{"id":17419,"date":"2007-01-22T14:15:15","date_gmt":"2007-01-22T14:15:15","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/01\/dossier-nachtrag\/"},"modified":"2022-06-16T02:12:43","modified_gmt":"2022-06-16T00:12:43","slug":"dossier-nachtrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/01\/dossier-nachtrag\/","title":{"rendered":"Dossier, Nachtrag"},"content":{"rendered":"\n<p>Aus dubioser Quelle wurde uns ein Dokument (DER SPIEGEL, 2.2.1950) zugespielt, das die T\u00e4tigkeit der &#8222;Arbeitsgruppe Kriminalroman&#8220; in einen historischen Kontext zu stellen vermag, welcher vielleicht aktuell nicht publik zu machen ist, dem ungeachtet jedoch ein Beleg f\u00fcr die Folgerichtigkeit unserer \u00dcberlegungen zur Nutzbarmachung des Kriminalromans im Sinne der Volksbefriedung. Das Faksimile wurde uns vom inzwischen in M\u00fcnchen-Stadelheim inhaftierten \u2192<a href=\"http:\/\/www.nutblog.de\/\/\">Betreiber<\/a> eines der nach den Unruhen 2010 verbotenen sogenannten &#8222;Krimiblogs&#8220; zur Verf\u00fcgung gestellt. Der Mann darf nun auf fr\u00fchzeitige Begnadigung hoffen, w\u00e4hrend wir gegen die noch fl\u00fcchtigen sogenannten &#8222;Krimiblogger&#8220; (u.a. Menke, dpr plus Helfershelfer) mit aller Strenge des Gesetzes vorgehen werden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Besagter SPIEGEL-Artikel ist Teil einer l\u00e4ngeren Serie mit dem Titel &#8222;Das Spiel ist aus &#8211; Arthur Nebe. Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei&#8220;. Die Reihe zeichnet die Karriere des Reichskriminaldirektors \u2192<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arthur_Nebe\">Arthur Nebe<\/a> nach und berichtet in dem uns vorliegenden Ausschnitt von der Absicht des Reichspropagandaministers Goebbels, Kriminalromane einerseits als erbauliche Lekt\u00fcre der Frontsoldaten einzusetzen, andererseits als Propagandainstrument zu instrumentalisieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2007\/cover\/spiegel_1.gif\" alt=\"spiegel_1.gif\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als erstes Buch dieses Projekts wurde der authentische Fall des sogenannten &#8222;S-Bahn-M\u00f6rders&#8220; zur spannenden Kriminalstory umgearbeitet und erschien 1942 unter dem Titel &#8222;Der Tod fuhr im Zug&#8220; aus der Feder von Axel Alt (d.i. Wilhelm Ihle). Nach dem immensen Erfolg des Werkes begann man geeignete AutorInnen zu rekrutieren, die \u00e4hnliche, das Spannungsbed\u00fcrfnis befriedigende, die immer d\u00fcster werdende Gegenwart ertr\u00e4glich machende Romane verfassen sollten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2007\/cover\/spiegel_2.gif\" alt=\"spiegel_2.gif\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>So entstanden bis Kriegsende einige merkw\u00fcrdige Werke deutschen kriminalliterarischen Schaffens. Wir bringen dieses Faktum hiermit zur Kenntnis und weisen darauf hin, dass wir uns selbstverst\u00e4ndlich davon en d\u00e9tail distanzieren, en g\u00e9n\u00e9rale unser Bem\u00fchen indes auf r\u00fchrende Art und Weise best\u00e4tigt finden. Was h\u00e4tte man schon damals mit den Mitteln von heute alles erreichen k\u00f6nnen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus dubioser Quelle wurde uns ein Dokument (DER SPIEGEL, 2.2.1950) zugespielt, das die T\u00e4tigkeit der &#8222;Arbeitsgruppe Kriminalroman&#8220; in einen historischen Kontext zu stellen vermag, welcher vielleicht aktuell nicht publik zu machen ist, dem ungeachtet jedoch ein Beleg f\u00fcr die Folgerichtigkeit unserer \u00dcberlegungen zur Nutzbarmachung des Kriminalromans im Sinne der Volksbefriedung. 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