das fehlt eigentlich in der Schweiz. Wenn du dort in der Zeitung drin bist oder im Radio l\u00e4ufst, dann ist die Bude voll. Sobald das nicht mehr der Fall ist, ist nichts mehr los. Ich mein&#8216; es ist eigentlich schon viel los, aber ich denk&#8216; mir es ist vielleicht doch fast zuviel los da, so da\u00df eine gewisse Erm\u00fcdung Livemusik gegen\u00fcber festzustellen ist. Aber das ist eigentlich auch ganz o.k., weil es ja auch eigentlich immer wieder dasselbe ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Ich kann mir vorstellen, da\u00df es in der Schweiz leichter ist, bekannt zu werden, weil die Schweiz fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig nicht so gro\u00df ist, und weil weniger Konkurrenz da ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Nein, viel schwieriger! Bis zu einem gewissen Punkt ist es zwar leichter Konzerte zu kriegen, aber es ist in der Schweiz z.B. gang und g\u00e4be alles so ein bi\u00dfchen einzumitten. Mythen werden nicht unbedingt so gesch\u00fcrt wie in Deutschland, d.h. die Leute finden z.B. DJ Bobo schon ganz gut, aber gleichzeitig denken sie, da\u00df der halt auch nur ein Mensch ist, und da\u00df das jetzt gerade Zufall war, da\u00df der da in so &#8217;ne Marktl\u00fccke reingepa\u00dft hat. Da wird nicht so viel aufgepumpt, also da wird mehr auf Realismus gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Dieses &#8222;Startum&#8220; gibt&#8217;s dort wohl nicht so ?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Viel weniger. Es hat wohl auch zu wenig Leute, um das zu st\u00fctzen. Rein von der Bev\u00f6lkerung her sind&#8217;s halt wenig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Es ist wahrscheinlich auch so, da\u00df viele Leute sich mehr nach Amerika oder dem Ausland \u00fcberhaupt orientieren. Und, ja, wenn man&#8217;s da mal irgendwohin gebracht hat, eben Dj Bobo, Krokus, Yello, dann geht das auch zu Hause. Aber vorher ist immer so ein Mi\u00dftrauen da, so &#8222;na ja, die sind halt aus Burgdorf&#8220;, und die andern kommen aus Langenthal oder so, und dann denkt man sich, &#8222;na ja, das is&#8216; halt irgendso&#8217;n Kram&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Da f\u00e4llt mir ein, da\u00df eure neue Platte meiner Meinung nach, im positiven Sinne, professioneller und glatter produziert ist als &#8222;Jetzt Musik&#8220;, und damit auch radiokompatibler als eure bisherigen Aufnahmen ist. War das dann vielleicht eine bewu\u00dfte Entscheidung so &#8217;ne Produktion zu machen, um auch mal im Radio den Durchbruch zu schaffen?<br \/>(<em>Kurzes erstauntes Schweigen<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Es hat sicher damit zu tun, da\u00df wir in Hamburg aufgenommen und auch abgemischt haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;H\u00e4ngt das vielleicht auch damit zusammen, da\u00df Chris von Rautenkranz diesesmal Produzent war?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Hmh, also der hat halt auch schon eher Sachen in diese Richtung gemacht. Aber nein, &#8217;ne bewu\u00dfte Entscheidung war das auf keinen Fall. Das hat sich einfach so ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Das war unsere k\u00fcrzeste Produktion bis jetzt. Zwei Wochen, da war das Ding drin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Tja&#8230; (<em>Gel\u00e4chter<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Aber es ist auch das erste mal gewesen, da\u00df wir woanders aufgenommen haben als zu Hause.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Ihr lebt zwar in der Schweiz, aber f\u00fchlt ihr euch dennoch zur Hamburger Szene zugeh\u00f6rig, oder ist das f\u00fcr euch einfach nur &#8217;ne M\u00f6glichkeit Platten zu ver\u00f6ffentlichen und &#8217;nen gr\u00f6\u00dferen Bekanntheitsgrad zu erreichen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Nee, also ich z\u00e4hl&#8216; mich nicht zur Hamburger Szene, obwohl das von au\u00dfen nat\u00fcrlich so aussieht. Und ich hab&#8216; auch kein Problem damit. Und wir kennen uns ja auch alle da, und wir sind ja auch alle o.k. Aber da ich die Musik ja selber mach&#8216;, brauch&#8216; ich mich sowieso nirgends einzuordnen. Das ist eh nicht mein Job, das mu\u00df jemand anderes machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Seht ihr euch in der Tradition von anderen Bands oder bestimmten Musikstilen in dem Sinne, da\u00df ihr ein bestimmtes Image aufbauen wollt, oder ist f\u00fcr euch nur der Spa\u00df an der Musik wichtig?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Ich habe mir selbst nie richtig Gedanken dar\u00fcber gemacht. Aber wenn ich mir das von au\u00dfen so ansehe &#8211; also wir haben nicht die neuesten Instrumente, oder wir haben nicht einen &#8218;Nightliner&#8216;, so &#8217;nen riesengro\u00dfen Bus, sondern wir haben &#8217;nen kleinen Bus&#8230;Also unsere Maxime ist eigentlich mit m\u00f6glichst wenig Aufwand m\u00f6glichst viel Ertrag einzuspielen (lacht).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Mich interessiert folgendes: ich hab in eurer Homepage etwas gelesen \u00fcber &#8217;ne schlechte Erfahrung bei eurer letzten Tour, wo jemand aus dem Publikum gesagt hatte, da\u00df dieses Rock-Ding irgendwie \u00fcberholt w\u00e4re. Was sagt ihr dazu und welches Verh\u00e4ltnis habt ihr zu Progressivit\u00e4t?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Ich bin total offen. Und das \u00f6ffnet sich bei uns im Moment sehr, was andere Musikstile angeht. Wenn wir in den \u00dcbungsraum gehen und einfach &#8217;ne Stunde losspielen, dann sind da ganz viele verschiedene Stile dabei. Im Moment geht es auch Richtung meditative Sachen, also Schlagzeug\/Bass-orientierte Sachen, weniger Gitarre, mehr Orgel, mehr Bl\u00e4ser, mehr Stimmung, mehr Musik als Text.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Mir f\u00e4llt auch auf, da\u00df viele verschiedene Musikstile auf euren beiden letzten Platten drauf sind, also mal Country, dann mal ruhigere Sachen, dann Rock im weitesten Sinne, oder auch mal Ska. Passiert das bewu\u00dft, mit dem Ziel sich nicht zu oft zu wiederholen und ein bi\u00dfchen Abwechslung reinzubringen, oder ist das eher Zufall?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Beides. Wir h\u00f6ren ja alle ganz verschiedene Musik, also jeder einzelne h\u00f6rt auch ganz verschiedene Musik, nicht nur jeder f\u00fcr sich. Und man probiert im \u00dcbungsraum aus, was geht. Ich mein&#8216; bunte Platten zu machen ist eigentlich schon ein Ziel. Es geht nicht darum, homogene Kl\u00f6tze zu produzieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;W\u00fcrdet ihr eure Musik als progressiv bezeichnen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Hmh&#8230;doch, ja (<em>\u00fcberlegt<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Inwiefern?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Inwiefern kann ich dir jetzt gerade nicht sagen. Aber ich kann dir nur sagen, da\u00df &#8218;Honululu&#8216; 1985 nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Wieso?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Weil man merkt, da\u00df das, was gespielt wird zwar im weitesten Sinne traditionell ist, aber ich glaub&#8216; auch wenn ich jetzt nichts damit zu tun h\u00e4tte, w\u00fcrde ich merken, da\u00df da irgendein gr\u00f6\u00dferer Hintergrund dahinter steht, als das, was jetzt gerade gespielt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Musik mit doppeltem Boden, oder wie?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Mit doppeltem Boden?&#8230;Also nicht in dem Sinn, da\u00df man unsicher ist, sondern in dem Sinn, da\u00df man einfach mehr wei\u00df und sich nicht vor Ecken scheut, also vor Bezeichnungen oder irgendso einem Schei\u00df. In den achtziger Jahren war es ja so: man hat irgendwie Punk gespielt, und dann war es super verboten Folk oder Jazz oder irgendso etwas noch \u00fcberhaupt von weitem im Auto zu h\u00f6ren. Es ist sch\u00f6n, da\u00df diese Zeiten vorbei sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Wie gro\u00df ist die Toleranz anderen Musikrichtungen gegen\u00fcber?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Solang es einem gef\u00e4llt. Musik geht ja irgendwo immer ins Herz. Und solang das passiert,&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;&#8230;kann gar nichts schiefgehen. Wenn einen das ber\u00fchrt, dann ist es o.k. Ob Easy Listening oder Hardcore, das ist mir inzwischen wirklich einfach egal. Das ist einfach nicht mehr wichtig. Es mu\u00df einen ansprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Also mehr Musik aus dem Bauch &#8218;raus. Bei uns ist es z.B. oft so, da\u00df wir mehr Musik aus dem Kopf machen, und das mit dem Bauch kommt immer erst sp\u00e4ter dazu.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Genau, bei euch z.B. passt die Musik oft sehr gut auf den Text. Und das ist es ja eben auch, da\u00df man Kopf und Bauch, oder wie man denn sagen will, zusammenspielen l\u00e4\u00dft. Der Bauch unterst\u00fctzt den Kopf, oder der Kopf unterst\u00fctzt den Bauch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;So ist es bei uns auch: das Lied entsteht im Kopf, und dann kommt irgendwann der Moment, in dem es rockt und dann tierisch viel Spa\u00df macht. Und dann ist das Lied f\u00fcr uns perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hipp:<\/strong>&nbsp;Ja, ich find&#8216; das genau richtig. Also wenn man nur aus dem Bauch spielt, dann kann das gerne in so ein Ges\u00fclze abdriften, und wenn es nur vom Kopf kommt, dann ist es vielleicht zu intellektuell. Ich find&#8216; beides sehr wichtig, und bei unseren Konzerten ist es eben auch meistens so, da\u00df es Party ist, aber ohne das Hirn abzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Ja, ich hab&#8216; schon oft das Gef\u00fchl, da\u00df wenn ich uns sehen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich mir denken, da\u00df ist &#8217;ne intelligente Soul-Band im weitesten Sinne.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Eine Frage zu euren Texten: Ist zuerst der Text da oder die Musik? Und haben die Texte immer einen realen Anla\u00df oder soll es manchmal einfach nur gut klingen? Ich denke z.B. an einen Text wie &#8218;Fr\u00fch\/Sp\u00e4t&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Klingt das so, als m\u00fc\u00dfte es einfach nur gut klingen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Ich finde, da\u00df das manchmal verdammt cool klingt, im positiven Sinne (<em>verlegenes Lachen<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Nee, also der Text hat schon realen Anla\u00df, aber ist nat\u00fcrlich \u00fcbersetzt, also es ist nicht genauso wie das dann gesungen ist. Aber der kommt aus &#8222;Echt&#8220;-Leben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Und sind die Texte zuerst da oder die Musik?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Es sind schon oft auch die Texte zuerst da, aber die Musik, die ich mir mal urspr\u00fcnglich so ausgedacht hatte, wird dann meistens in den M\u00fclleimer geschmissen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet:<\/strong>&nbsp;Abschlu\u00dffrage: Deutschsprachiger Rap ist ja massenkompatibel geworden. Glaubt ihr, da\u00df die deutschsprachige Rockmusik jenseits von Gr\u00f6nemeyer und Konsorten einen \u00e4hnlichen Durchbruch schaffen kann, oder hat sie ihren Zenith mit dem vor\u00fcbergehenden Aufkommen der Hamburger Schule \u00fcberschritten?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olifr:<\/strong>&nbsp;Ich denk&#8216; mir, es geht darum, da\u00df immer mehr Leute sich daran gew\u00f6hnen, da\u00df man deutsch singen kann, oder in der Sprache singen kann, in der man auch denkt. Vor 15 Jahren war das etwas total Abartiges, etwas Merkw\u00fcrdiges und so, weil die Leute damals mit Rolling Stones, mit Beatles, oder irgendsolchen Sachen aufgewachsen sind. Und je mehr Leute mit Sterne, Tocotronic, mit wei\u00df ich auch nicht was, was eben deutsch singt aufwachsen oder sich damit sozialisieren, desto normaler wird das werden. Und gute Musik bleibt immer gute Musik, und schlechte Musik bleibt auch immer schlechte Musik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Intelligente Soulband? 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