{"id":17466,"date":"2007-02-08T01:01:48","date_gmt":"2007-02-08T01:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/02\/the-shins-wincing-the-night-away\/"},"modified":"2022-07-07T02:29:28","modified_gmt":"2022-07-07T00:29:28","slug":"the-shins-wincing-the-night-away","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/02\/the-shins-wincing-the-night-away\/","title":{"rendered":"The Shins: Wincing The Night Away"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/shins-wincing.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/shins-wincing.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30739\" width=\"250\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/shins-wincing.jpg 500w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/shins-wincing-145x128.jpg 145w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>&#8222;Sea Legs&#8220;, verehrter Leser, hochgeehrte Leserin, ist ein \u00dcbersong!<br \/>Wer -wie ich- obsessiver Perlentaucher in der allzu oft allzu stillen See des gef\u00fchligen Indiepops ist, der wird auf &#8222;Wincing The Night Away&#8220; durchaus f\u00fcndig. Er darf nach schon sehr kurzem Tauchgang verz\u00fcckt den Opener &#8222;Sleeping Lessons&#8220; aufsammeln, er darf die erste Single des dritten Albums der Shins, &#8222;Phantom Limb&#8220; behutsam in seinen H\u00fcftbeutel tun, er darf am naiv-sch\u00f6nen &#8222;Red Rabbits&#8220; nicht vorbei schweben, er greift bei &#8222;Turn On Me&#8220; ebenso lustvoll zu wie bei der Indie-Akustikballade &#8222;A Comet Appears&#8220; oder bei &#8222;Black Wave&#8220;, &#8222;Split Needles&#8220; und &#8222;Girl Sailor&#8220;. \u00dcberhaupt hat das Album nur zwei Perlen, die dem hohen &#8222;Best Of&#8220;-Anspruch des erfahrenen Indiepopperlentauchers nicht ganz gen\u00fcgen: &#8222;Australia&#8220; und &#8222;Pam Berry&#8220; sind dennoch zwei Songs, die ein St\u00fcck \u00fcber dem Durchschnitt liegen und daher weit weg von &#8222;unh\u00f6rbar&#8220; sind.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aber dieses &#8222;Sea Legs&#8220;! Himmel! Was f\u00fcr eine unvergleichlich sch\u00f6ne Songperle. Ein l\u00e4ssiger HipHop-Beat paart sich zu Beginn mit einer Akkustikgitarre, dazu kommt James Mercers Morrissey-\u00e4hnliche Stimme, leichte Streicher h\u00fcllen den Song dann zusammen mit zeitweiliger Doppelstimmigkeit in diese abgehangen-melancholische Gew\u00e4nder, die einem erst in fortgeschrittenem Alter so richtig gut stehen. Ein der wenigen Songs, die beweisen, dass Melancholie und Euphorie Zwillingsschwestern sind. Besser schaffen das zur Zeit nur Death Cab For Cutie, fr\u00fcher vielleicht Echo &amp; The Bunnymen und die Smiths.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Red Rabbits&#8220; funktioniert \u00e4hnlich, hat nur etwas mehr Melancholie und etwas weniger L\u00e4ssigkeit und basiert fast vollst\u00e4ndig auf naiv-tr\u00f6pfelnden Keyboard-Samples und Akustikriffs. Und dann immer wieder die zug\u00e4ngliche Stimme von James Mercer.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n auch, wie der Opener &#8222;Sleeping Lessons&#8220; sich vom braven Unschuldslamm zum rebellischen Rockluder wandelt, freilich ohne jemals sein geschmeidiges Pop-Sex Appeal zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Phantom Limb&#8220; fuzzed uns dann etwas Sixties-like von der Seite an; aber auch hier gilt: alles ordnet sich Mercers Gesang unter, der -teils sogar Beach-Boys-like- stets in der Lage ist, auch allzu eckige Fuzzriffs best\u00e4ndig an ihre Popverpflichtungen zu erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei &#8222;Turn On Me&#8220; -\u00e4hnlich wie bei allen anderen Songs- lassen die Stars des 80er-Britpops gr\u00fcssen. Anspruchsvolle H\u00f6rbarkeit, pfiffige Leichtf\u00fcssigkeit, doppelb\u00f6dige Arrangements und catchy melodies machen die Songs.<\/p>\n\n\n\n<p>Das dritte Album der &#8222;Shins&#8220;, in Portland\/Oregon wohnend und aus Albuquerque\/New Mexico stammend, von Natalie Portman in &#8222;Garden State&#8220;, &#8222;New Slang&#8220; vom ersten Album &#8222;Oh, Inverted World&#8220; h\u00f6rend, mit dem Spruch &#8222;This will change your life, I swear&#8220; geadelt, ist ein Volltreffer.<\/p>\n\n\n\n<p>Wundersch\u00f6ne Indiepopssongs fast durchweg! Aber dieses &#8222;Sea Legs&#8220;, verehrter Leser, hochgeehrte Leserin, ist ein \u00dcbersong!<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">The Shins: Wincing The Night Away<br \/>Sub Pop\/Cargo<br \/>V\u00d6: 26.1.2007<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Sea Legs&#8220;, verehrter Leser, hochgeehrte Leserin, ist ein \u00dcbersong!Wer -wie ich- obsessiver Perlentaucher in der allzu oft allzu stillen See des gef\u00fchligen Indiepops ist, der wird auf &#8222;Wincing The Night Away&#8220; durchaus f\u00fcndig. 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