{"id":16178,"date":"2003-11-08T14:40:21","date_gmt":"2003-11-08T14:40:21","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2003\/11\/olli-schulz-der-hund-marie-brichst-du-mir-das-herz-dann-brech-ich-dir-die-beine\/"},"modified":"2022-06-18T21:57:58","modified_gmt":"2022-06-18T19:57:58","slug":"olli-schulz-der-hund-marie-brichst-du-mir-das-herz-dann-brech-ich-dir-die-beine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2003\/11\/olli-schulz-der-hund-marie-brichst-du-mir-das-herz-dann-brech-ich-dir-die-beine\/","title":{"rendered":"Olli Schulz &#038; der Hund Marie: Brichst Du mir das Herz, dann brech&#8216; ich Dir die Beine!"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Brichst-Du-mir-das-Herz-dann-brech-ich-Dir-die-Beine.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Brichst-Du-mir-das-Herz-dann-brech-ich-Dir-die-Beine.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29477\" width=\"250\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Brichst-Du-mir-das-Herz-dann-brech-ich-Dir-die-Beine.jpg 500w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Brichst-Du-mir-das-Herz-dann-brech-ich-Dir-die-Beine-145x131.jpg 145w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das junge Hamburger GHVC-Label baut sein Repertoire langsam weiter aus. Neu im Stall ist Olli Schulz, der, anstatt immer nur die Verst\u00e4rker zu schleppen, jetzt selbst auf der B\u00fchne stehen will. Bei seinem Deb\u00fctalbum handelt es sich um solide produzierten Gitarren-Erz\u00e4hler-Pop mit vielen ruhigen Balladen. Es hinterl\u00e4sst den Eindruck von durchaus vorhandenem Singer-\/Songwriterpotential, welches aber noch reifen muss.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bei dieser Art von Musik sind zwei Dinge immer sehr wichtig: die Stimme und die Texte. Ob Ollis Stimme eine zum Verlieben ist, l\u00e4\u00dft sich nicht objektivieren. \u00dcber die Texte l\u00e4\u00dft sich schon eher etwas sagen. In einem der besseren Songs gibt es die sch\u00f6nen Textzeilen &#8222;Trotzdem gehen wir beide getrennt \/ und Bruce spielt wieder ohne E-Street Band&#8220;, die aber auch schon einen der wenigen lyrischen H\u00f6hepunkte darstellen. Manche der Texte haben nicht viel zu sagen; viele sind nicht rund, ohne sperrig zu sein; vieles dazu so angedeutet und verschl\u00fcsselt, dass man schnell wegh\u00f6rt. Es handelt sich um eine Gef\u00fchlsplatte ohne besonders viele intensive oder gar extreme Gef\u00fchle. Eher geht es um allt\u00e4gliche Probleme und Begegnungen, die auch eher allt\u00e4glich er\u00e4hlt werden. Dazu treten einige Comedy-Elemente, die unverbunden neben dem Rest des Albums stehen. Olli Schulz findet\/fand es affektiert, als Musiker zu viel Schmerz zu zeigen und mu\u00df so teilweise auf Meta-Ebenen-Witze ausweichen: Ein Hit \u00fcber die Produktion eines Hits; ein Song, der einen gut durch die Nacht bringen soll und in dem haupts\u00e4chlich genau davon gesungen wird; ein Mixtape-Song als Zaunpfahlwinkmaterial f\u00fcr Mixtapes.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Ende des Albums bekennt sich Olli Schulz dazu, sich &#8222;anders als der ganze Rest&#8220; zu f\u00fchlen und manchmal zu glauben, er lebe &#8222;nur aus Protest&#8220;. Dabei sieht er sich als letztes K\u00f6nigskind einer l\u00e4ngst vergangenen Zeit, der den Blues nicht neu erfunden hat, aber verdammt nah dran war\/ist. Hier spielt Selbstironie mit, leider zuwenig und offensichtlich wird: Olli Schulz f\u00fchlt sich manchmal vereinzelt, ist damit und ansonsten aber ziemlich normal. Ich bin gespannt, ob und welche Entwicklung es zum zweiten Album geben wird.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Olli Schulz &amp; der Hund Marie<br \/>Brichst Du mir das Herz, dann brech' ich Dir die Beine!<br \/>Grand Hotel Van Cleef 2003<br \/>V\u00d6: 3.11.2003<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das junge Hamburger GHVC-Label baut sein Repertoire langsam weiter aus. Neu im Stall ist Olli Schulz, der, anstatt immer nur die Verst\u00e4rker zu schleppen, jetzt selbst auf der B\u00fchne stehen will. Bei seinem Deb\u00fctalbum handelt es sich um solide produzierten Gitarren-Erz\u00e4hler-Pop mit vielen ruhigen Balladen. 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