{"id":1635,"date":"2009-10-02T14:32:06","date_gmt":"2009-10-02T12:32:06","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=1635"},"modified":"2009-10-02T14:32:06","modified_gmt":"2009-10-02T12:32:06","slug":"arctic-monkeys-humbug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/10\/arctic-monkeys-humbug\/","title":{"rendered":"Arctic Monkeys: Humbug"},"content":{"rendered":"<p>Unsinnig oder t\u00f6richt klingt das dritte Album der Arctic Monkeys nicht. Dennoch tr\u00e4gt es den Titel &#8222;Humbug&#8220;. Anfang 2008 nahm das Quartett aus Sheffield die Arbeiten an diesem Album auf. Statt wie zuvor ein Studio in England aufzusuchen, jetteten sie \u00fcber den gro\u00dfen Teich und quartierten sich in der kalifornischen W\u00fcste ein. Genauer gesagt in dem Studio Rancho De La Luna in Joshua Tree. Das ist seit Jahren Spielwiese und zweite Heimat von Josh Homme, der fr\u00fcher bei den Stonerrock-Urgesteinen Kyuss Gitarre spielte und heute mit Queens Of The Stone Age und den Eagles Of Death Metal rockt.<\/p>\n<p><!--more-->Jenem Homme wurde die Ehre zuteil, &#8222;Humbug&#8220; zu produzieren. Dabei scheint er sich nicht nur auf das Verschieben von Reglern und das Drehen von Kn\u00f6pfen beschr\u00e4nkt zu haben. Der Einfluss seines Schaffens auf die j\u00fcngste Arbeit der Arctic Monkeys ist un\u00fcberh\u00f6rbar. Ein Beleg daf\u00fcr w\u00e4re der stark verzerrte Klang der E- und der Bass-Gitarre in &#8222;Dangerous Animals&#8220; und &#8222;Potion Approaching&#8220;. Dass die Arctic Monkeys sich mehr dem Rock zugewandt haben, ist ohne weiteres zu begr\u00fc\u00dfen. Schlie\u00dflich haben sie gerade eines ihrer besten Lieder ver\u00f6ffentlicht: die aktuelle Single &#8222;Crying Lightning&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Humbug&#8220; vereint den Post-Punk\/Indierock der Vorg\u00e4ngeralben &#8222;Whatever People Say I Am, That&#8217;s What I&#8217;m Not&#8220; (2006) und &#8222;Favourite Worst Nightmare&#8220; (2007) mit dem von der Band lieb gewonnenen hypnotischen, psychedelischen Rock. Trotz Neuausrichtung brechen sie aber nicht mit ihrer Vergangenheit. Zumal sie sich nicht nur austoben. Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sollte n\u00e4mlich erw\u00e4hnt werden, dass drei Songs in New York in Zusammenarbeit mit James Ford, dem Produzenten von Klaxons, Peaches und Florence And The Machine, entstanden sind. Dank Ford traten die Arctic Monkeys auch mal leise: &#8222;Secret Door&#8220; ist eine romantische Ballade, &#8222;Cornerstone&#8220; ein melancholisches Liebeslied.<\/p>\n<p>Im Fall der von Homme betreuten Songs schlagen die Briten seltener ruhige T\u00f6ne an: etwa in &#8222;Fire And The Thud&#8220;, &#8222;Dance Little Liar&#8220; und &#8222;The Jeweller&#8217;s Hands&#8220;. Aber am Ende eines jeden Songs geht es dann wieder zur Sache. Vielleicht ist das wiederum ein Indiz daf\u00fcr, dass auch Jimi Hendrix, Black Sabbath und Cream ihre Spuren auf dem Album hinterlassen haben. Die hatten die Arctic Monkeys laut S\u00e4nger und Gitarrist Alex Turner w\u00e4hrend des Entstehungsprozesses ausgiebig geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>(kfb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsinnig oder t\u00f6richt klingt das dritte Album der Arctic Monkeys nicht. Dennoch tr\u00e4gt es den Titel &#8222;Humbug&#8220;. Anfang 2008 nahm das Quartett aus Sheffield die Arbeiten an diesem Album auf. 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