{"id":16940,"date":"2006-06-29T08:25:41","date_gmt":"2006-06-29T08:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/06\/die-wahrheit-ueber-so-manches\/"},"modified":"2022-06-12T04:21:37","modified_gmt":"2022-06-12T02:21:37","slug":"die-wahrheit-ueber-so-manches","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/06\/die-wahrheit-ueber-so-manches\/","title":{"rendered":"Die Wahrheit \u00fcber so manches"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image is-style-default\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2006\/cover\/allligator.gif\" alt=\"allligator.gif\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Da sage noch mal einer, aus Wiesbaden k\u00f6nne nichts Gutes kommen. Oder Krimis h\u00e4tten nichts in Lehrb\u00fcchern verloren und Lehrer k\u00f6nnten keine Krimis schreiben. Oder im Kloster ginge kein Punk ab. Oder L\u00fcbeck liege am Krimiarsch der Welt. Vorurteile! Nachstehend zu entkr\u00e4ften.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><em>&#8222;Der &#8218;Studentenmord in Z\u00fcrich&#8216; ist nicht nur eine literarisch verarbeitete Gerichtsberichterstattung, sondern zeichnet auch ein sorgsam gestaltetes Sittenbild der Schweiz aus der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts und z\u00e4hlt zu den Vorl\u00e4ufern des modernen Kriminalromans, der mehr bietet als das blo\u00dfe L\u00f6sen eines detektivischen R\u00e4tsels a la Poe oder Conan Doyle.&#8220;<\/em> &#8211; So schreibt \u2192<a href=\"http:\/\/www.wiesbadener-tagblatt.de\/kultur\/objekt.php3?artikel_id=2433967\">Richard Lifka<\/a> f\u00fcr das &#8222;Wiesbadener Tagblatt&#8220; \u00fcber das nun endlich vom Schweizer Chronos Verlag vorgelegte Werk des notorisch bekannten Jodokus Donatus Hubertus Temme aus dem Jahre 1872. Brav. Dass Temmes B\u00fccher <em>&#8222;vielleicht noch in einem Antiquariat zu finden&#8220;<\/em> seien, k\u00f6nnen wir so aber nicht stehen lassen und verweisen den staunenden Leser an die nicht weniger notorische \u2192<a href=\"http:\/\/alte-krimis.de\">&#8222;Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts&#8220;<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Krimi wie aus dem Lehrbuch, dieser &#8222;Studentenmord&#8220;. Aber steht er, wenigstens auszugsweise, etwa in solchen? Mitnichten. Daf\u00fcr hat es der Laudaer Autor Ulrich Hefner geschafft, wenigstens ein St\u00fcckchen seines Kurzkrimis \u2192<a href=\"http:\/\/www.fnweb.de\/lokales\/ta\/lauda_koenigshofen\/20060628_n670853000_17606.html\">&#8222;Das dreizehnte Bild&#8220;<\/a> in &#8222;Deutsch Ideen 5&#8220; lehrzuverbuchen. Deutsch, 5 Ideen? Das reicht meistens f\u00fcr ein ganzes Sch\u00fclerleben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Die Mordwaffe wird diesmal kein Eurythmiestab sein, der aus dem Unterricht an Waldorfschulen bekannt ist und den Heiger Ostertag f\u00fcr &#8222;Fallender Schatten&#8220;, seinen ersten Kriminalroman, zweckentfremdet hat.&#8220; <\/em>&#8211; Hm, hm, aber was dann in Heiger Ostertags zweitem Krimi \u2192<a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-wochenblatt.de\/stw\/page\/detail.php\/1185733\">&#8222;Flliehende Zeit&#8220;<\/a>? Wir alle erinnern uns noch an Ian Durys unsterbliches &#8222;Hit me with your Eurythmiestab&#8220;. Aber als <em>&#8222;M\u00f6hringer Autor und Lehrer am K\u00f6nigin-Charlotte-Gymnasium&#8220;<\/em> hat man, wie das &#8222;Stuttgarter Wochenblatt&#8220; wei\u00df, mehr als nur f\u00fcnf Ideen, so dass wir davon ausgehen, dass uns Herr Heiger Ostertag mit mindestens sechs Krimis begl\u00fccken wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Die Autorin konzentriert sich bei ihrer Darstellung des Klosterlebens auf deren Zw\u00e4nge, auf die klaustrophobische Enge und die Doppelmoral, die damit verbunden ist. Leider bleiben die Figuren, die sie zur Verdeutlichung einsetzt, \u00e4hnlich blass und unentschlossen wie die Handlung. &#8222;<\/em> &#8211; Euphorische Kritiken gehen anders, aber Birgit Erwin vom &#8222;Literaturnetz&#8220; kann sich f\u00fcr Angelika P\u00fcrzers \u2192<a href=\"http:\/\/www.literaturnetz.com\/content\/view\/6385\/1\/\">&#8222;Froschm\u00e4dchen lieben anders&#8220;<\/a> eine solche partout nicht aus den Rippen schneiden. Kritikerm\u00e4dchen schreiben eben manchmal auch anders als es sich die quakenden AutorInnen vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00fcbeck, mon amour. Auch du mordest. Stehst morgens auf, gehst vor deine eigene Haust\u00fcr und &#8211; zack. Sch\u00f6n wenn man dann <em>&#8222;mehr Ideen, als ich verwirklichen kann&#8220;<\/em> hat. So wie \u2192<a href=\"http:\/\/www.ln-online.de\/regional\/stormarn.htm\/1892820\">Eva Almst\u00e4dt<\/a>, die den &#8222;L\u00fcbecker Nachrichten&#8220; in persona Bettina Albrod eine fundamentale Weisheit verr\u00e4t: <em>&#8222;&#8218;Der Kriminalroman ist f\u00fcr mich Transportmittel f\u00fcr viele R\u00e4tsel&#8216;, erkl\u00e4rt die gelernte Innenarchitektin. &#8218;Damit habe ich das richtige Genre f\u00fcr mich gefunden.'&#8220; <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Beruhigend zu wissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da sage noch mal einer, aus Wiesbaden k\u00f6nne nichts Gutes kommen. 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