{"id":17173,"date":"2006-09-29T05:28:13","date_gmt":"2006-09-29T05:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/09\/the-long-good-bye\/"},"modified":"2022-06-05T23:17:30","modified_gmt":"2022-06-05T21:17:30","slug":"the-long-good-bye","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/09\/the-long-good-bye\/","title":{"rendered":"The long good-bye"},"content":{"rendered":"\n<p>Ja, liebe FreundInnen, nun hei\u00dft es Abschied nehmen. Der Schreibtisch ist leer, das Chaos auf demselben verschwunden. Eine Frau wird hier wohl bald ihren Platz finden, ich selbst \u2013 nun, ich werde schnell vergessen sein. Es ist vorbei. Es war sch\u00f6n. Es war hart, aber sch\u00f6n. Eine Tr\u00e4ne wagt sich ins linke Auge und wird sofort resolut weggewischt. Keine Sentimentalit\u00e4ten. Nur ein einfaches: tsch\u00fcs.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Gewiss: Jetzt knallen die Sektkorken. Irgendwo. Endlich! Den sind wir also auch los! Hat lange genug gedauert, aber wir haben ihn abgeschossen! Gro\u00dfmaul! Spinner! L\u00e4sterer! Niemand wird um mich weinen, na, vielleicht doch der eine, die andere. So schlecht war er doch gar nicht. Manchmal etwas eigen, das schon, aber wenn man sich an ihn gew\u00f6hnt hatte, konnte man auch mit ihm auskommen. Auch hier gilt: Jeder ist zu ersetzen. Man gew\u00f6hnt sich, man entw\u00f6hnt sich, man gew\u00f6hnt sich, man entw\u00f6hnt sich. Das ist der Dinge Lauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Habe ich mir etwas vorzuwerfen? &#8212; Man hat sich immer etwas vorzuwerfen. Gr\u00f6\u00dfere Lapsi (oder Lapsusse? Jo, klingt besser) Gr\u00f6\u00dfere Lapsusse sind mir wohl nicht unterlaufen, auch wenn das einige behaupteten und lautstark in die Welt hinein riefen. Fehler, die ich gemacht habe und sp\u00e4ter erkannt, habe ich zu korrigieren versucht. Nie wollte ich jemandem etwas B\u00f6ses, aber mein Arbeitsethos ist pietistisch, obwohl ich nie Pietist war und auch nie werden wollte. Es ging mir immer nur um \u201edie Sache\u201c und Kritik ist eben Kritik und hei\u00dft: eine Sache drehen und wenden und beschreiben, was man sieht oder zu sehen glaubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was solls. Die letzten Minuten. Steht schon jemand an der T\u00fcr und wartet nur darauf, dass ich mein Zeugs zusammenpacke und mich vom Acker mache? Ich schau lieber nicht hin. K\u00f6nnte n\u00e4mlich sein. So. Und jetzt springt die Uhr auf die volle Stunde. Einmal kurz die Luft anhalten, einmal die Augen schnell schlie\u00dfen, schnell wieder \u00f6ffnen. Und jetzt: abhaken. Neue Ufer. Ja, ich werde zu neuen Ufern aufbrechen. Hier will man mich nicht mehr. Hier braucht man mich nicht mehr. Anderswo schon. Vielleicht. Hoffentlich. K\u00f6nnte doch sein, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein neues Leben. Ein altes Leben. Nat\u00fcrlich wird weiterhin gebloggt \u2013 oder hat hier wer etwas anderes erhofft? Knallten die Korken, weil irrt\u00fcmlich der Eindruck entstanden ist, ich w\u00fcrde HIER bei meinem geliebten HINTERNET aufh\u00f6ren? Dort, wo ich gro\u00df geworden bin, wo meine Heimat ist, wo mich all die menschliche Zuneigung erwartet, die man braucht, um nicht in der K\u00e4lte dieses Lebens zu verrecken? Hat wirklich jemand&#8230; nein, nein, es tut mir leid. Der Schreibtisch, den ich verlassen habe, hat mir zwar oft in den letzten Monaten das sch\u00f6ne Hinternetb\u00fcro ersetzt. Es wird auch schwer, eine \u00e4hnlich schnelle Datenleitung aufzubauen, aber ich arbeite dran. Au\u00dferdem muss ich Sorge tragen, alle privaten Dateien von meinem Arbeitsrechner zu ziehen. Brauch ich vielleicht noch. Denn am Montag geht es hier weiter! In alter Frische! See you!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, liebe FreundInnen, nun hei\u00dft es Abschied nehmen. Der Schreibtisch ist leer, das Chaos auf demselben verschwunden. 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