{"id":17238,"date":"2006-10-31T13:59:57","date_gmt":"2006-10-31T12:59:57","guid":{"rendered":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/10\/sekundaerliteratur-stefan-harbort-das-serienmoerder-prinzip\/"},"modified":"2022-06-05T22:51:27","modified_gmt":"2022-06-05T20:51:27","slug":"sekundaerliteratur-stefan-harbort-das-serienmoerder-prinzip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2006\/10\/sekundaerliteratur-stefan-harbort-das-serienmoerder-prinzip\/","title":{"rendered":"Sekund\u00e4rliteratur: Stefan Harbort, Das Serienm\u00f6rder-Prinzip"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"http:\/\/www.der-serienmoerder.de\/scripts_de\/autor\/vita01.html\">Stefan Harbort, stellvertretender Leiter eines Kriminalkommissariats beim Polizeipr\u00e4sidium D\u00fcsseldorf,<\/a> hat sich \u00fcber 15 Jahre lang mit Serienm\u00f6rdern besch\u00e4ftigt. Er hat sie getroffen, Briefe gewechselt und seine Erfahrungen\/Erkenntnisse in einem Buch mit dem Titel <em>Das Serienm\u00f6rder-Prinzip<\/em> zusammengefasst. Es beruht auf \u00fcber 50 Interviews. Unter anderem beschreibt er den Fall eines amerikanischen GI`s, der bis f\u00fcnf Minuten vor seiner ersten Tat nicht wusste, was auf ihn zukommt. Er sagte: \u201eDie meisten Menschen wissen nicht, wozu sie f\u00e4hig sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der erste Mord ist schwer (da unbekanntes Terrain), der zweite f\u00e4llt leichter, der dritte bereitet Lust. Die T\u00e4ter kosten ihre Machtposition aus. Gerade viele Frauen fallen darauf herein; meistens begegnen sie ihrem M\u00f6rder nicht zum ersten Mal. Sie sind interessiert, h\u00f6ren zu, ignorieren die Bedrohung.<\/p>\n\n\n\n<p>Harbort sch\u00e4tzt, dass im Augenblick ca. 15 Serienm\u00f6rder in Deutschland auf freiem Fu\u00df sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Tipp, der nicht die Lebensqualit\u00e4t des Einzelnen einschr\u00e4nkt (Harbort): Nicht in fremde Wohnungen gehen, nicht in fremde Autos steigen, nicht nachts durch dunkle Parks laufen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Leseprobe:<\/em><br \/>&#8222;Drei Stunden lang stand er Rede und Antwort, lie\u00df keine Scheu\u00dflichkeit seiner Verbrechen unerw\u00e4hnt. Der Mann mit der tief ins Gesicht gezogenen Baseballkappe sprach leise, verwaschen, hatte kaum H\u00f6hen und Tiefen in der Betonung, sein Wortschatz war sehr begrenzt, Gestik und Mimik blieben verhalten. Er zeigte keine Emotionen, wirkte auf mich linkisch, ungebildet, bisweilen infantil. Doch seine Aussagen waren authentisch und ehrlich.<br \/>Der verhaltene Versuch seiner Selbsteinsch\u00e4tzung spiegelte eindrucksvoll das Unverm\u00f6gen wider, sich auf die eigene Pers\u00f6nlichkeit einzulassen. Erst nach jeweils l\u00e4ngerem Nachdenken w\u00fcrgte er f\u00f6rmlich hervor: Ich stehe zu meinem Wort. Hilfsbereit. Gro\u00dfz\u00fcgig. Dass ich halt dazu stehe. Dass ich schnell aufbrausend werde. Sein Charakterprofil konnte er mit gerade einmal 17 Worten beschreiben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe ein zweist\u00fcndiges Feature \u00fcber dieses Buch im Radio geh\u00f6rt und der Autor hat mich sehr beeindruckt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.der-serienmoerder.de\/index.htm\">Das Serienm\u00f6rder-Prinzip<br \/>Was zwingt Menschen zum B\u00f6sen?<br \/>Gebunden mit Schutzumschlag<br \/>Droste Verlag<br \/>336 Seiten \/ 13,5 x 20,8 cm<br \/>ISBN 3-7700-1221-6<br \/>\u20ac 18,95<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Anobella<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefan Harbort, stellvertretender Leiter eines Kriminalkommissariats beim Polizeipr\u00e4sidium D\u00fcsseldorf, hat sich \u00fcber 15 Jahre lang mit Serienm\u00f6rdern besch\u00e4ftigt. Er hat sie getroffen, Briefe gewechselt und seine Erfahrungen\/Erkenntnisse in einem Buch mit dem Titel Das Serienm\u00f6rder-Prinzip zusammengefasst. Es beruht auf \u00fcber 50 Interviews. 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