{"id":15736,"date":"2005-06-14T08:23:58","date_gmt":"2005-06-14T08:23:58","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2005\/06\/__trashed-599\/"},"modified":"2022-06-14T23:53:48","modified_gmt":"2022-06-14T21:53:48","slug":"__trashed-599","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2005\/06\/__trashed-599\/","title":{"rendered":"Andernorts im Krimiland: \u00dcbersetzungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Ist das Zufall? Gestern wiesen \u2192<a href=\"http:\/\/www.alligatorpapiere.de\/aktuell.html\">\u201edie Alligatorpapiere\u201c<\/a> auf das Bedauern der amerikanischen Kolumnistin Sarah Weinman \u00fcber das Fehlen von \u00dcbersetzungen ausl\u00e4ndischer Kriminalromane hin. Sie beschlie\u00dft ihre Ausf\u00fchrungen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cI&#8217;ll just keep on sounding the same drum again: there are fabulous writers who aren&#8217;t known to the English speaking public and thanks to the effort of small presses like Arcadia and Bitter Lemon (as well as larger ones like Harvill Secker) they are getting attention and readership. May the pie grow and add more pieces for more authors.\u201d<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Letzten Sonntag vernahm man \u00c4hnliches von der Engl\u00e4nderin Louise France von \u201eGuardian Unlimited\u201c, die unter dem Titel \u2192<a href=\"http:\/\/books.guardian.co.uk\/departments\/crime\/story\/0,6000,1504372,00.html?gusrc=rss\">\u201cMurder They Wrote\u201d<\/a> u.a. schrieb:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eTraditionally, British readers have a horror of translated novels. Europeans have always bought up our crime writers, from PD James to Ian Rankin, but we&#8217;re a nation for whom the words &#8218;French exchange&#8216; still have the power to instil terror. Yet according to Maxim Jakubowski, owner of Murder One, the specialist crime bookshop on London&#8217;s Charing Cross Road, sales of translated European crime fiction have increased fivefold in the past four years.\u201d<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Beides, das Engagement amerikanischer Kleinverlage als auch das wachsende Interesse englischer Krimileser an nichtenglischer Lekt\u00fcre, sind sicherlich erfreulich und ermutigend. Vor \u00fcbertriebenem Optimismus sei jedoch gewarnt. So wie der Krimiliteratur ergeht es fast jedem ausl\u00e4ndischen Buch im englischsprachigen Raum: Wenn es nicht gerade ein internationaler Knaller wie Ecos \u201eName der Rose\u201c ist, widmen sich ihm fast ausschlie\u00dflich die Spezialisten und Liebhaber.<\/p>\n\n\n\n<p>Da haben wir es besser. Doch, ich meine das wirklich. Trotz der vielbeklagten Flut englischsprachiger Bestseller. Aber es werden zum Einen nicht nur englische Krimis \u00fcbersetzt, sondern auch isl\u00e4ndische, litauische, mexikanische, franz\u00f6sische etc., und zum andern erhalten wir auch das Beste aus amerikanischer, englischer Produktion (mit Ausnahmen).<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist es f\u00fcr deutsche Autoren \u00e4rgerlich, nicht gedruckt zu werden und mit ansehen zu m\u00fcssen, wie jeder Mist, so er nur englischsprachiger Provinienz ist, auf den W\u00fchltischen der Buchhandlungen feilgeboten wird. Das aber ist der Preis, den wir zahlen m\u00fcssen. Er h\u00e4ngt mit einer immer trivialer werdenden Verlagskultur zusammen, dem Diktat des Profits \u00fcber die Qualit\u00e4t. Nur \u2013 wo leben wir eigentlich? In einer kapitalischen Gesellschaft. Da nennt man so etwas ein folgerichtiges Ereignis. Ihm entgegentreten kann man nur mit Qualit\u00e4t und indem man die Hoffnung hochh\u00e4lt, dass sich die Leser an deutsche Qualit\u00e4t gew\u00f6hnen. Einige Autoren, die nicht dem Mainstream zuzurechnen sind (Haas, Ani etwa) schaffen es schon. Andere werden folgen. Und der Leser kann w\u00e4hlen: Aus der F\u00fclle internationaler und nationaler Krimiliteratur. Oder bin ich jetzt zu optimistisch?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist das Zufall? Gestern wiesen \u2192\u201edie Alligatorpapiere\u201c auf das Bedauern der amerikanischen Kolumnistin Sarah Weinman \u00fcber das Fehlen von \u00dcbersetzungen ausl\u00e4ndischer Kriminalromane hin. 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