{"id":17451,"date":"2007-02-01T12:17:10","date_gmt":"2007-02-01T12:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/02\/johnny-clegg-one-life\/"},"modified":"2022-06-05T00:44:04","modified_gmt":"2022-06-04T22:44:04","slug":"johnny-clegg-one-life","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/02\/johnny-clegg-one-life\/","title":{"rendered":"Johnny Clegg: One Life"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach jahrelanger Pause ein echtes, neues Studioalbum vom &#8222;wei\u00dfen Zulu&#8220; aus S\u00fcdafrika, und sein herzhaftes, Freude verspr\u00fchendes Lachen auf dem Cover l\u00e4sst sich beim Anh\u00f6ren sehr wohl nachvollziehen. Dabei sind einige Songtexte alles andere als erheiternd, besch\u00e4ftigen sich mit sog. &#8222;typisch afrikanischen&#8220; Problemen wie Machtmissbrauch (&#8222;The Revolution Will Eat Its Children&#8220;) oder Kindersoldaten (&#8222;Boy Soldier&#8220;). Das Thema &#8222;Apartheid&#8220; mag politisch gesehen der Vergangenheit angeh\u00f6ren, gleichwohl ist und bleibt das Zusammenleben der V\u00f6lker und Volksgruppen in S\u00fcdafrika spannungsgeladen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Um dem entgegenzuwirken, um das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu bef\u00f6rdern, singt Clegg wie gehabt in unterschiedlichen Sprachen, in englisch nat\u00fcrlich, aber auch in zulu, afrikaans und sogar in franz\u00f6sisch (&#8222;Faut pas baisser les bras&#8220;). Letzterer Song mag vielleicht auch eine Verbeugung vor seinem treuesten Publikum sein, denn nach wie vor genie\u00dft Clegg die gr\u00f6\u00dfte Popularit\u00e4t (au\u00dferhalb S\u00fcdafrikas) in Frankreich. Beibehalten hat er auch als sprachliches Stilmittel die Vermischung von Sprachen &#8211; in ganz Afrika \u00fcbrigens nichts Ungew\u00f6hnliches.<\/p>\n\n\n\n<p>Hat sich sonst etwas am Konzept des melodi\u00f6sen Zulu-Pops ge\u00e4ndert, mit der Cleggs Bands JULUKA und SAVUKA in den 1980er und -90er Jahren die World-Music-Szene bereicherte? An sich nicht; die Musik ist nach wie vor extrem tanzbar, von scharfen Gitarrensounds gepr\u00e4gter &#8222;klassischer&#8220; Melody Rock, der mit Zulu-Chorgesang und kraftvollem Concertina-Spiel &#8211; immer noch Cleggs Instrumentaldom\u00e4ne &#8211; kombiniert ist. Bis dato ungeh\u00f6rte Akzente setzt Donny Browers Trompete, die z. B. im Opener &#8222;Daughter Of Eden&#8220; (es lebe das Matriarchat!) Latino-Flair verstr\u00f6men l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;One Life&#8220; mag kein neuer Meilenstein des Afro-Pop sein, doch bietet das Album sehr wohl mitrei\u00dfende, dabei durchweg spannend und vielf\u00e4ltig arrangierte Songs.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Johnny Clegg<br \/>One Life<br \/>Marabi\/harmonia mundi<br \/>V\u00d6: 17.11.2006<br \/>Link: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.johnnyclegg.com\" target=\"_blank\">www.johnnyclegg.com<\/a><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach jahrelanger Pause ein echtes, neues Studioalbum vom &#8222;wei\u00dfen Zulu&#8220; aus S\u00fcdafrika, und sein herzhaftes, Freude verspr\u00fchendes Lachen auf dem Cover l\u00e4sst sich beim Anh\u00f6ren sehr wohl nachvollziehen. 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