{"id":16944,"date":"2006-06-29T14:00:39","date_gmt":"2006-06-29T14:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/06\/woertches-kritik-der-reinen-tuetensuppe\/"},"modified":"2022-06-08T00:23:17","modified_gmt":"2022-06-07T22:23:17","slug":"woertches-kritik-der-reinen-tuetensuppe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/06\/woertches-kritik-der-reinen-tuetensuppe\/","title":{"rendered":"W\u00f6rtches Kritik der reinen T\u00fctensuppe"},"content":{"rendered":"\n<p>Gestern taten wir kund, Ludger Menke krittele am \u2192<a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/507\/presseschau-krimi-spezial-der-buchkultur.html\">&#8222;Krimi-Spezial&#8220;<\/a> der \u00f6sterreichischen Zeitschrift <em>Buchkultur<\/em> herum. Verschwiegen indes, dass just in jenem Krimi-Spezial wenigstens ein lesenswerter Artikel zu finden ist. Und den kann man jetzt nachlesen. \u2192<a href=\"http:\/\/www.kaliber38.de\/woertche\/design.htm\">&#8222;Designermorde&#8220;<\/a> von Thomas W\u00f6rtche, auf der digitalen Werkbank des Autors bei &#8222;kaliber .38&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Seit einiger Zeit jedoch tauchen zunehmend B\u00fccher auf, von denen man zun\u00e4chst gar nicht so genau wei\u00df, ob sie gut sind oder schlecht, spannend oder nicht spannend, klug oder bl\u00f6de. Nur ein Verdacht setzt sich fest: Sie sind clever.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n beobachtet, Herr W\u00f6rtche. Nennen Sie mal ein paar Namen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;all die Grang\u00e9s, Hayders, Jilliane Hoffmans, Karin Slaughters und wie sie alle hei\u00dfen, all die Cornwells, Reichs und andere Sektionstischmarder, die statt an lebenden an toten K\u00f6rpern brokeln und schnitzeln (das ist ihre Distinktionsformel, mehr nicht), all die Tess Gerritsens und Sam Bournes (&#8230;)&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Krimis wie T\u00fctensuppen, industriell gefertigt, festes Mischungsverh\u00e4ltnis, im Krimimarktlabor ausget\u00fcftelt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Der Mechanismus jedenfalls ist deutlich: Er folgt den keinesfalls exklusiv literarischen, sondern gesamtmarktwirtschaftlichen Gesetzen der \u00dcberbietung. Und die funktionieren nicht nur hinsichtlich des Buchmarktes, um den Abverkauf solcher Produkte zu f\u00f6rdern, sie generieren inzwischen schon die Struktur der B\u00fccher selbst.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ja, traurige Sache. Und, was hier vor einigen Tagen schon am \u2192<a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2006\/06\/die-predigerin.php\">Beispiel<\/a> eines skandinavischen Krimis beklagt wurde:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Der Leser allerlei Geschlechts wird, wieder ganz im Sinne des avancierten Marketings, \u00bban die Hand genommen\u00ab, \u00bbmitgenommen\u00ab, \u00bbabgeholt\u00ab. &#8222;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ist eine andere Form von Design, gewiss, aber die Verwandtschaftsbeziehung ist offensichtlich. Am Ende des Aufsatzes indes leuchtet &#8211; Hoffnung? W\u00e4re zuviel gesagt. Aber ein Hoffnungsschimmerlein doch:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;weil gerade im deutschen Sprachraum nach langen, d\u00fcrren Jahren mit erklecklichem Erfolg Kriminalromane geschrieben werden, die sperrig sind, eigen, auratisch: Ani, Paprotta, Wieninger, Steinfest, Horst, Schmid, Schenkel usw. Denn auch die sind technisch sehr elaboriert. Aber eben auch noch vieles, vieles mehr.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das wollen wir doch meinen. Nieder mit den T\u00fctensuppen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern taten wir kund, Ludger Menke krittele am \u2192&#8222;Krimi-Spezial&#8220; der \u00f6sterreichischen Zeitschrift Buchkultur herum. Verschwiegen indes, dass just in jenem Krimi-Spezial wenigstens ein lesenswerter Artikel zu finden ist. 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