{"id":17401,"date":"2007-01-16T07:53:22","date_gmt":"2007-01-16T07:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/01\/robin-burcell-cold-case\/"},"modified":"2022-06-15T01:16:43","modified_gmt":"2022-06-14T23:16:43","slug":"robin-burcell-cold-case","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/01\/robin-burcell-cold-case\/","title":{"rendered":"Robin Burcell: Cold Case"},"content":{"rendered":"\n<p>Robin Burcell schreibt \u201ePolice Procedurals\u201c, die im besonderen Ma\u00dfe von Erfahrungen der Autorin im Polizeiberuf zu profitieren scheinen. Im Mittelpunkt ihrer bisher vier B\u00fccher umfassenden, in den USA recht erfolgreichen Serie steht Kate Gillespie, Inspektorin beim San Franzisco Police Department (SFPD).<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eCold Case\u201c, das letzte Buch der Autorin, ist eins jener B\u00fccher, die ein wenig brauchen um auf Touren zu kommen. Anf\u00e4nglich wirkt manche Wendung, welche die Protagonisten \u00fcberrascht, ein wenig gek\u00fcnstelt und f\u00fcr den Leser vorhersehbar. Dann aber, so nach rund einem Drittel des Buches, hat sich Kate Gillespie im Netz der Handlungsstr\u00e4nge verfangen und das Buch den Leser gepackt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anf\u00e4nglich ist es nur ein alter Fall, den Kate ausgr\u00e4bt und bei dem sie in einer Fernsehsendung die \u00d6ffentlichkeit um Mithilfe bittet. F\u00fcr Kate selber bedeutet der Fall mehr, denn er steht im Zusammenhang mit ihrer eigenen Schussverletzung, die sie vor drei Jahren erlitt und deren Hintergr\u00fcnde immer noch nicht gekl\u00e4rt scheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald schon geht es z\u00fcgig voran: Als sich Kate mit einer Zeugin treffen m\u00f6chte, werden sie und das sie beschattende Team Zeuge eines Bank\u00fcberfalls, bei dem der Direktor der Bank erschossen wird. Gleichzeitig tritt das FBI an das SFPD heran und bittet um Mithilfe bei einer Aktion, die sich just gegen jene Bank richtet. Ein Mafia-Pate entpuppt sich als wesentlicher Helfer Kates und \u00fcberhaupt scheinen zahlreiche der Zeugen untereinander und mit dunklen Gesch\u00e4ften verbunden zu sein. Und als Kate den Bankr\u00e4uber w\u00e4hrend eines \u201eFund-Raisers\u201c sieht, erlebt sie im Weiteren, wie es ist, Stalking-Opfer zu werden. Mehrfach ger\u00e4t sie in gr\u00f6\u00dfte Lebensgefahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nat\u00fcrlich nicht genug damit, dass der Fall komplex ist. Auch Kates Privatleben ist verzwickt; ist doch der Mann ihre Sehns\u00fcchte ein verschwiegener, zur\u00fcckhaltender Kollege, der beim FBI arbeitet und bei dem sie nicht so recht wei\u00df, woran sie dran ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Buch also f\u00fcr R\u00e4tselfreunde, f\u00fcr Krimileser, die Ordnung ins Verhau der M\u00f6glichkeiten und Alternativen bringen wollen. Das Buch unterh\u00e4lt und ist spannend. So verworren die Geschichte auch ist, komplex oder gar vielschichtig ist sie jedoch weniger. Ziel ist es, den Leser schwindlig zu spielen, und dieses gelingt Burcell &#8211; Punktum. Qualit\u00e4t zeigt das Buch woanders: W\u00e4hrend viele Krimis dem Leser das Gef\u00fchl geben, Polizeiarbeit sei ein Einzelsport, zeigt Burcell die Aspekte des Teamspiels auf. Keine versoffenen, am Leben zerschellten antisozialen Typen die Recht und Ordnung aufrecht erhalten sollten, sondern Gedankenaustausch in regelm\u00e4\u00dfigen Teamsitzungen, kein spontanes Treffen mit Zeugen, sondern sorgsam vorbereitete, durchs Team abgesicherte Zusammenk\u00fcnfte. Und so kann es auch passieren, dass, ehe der Leser sich versieht, schwupps, im Ablauf der Routinearbeit ein wesentlicher Erfolg zu verzeichnen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eCold Case\u201c entspricht weitgehend den Vorstellungen, die \u00fcber knackige Krimiunterhaltung amerikanischer Machart bestehen und ragt aus dem dicht besetzten Mitbewerberfeld durch die glaubw\u00fcrdige Darstellung der Polizeiarbeit heraus.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Robin Burcell: Cold Case. <br \/>Avon Books 2004. 276 Seiten. 5,99 \u20ac <br \/>(noch keine deutsche \u00dcbersetzung)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robin Burcell schreibt \u201ePolice Procedurals\u201c, die im besonderen Ma\u00dfe von Erfahrungen der Autorin im Polizeiberuf zu profitieren scheinen. 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