{"id":15008,"date":"2002-03-04T11:11:00","date_gmt":"2002-03-04T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=15008"},"modified":"2022-06-03T15:54:28","modified_gmt":"2022-06-03T13:54:28","slug":"fink-letzter-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2002\/03\/fink-letzter-september\/","title":{"rendered":"Fink &#8211; Letzter September"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Fink-Letzter-September.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Fink-Letzter-September.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15009\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Fink-Letzter-September.jpg 413w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Fink-Letzter-September-145x139.jpg 145w\" sizes=\"(max-width: 413px) 100vw, 413px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Letzten September war es, als Fink durch die Republik tourten. Und durch Orte, die &#8222;Rauchbar&#8220;, &#8222;Campustheater&#8220; oder &#8222;Caf\u00e9 Mokka&#8220; hei\u00dfen. Kleine S\u00e4le, die sich rocken lassen, ohne die Fink-eigene Poesie zu verlieren. Denn die ist es, die die Konzerte der vier Hamburger so herausragend macht. Auge in Auge mit den Fans erz\u00e4hlen sich die schr\u00e4gen Geschichten und launigen Liebesballaden halt am besten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Grimmig und nach scharfem Blick klingt\u00b4s, wenn sich Fink auf die B\u00fchne stellen. Rustikal und ein bisschen sperrig, aber auch bunt und facettenreich. Sch\u00f6nt\u00f6ner sind die Hamburger keine. Das Ohr der Fans soll nicht verw\u00f6hnt, sondern angeregt werden. Und so liefert die Band nicht nur ihren spr\u00f6den, rumpeligen Holz-Sound mit spitzen Gr\u00e4ten, sondern auch die schillernden Klangfarben der G\u00e4ste. Die Geige von Ecki Heins, die Orgel des Reverend Ch. D. und Trompete, Vibraphon und Percussions von Martin Wenk. Gemeinsam zaubern sie Atmosph\u00e4re und Bilder in den Raum.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Repertoire besteht aus Songs von allen bisher erschienenen Fink-Alben. Widmungen zwischen Liebe und Hass, Texte mit Haken und \u00d6sen und in den Alltag runtergezogene Western-Metaphern. Mit Liedern wie &#8222;Herz aus Holz&#8220; ging es Mitte der 90er los, mit &#8222;Fisch im Maul&#8220; (hier in einer seltsam trockenen Fassung ohne Twang) mu\u00dften sie sich schon gegen das Country-Etikett wehren, mit Songs wie &#8222;So fass ich\u00b4s an&#8220; erreichte ihre literarische Qualit\u00e4t einen neuen Zenith, und &#8222;Irgendwann Regen&#8220; f\u00fchrte zur\u00fcck zur neuen Klang-Bescheidenheit. Die Spannung auf &#8222;Letzter September&#8220; l\u00e4sst sich mit H\u00e4nden greifen. Nur der Sound bleibt unnat\u00fcrlich blass und d\u00fcrr, Nils Koppruch singt wie von fern durch eine Nebelwand. Wer die legend\u00e4ren Fink-Auftritte genie\u00dfen will, muss sich immer noch selber ins Konzert bewegen.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Fink<br \/>Letzter September<br \/>(Return to sender RTS 36)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzten September war es, als Fink durch die Republik tourten. Und durch Orte, die &#8222;Rauchbar&#8220;, &#8222;Campustheater&#8220; oder &#8222;Caf\u00e9 Mokka&#8220; hei\u00dfen. Kleine S\u00e4le, die sich rocken lassen, ohne die Fink-eigene Poesie zu verlieren. Denn die ist es, die die Konzerte der vier Hamburger so herausragend macht. 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