{"id":15011,"date":"2001-04-01T11:11:00","date_gmt":"2001-04-01T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=15011"},"modified":"2022-06-03T16:01:16","modified_gmt":"2022-06-03T14:01:16","slug":"fink-fink","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/04\/fink-fink\/","title":{"rendered":"Fink &#8211; Fink"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/fink-fink.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/fink-fink.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15012\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/fink-fink.jpg 355w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/fink-fink-145x145.jpg 145w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/fink-fink-60x60.jpg 60w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/fink-fink-120x120.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Lieder, so sch\u00f6n wie der Norden: das vierte Fink-Album ist eine Hommage ans nasse Element im allgemeinen und die Waterkant im besonderen. Selbst wenn das meiste metaphorisch zu verstehen ist, denn eigentlich geht\u00b4s ums Menschsein an sich, ums Geworfensein in die Fluten des Lebens, um die Ursuppe\u2026 Alles flie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>&#8222;Fink&#8220; ist als Konzeptalbum angelegt, verbindet das Psychodrama eines namenlosen Helden mit den unbeherrschbaren Kr\u00e4ften der See. Entsprechend rauh und d\u00fcster ist der Ton. Die Zeiten des &#8222;Country ohne Country&#8220; sind vorbei, zu komplex und zu spezifisch ist der Fink-Sound mittlerweile: ruppiger Roots-Rock, polternde Percussions und simple Melodien verschmelzen zu archaischer Poesie. Nach wie vor strahlen Chanson und Western als Einfl\u00fcsse ab, aber subtiler als auf fr\u00fcheren Fink-Werken.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Fink&#8220; ist zweifellos das atmosph\u00e4rischste Album der vier Hamburger, beg\u00fcnstigt durch zwei Faktoren. Zum einen pr\u00e4sentiert sich das Werk stilistisch auffallend einheitlich: flie\u00dfender, pulsierender Folk-Rock wird als Grundnenner nur in unterschiedlichen Gangarten variiert (Bottleneck-Psychedelia, Gebetsm\u00fchlen-Blues, Cajun, Walzer etc.). Zum anderen klingt der Fink-Sound so dicht wie selten zuvor. Manche Arrangements sind zu wahren &#8222;Walls of Sound&#8220; geraten &#8211; und zwar mit bemerkenswerter Beil\u00e4ufigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Nutzten Fink noch auf dem (brillanten) Vorg\u00e4ngeralbum &#8222;Mondscheiner&#8220; zum Beispiel die Orgel, um gleich exzessiv im Pl\u00fcsch zu baden, so navigieren sie jetzt souver\u00e4n und konzentriert durch die musikalischen Klippen, ein kleines Orchester im Schlepptau (Martin Wenk an Trompete und Vibraphon &#8211; zust\u00e4ndig sowohl f\u00fcr Tex-Mex- als auch Blue-Note-Flair, Ecki Heins an der Violine, Reverend Ch. D. an Harmonium und Orgel) und die Hand fest am Ruder &#8211; schlie\u00dflich ist &#8222;Fink&#8220; das erste selbstproduzierte Album der Hamburger! Die Stimmung erinnert stark ans Deb\u00fct &#8222;Vogelbeobachtung im Winter&#8220;: dunkel und rustikal eben &#8211; musikalisch aber kein Vergleich! Gegen\u00b4s vierte Opus wirkt der Einstand karg, fast unbeholfen. Der Kreis schlie\u00dft sich also nur scheinbar, in Wahrheit geht\u00b4s f\u00fcr Fink volle Kraft voraus. Nur eines, das \u00e4ndert sich wohl nie: immer wenn sich das Quartett in den Texten vers\u00f6hnlich, ja sogar zuversichtlich gibt, wird\u00b4s musikalisch so richtig melancholisch. Ihre Fans lieben das\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Fink<br \/>Fink<br \/>L'age d'or\/Zomba<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieder, so sch\u00f6n wie der Norden: das vierte Fink-Album ist eine Hommage ans nasse Element im allgemeinen und die Waterkant im besonderen. 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