{"id":16321,"date":"2011-07-19T09:54:42","date_gmt":"2011-07-19T09:54:42","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2011\/07\/robert-b-parker-truegerisches-bild\/"},"modified":"2022-06-17T17:50:17","modified_gmt":"2022-06-17T15:50:17","slug":"robert-b-parker-truegerisches-bild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2011\/07\/robert-b-parker-truegerisches-bild\/","title":{"rendered":"Robert B. Parker: Tr\u00fcgerisches Bild"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"184\" height=\"300\" class=\"mt-image-left\" style=\"float: left; margin: 0 20px 20px 0;\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2011\/cover\/parker_bild.jpg\" alt=\"parker_bild.jpg\"\/>Machen wir es kurz: Parker \u2013 Spenser &#8211; letztes Abenteuer &#8211; durchwinken und zur Lekt\u00fcre freigeben. Wie immer sch\u00f6n lakonische Dialoge, ein durchaus ernstes Thema, die bekannte und bew\u00e4hrte Dramaturgie aus Action und Reflexion. Etwas Wehmut: Neues wird von Parker nicht mehr kommen. Etwas Vorfreude: Pendragon wird hoffentlich die noch nicht ins Deutsche \u00fcbertragenen oder seit Jahren nicht mehr lieferbaren Spenserromane nach und nach pr\u00e4sentieren, sich vielleicht sogar den anderen Serien Parkers widmen. Ein wenig Bauchschmerzen: die Story.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die ist eigentlich schnell erz\u00e4hlt. Spenser erh\u00e4lt den Auftrag, den Unidozenten Ashton Prince bei einem brisanten Austausch gestohlenes Gem\u00e4lde gegen \u201eL\u00f6segeld\u201c zu besch\u00fctzen. Die Sache scheint reibungslos zu funktionieren, doch dann explodiert das P\u00e4ckchen mit dem Bild, der Dozent wird get\u00f6tet. Spenser, der sich Vorw\u00fcrfe macht, ermittelt und widmet sich vor allem dem beruflichen und privaten Umfeld des Opfers. Dort ist einiges mysteri\u00f6s. Irgendwann st\u00f6\u00dft Spenser auf die Herzberg-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, von den Nazis gestohlene Kunstwerke aufzust\u00f6bern und den j\u00fcdischen Besitzern zur\u00fcckzugeben. Auch das gestohlene Gem\u00e4lde \u2013 \u201eDame mit einem Finken\u201c von Frans Harmenszoon \u2013 z\u00e4hlt dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>So brisant das Thema auch ist \u2013 ein j\u00fcdisches Netzwerk mit hehrem Zweck wird in dubiose Gesch\u00e4fte verwickelt \u2013 und so elegant und ohne eine Spur von Peinlichkeit sich Parker aus der Aff\u00e4re zieht: Wirkliche Spannung wird nicht erzeugt. Allzu verworren die privaten F\u00e4den, zu reibungslos greift ein R\u00e4dchen ins andere, wirkliche \u00dcberraschungsmomente, Twists gar, finden sich nicht. Der Lesefreude mag das nicht einmal hinderlich sein, denn vor allem Spensers Gespr\u00e4che mit Freundin Susan entsch\u00e4digen f\u00fcr vieles. Dass in diesem Thema jedoch mehr steckt, als Parker letztlich aus ihm herausgeholt hat, sollte auch erw\u00e4hnt werden. Aber dann w\u00e4re es vielleicht kein Spenser-Krimi geworden&#8230; So sagen wir dem liebgewonnenen Freund einen letzten Gru\u00df. Und weil man einem Freund auch kleine Schw\u00e4chen nachsieht, kommt dieser Gru\u00df sogar von Herzen.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Robert B. Parker: Tr\u00fcgerisches Bild. <br \/>Pendragon 2011 <br \/>(Painted Ladies. 2010, deutsch von Frank B\u00f6hmert). <br \/>212 Seiten. 9,95 \u20ac<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Machen wir es kurz: Parker \u2013 Spenser &#8211; letztes Abenteuer &#8211; durchwinken und zur Lekt\u00fcre freigeben. Wie immer sch\u00f6n lakonische Dialoge, ein durchaus ernstes Thema, die bekannte und bew\u00e4hrte Dramaturgie aus Action und Reflexion. Etwas Wehmut: Neues wird von Parker nicht mehr kommen. 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