{"id":16994,"date":"2006-07-17T07:44:09","date_gmt":"2006-07-17T07:44:09","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/07\/die-arbeit-der-naechsten-wochen\/"},"modified":"2022-06-08T00:24:58","modified_gmt":"2022-06-07T22:24:58","slug":"die-arbeit-der-naechsten-wochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/07\/die-arbeit-der-naechsten-wochen\/","title":{"rendered":"Die Arbeit der n\u00e4chsten Wochen"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230;wird mich fast erschlagen. Erstens: Ich habe hier quasi &#8222;das Ganze&#8220;. Chef Walter liegt noch ersch\u00f6pft im Wochenbett, die dynastische Hinternet-Erbfolge ist mit Prinz Vincent jetzt immerhin gesichert. Das noch sch\u00fcttere Haupthaar des zuk\u00fcnftigen Hinternet-Magnaten erinnert an Zidane und man wei\u00df schon jetzt: Wer dereinst seine Mamma beleidigen wird, geht schweren Zeiten entgegen. Der Knabe wurde Fr\u00e4ulein Katja zur artgerechten Aufzucht \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Und dann die Rezensionen, die sich auch nicht von selbst schreiben. N\u00e4chste Woche: Viktor Arnar Ingolfssons &#8222;Bevor der Morgen graut&#8220;. Mit \u2192<a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2005\/07\/sommerkrimi-2.php\">&#8222;Das R\u00e4tsel von Flatey&#8220;<\/a> hat uns der Isl\u00e4nder im letzten Jahr einen sch\u00f6nen atmosph\u00e4rischen Krimi geschenkt und die Latte hoch gelegt. Ob der grauende Morgen dr\u00fcberkommt? Am Donnerstag werden wir es wissen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbern\u00e4chste Woche dann Leonardo Paduras &#8222;Adios Hemingway&#8220;. Ein schmales Werk \u00fcber die letzten Jahre des nordamerikanischen Literaturgiganten, voller kubanischer Melancholie, die Vergangenheit offenbart ein Verbrechen &#8211; und eigentlich geht es um Mario Conde und seine Erinnerungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Werke, die ich auf besondere Empfehlung lese, werden sich anschlie\u00dfen. Ein nicht ganz unbekannter Kritikerkollege hat mir Robert Littells &#8222;Die kalte Legende&#8220; ans Herz gelegt, &#8222;ein Meisterwerk&#8220; sei das, und wenn ich etwas anderes behaupten w\u00fcrde, m\u00fcsse man mich als &#8222;intellektuell hirntot&#8220; entsorgen. Ja, so zynisch und menschenverachtend reden sie in unserer Branche, und eigentlich sind Spionagekrimis nicht mein Fall. Aber ich lese ihn nat\u00fcrlich, schon allein deshalb, weil es ja m\u00f6glich w\u00e4re, dem Kollegen ein Lektion zu erteilen. Pass mal auf, Alter, jetzt leg ich dir auseinander, warum dieses Buch kein Meisterwerk ist, sondern der gr\u00f6\u00dfte&#8230;Und schon hat der Bursche wieder was gelernt!<\/p>\n\n\n\n<p>An mir vorbeigegangen w\u00e4re wohl auch Leo P. Ard mit &#8222;Der letzte Bissen&#8220;. Das Autorenpseudonym find ich ja nun&#8230;nun ja. Soll aber eine der besten Novit\u00e4ten des Jahres sein, fl\u00fcsterte man mir konspirativ zu, und das m\u00f6chte ich schon selbst \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das also ist die Arbeit der n\u00e4chsten vier Wochen. Von allem anderen abgesehen. Die Redaktionsr\u00e4ume sind leer, gestandene M\u00e4nner haben &#8222;Vaterschaftsurlaub&#8220;, unsere ukrainischen Edelpraktikantinnen sonnen ihre ge\u00f6lten K\u00f6rper am sandigen Strand der Saar, von fern dringt Klein-Vincents Geschrei (das kann er schon wie der Alte) an mein Ohr, und Fr\u00e4ulein Katja singt, seit f\u00fcnf Stunden, immer das gleiche Schlaflied f\u00fcr den Burschen. &#8222;Hinternet, Hinternet, der Profit ist riesenfett&#8230;nur der Krimischrei-ber ist ein \u00dcbertrei-ber&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;wird mich fast erschlagen. Erstens: Ich habe hier quasi &#8222;das Ganze&#8220;. Chef Walter liegt noch ersch\u00f6pft im Wochenbett, die dynastische Hinternet-Erbfolge ist mit Prinz Vincent jetzt immerhin gesichert. 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