{"id":16750,"date":"2006-05-18T04:18:36","date_gmt":"2006-05-18T02:18:36","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/05\/snow-patrol-eyes-open\/"},"modified":"2022-08-04T16:29:33","modified_gmt":"2022-08-04T14:29:33","slug":"snow-patrol-eyes-open","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/05\/snow-patrol-eyes-open\/","title":{"rendered":"Snow Patrol: Eyes Open"},"content":{"rendered":"\n<p>In Gro\u00dfbritannien braucht man niemandem, der behauptet, auch nur ansatzweise mit Indie(pop) sich auszukennen, zu erkl\u00e4ren, wer Snow Patrol sind. Dazu bedurfte es nicht erst der letztj\u00e4hrigen Support-Tournee f\u00fcr U2, welche quer durch Europa ging. Da gen\u00fcgte bereits das Major-Deb\u00fct &#8218;Final Straw&#8216;, das anno 2003 erstmals und 2004 in Neuauflage auf den Markt kam und sich zur \u00dcberraschung der Band und der Musikkritiker knapp \u00fcber drei Millionen Mal verkaufen konnte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Doch die Geschichte von Snow Patrol beginnt keineswegs mit &#8218;Final Straw&#8216;, sondern 1994 auf der Universit\u00e4t der schottischen Stadt Dundee. Dort lernten sich seinerzeit Gary Lightbody und Jonny Quinn, beide aus Belfast stammend, kennen. Lightbody avancierte \u00fcber die Jahre zum Kopf und Lenker der Band, Quinn wurde deren Schlagzeuger. Von Erfolg konnte anfangs nur bedingt die Rede sein. Die ersten Alben erschienen auf Jeepster Records, dem Label, auf dem auch Belle &amp; Sebastian begannen. 1998 kam &#8218;Songs For Polar Bears&#8216; au den Markt, 2001 folgte &#8218;When It&#8217;s All Over We Still Have to Clear Up&#8216;. Beide Alben verkauften sich bis dato zusammen knapp 10.000 Mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Da war nat\u00fcrlich die Gefahr da, als &#8218;Final Straw&#8216; weg ging wie warme Semmeln, nicht den Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu verlieren. Pl\u00f6tzlich stand n\u00e4mlich die Band im Mittelpunkt. <i>&#8222;Wir passen gegenseitig auf uns auf. Wenn einer abdrehen w\u00fcrde, k\u00f6nnen wir ihn schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckholen. Wir hatten uns jahrelang abrackern m\u00fcssen, da hast du automatisch die F\u00fc\u00dfe auf dem Boden. Wir waren ja anfangs bei Jeepster unter Vertrag und machten stets Verluste. Dann wurden wir von Jeepster und von unserem Verlag vor die T\u00fcr gesetzt. Wir trennten uns zudem von unserem Management. Es war ein Riesen-Hickchack. Wir wussten erst einmal nicht, wie es weitergehen w\u00fcrde&#8220;<\/i>, erkl\u00e4rt Quinn. Dann aber erschien das besagte Album &#8218;Final Straw&#8216; und bugsierte Snow Patrol auf die Erfolgsspur. Dazu Quinn: <i>&#8222;Als &#8218;Final Straw&#8216; auf den Markt kam, dachten tats\u00e4chlich die meisten, wir seien ein Newcomer. Was nicht verwundert ob der Verkaufszahlen der ersten Alben. Kaum jemand hatte zuvor von uns Notiz genommen.&#8220;<\/i><\/p>\n\n\n\n<p>Wobei es Quinn durchaus zu sch\u00e4tzen wei\u00df, dass Snow Patrol in den ersten Jahren in aller Ruhe reifen durften und erst mit &#8218;Final Straw&#8216; ins Licht der \u00d6ffentlichkeit katapultiert wurden: <i>&#8222;Okay, ganz so lang h\u00e4tte es nun aber auch nicht dauern m\u00fcssen mit dem Erfolg. Wenn man zur\u00fcckblickt, so ist es nat\u00fcrlich eine tolle Story, die man da erlebt hatte. Wir waren stets sehr geduldig und harrten der Dinge, obwohl wir damals in immer denselben Clubs auf der Insel spielen mussten und lange Zeit nicht voran kamen&#8220;<\/i>. Aber die Live-Erfahrungen, die sie \u00fcber Jahre sammeln konnten, die kommen ihnen heutzutage zu gute. Denn meistens sind ihre Fans von ihren Auftritten absolut beeindruckt. Was wiederum eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist, dass die Tickets f\u00fcr die aktuelle Gro\u00dfbritannien-Tournee in Windeseile den Besitzer gewechselt haben. <i>&#8222;Es scheint so, als h\u00e4tten wir viele Fans gewinnen k\u00f6nnen, die uns immer wieder live sehen wollen. Und das obwohl sie keine Chance hatten, unser neues Songmaterial zu h\u00f6ren. Das ist phantastisch&#8220;<\/i> (Quinn).<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie klingt das neue Material? Nun, Snow Patrol sind eine waschechte britische Indiepop-Band. Hier wird insbesondere Pop in gro\u00dfen Lettern geschrieben. Die Songs auf &#8218;Eyes Open&#8216; sind noch formvollendeter, noch runder als die auf &#8218;Final Straw&#8216;. Einigen m\u00f6gen die Songs vielleicht auch zu glatt sein. Man k\u00f6nnte gar munkeln, dass sie sich zu sehr Einfl\u00fcssen ihrer ehemaligen Toureepartner U2 oder deren Fahrwasser-Kollegen Coldplay ausgesetzt h\u00e4tten. Doch je \u00f6fter man &#8218;Eyes Open&#8216; geh\u00f6rt hat, desto mehr kann man sich mit diesem Album anfreunden. Daf\u00fcr schreiben Snow Patrol einfach zu sch\u00f6ne Songs. So wie etwa die Vorabsingle &#8222;You&#8217;re All I Have&#8220;, deren Refrain sich recht schnell in die Gehirnwindungen einbrennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der alles \u00fcberragende Song ist aber &#8222;Shut Your Eyes&#8220;. Das findet \u00fcbrigens auch Quinn. Und das mit gleich zwei neuen Mitglieder in ihren Reihen: Multiinstrumentalist Paul Wilson, seit einiger Zeit bereits Livemusiker der Band, ersetzte Bassist Mark McClelland, und zus\u00e4tzlich kam noch Keyboarder Tom Simpson. Dass sich beide perfekt in das Bandgef\u00fcge integriert haben, das ist auf &#8218;Eyes Open&#8216; zu h\u00f6ren. Ein wundersch\u00f6nes Album.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Snow Patrol: Eyes Open<br \/>Fiction\/Universal<br \/>V\u00d6: 28.4.2006<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Gro\u00dfbritannien braucht man niemandem, der behauptet, auch nur ansatzweise mit Indie(pop) sich auszukennen, zu erkl\u00e4ren, wer Snow Patrol sind. Dazu bedurfte es nicht erst der letztj\u00e4hrigen Support-Tournee f\u00fcr U2, welche quer durch Europa ging. 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