{"id":17059,"date":"2006-08-18T00:21:26","date_gmt":"2006-08-18T00:21:26","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/08\/frankie-miller-long-way-home\/"},"modified":"2022-06-05T01:06:53","modified_gmt":"2022-06-04T23:06:53","slug":"frankie-miller-long-way-home","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/08\/frankie-miller-long-way-home\/","title":{"rendered":"Frankie Miller: Long Way Home"},"content":{"rendered":"\n<p>Endlich ein ad\u00e4quates Medium, das das fast schon in Vergessenheit geratene schottische Urgestein wieder ins Ged\u00e4chtnis ruft! Rund 15 Jahre lang hatte man von dem einzigartigen Shouter nichts (Positives) mehr geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dabei pr\u00e4gte er mit seiner kraftvollen Reibeisenstimme und seinen von Blues, Soul &amp; Rock inspirierten Songs die 1970er und 1980er Jahre; Sangeskonkurrenten wie Rod Stewart, Chris Farlowe oder Paul Rodgers konnte er m\u00fchelos das Wasser reichen. Als seine Plattenfirmen ihn mehr in Richtung Pop und AOR trimmen wollten, verweigerte sich &#8222;Magic Miller&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Er zog sich zur\u00fcck, schrieb Songs f\u00fcr andere; und dass er ein erstklassiger Songwriter ist bzw. war, beweisen nicht nur seine Soloalben, sondern eben auch eine 2003 erschienene CD-Tribute-Box (u. a. mit Jackie Leven, Edwyn Collins und John Martyn). V\u00f6llig aus der Karrierebahn hatte ihn im August 1994 w\u00e4hrend eines USA-Aufenthaltes eine Gehirnblutung geworfen. Er war nunmehr gel\u00e4hmt, konnte auch nicht mehr sprechen. Doch dank seines eisernen Willens und dem Zuspruch seiner Freunde gab Miller nicht auf. Auch die vielf\u00e4ltigen medizinischen Ma\u00dfnahmen schienen dem noch an den Rollstuhl gebundenen Energieb\u00fcndel im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu helfen. Nach und nach erlangte Miller wieder das Sprechen. Man munkelte von einem richtig neuen Album, doch das d\u00fcrfte ein Wunschtraum bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin gibt es jetzt also nach fast genau 20 Jahren eine CD mit bis dato unver\u00f6ffentlichten St\u00fccken. Diese stammen offenbar durchweg aus den fr\u00fchen 1990er Jahren. Die eing\u00e4ngige Ballade &#8222;You&#8217;re The Star&#8220; wurde 1995 f\u00fcr Rod Stewart ein Hit; den locker-flockigen Karibik-Swing &#8222;Baton Rouge&#8220; interpretierte bereits Dave Lennox. Die \u00fcbrigen neun Aufnahmen d\u00fcrften &#8222;neu&#8220; sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich der Opener mit Eagle Joe Walsh an der Slide guitar und Nicky Hopkins (!) am Honky-Tonk-Piano geht mit Tempo und Dynamik zur Sache, auch &#8222;Over The Line&#8220;, bei dem Will Jennings als Co-Autor (plus drei weitere) zur Seite stand. Die restlichen Eigenkompositionen, z. B. &#8222;You Always Saw The Blue Skies&#8220;, sind unerwartet stark vom Folksong beeinflusst. Ausgerechnet zwei mehr oder minder &#8222;alte&#8220; Klassiker aus fremder Feder geh\u00f6ren zu den Highlights des Albums: das h\u00e4ufig gecoverte &#8222;The Rose&#8220; aus dem gleichnamigen, an Janis Joplins Lebensgeschichte angelehnten Film, und die durch Nat \u00b4King` Cole und auch Ry Cooder bekannt gewordene Bluesballade &#8222;He&#8217;ll Have To Go&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Man darf f\u00fcr &#8222;Frankie Boy&#8220; weiterhin hoffen, dass er zum einen nochmals zu Stimme kommt, zum anderen dem Songwriting seiner G\u00fcte zur\u00fcck findet. Mit &#8222;Long Way Home&#8220; hat man jedenfalls vorl\u00e4ufig eine rundum gelungene &#8222;\u00dcberbr\u00fcckungshilfe&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Frankie Miller<br \/>Long Way Home<br \/>Jerkin' Crocus\/inak<br \/>V\u00d6: 23.6.2006<br \/>Link: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.frankiemiller.net\" target=\"_blank\">www.frankiemiller.net<\/a><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich ein ad\u00e4quates Medium, das das fast schon in Vergessenheit geratene schottische Urgestein wieder ins Ged\u00e4chtnis ruft! 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