{"id":17502,"date":"2007-03-02T07:14:01","date_gmt":"2007-03-02T07:14:01","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/03\/projektankuendigung\/"},"modified":"2022-06-13T15:28:12","modified_gmt":"2022-06-13T13:28:12","slug":"projektankuendigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/03\/projektankuendigung\/","title":{"rendered":"Projektank\u00fcndigung"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gute alte Tradition. Sobald ich mehr als 100 fliegende Bl\u00e4tter in einer Mappe beisammen habe, \u00fcberlege ich mir, was sich daraus machen lie\u00dfe. Erste Anhaltspunkte liefert zuverl\u00e4ssig dieses kleine elektronische Tagebuch, in dem Sie gerade lesen. Und bei dessen kursorischer Durchsicht f\u00e4llt mir auf: Sprache und Krimi, das k\u00f6nnte ein Thema sein. 2006 intensive Besch\u00e4ftigung mit einigen Sprachfexen des Deutschkrimis, den Damen Biermann und Paprotta, dem Herr Horst, aber auch dem schon verblichenen Herr Temme. Zudem ein paar wacker durch die Zeitl\u00e4ufte transportierte Hirntodthesen, jene etwa, da Krimis keine Literatur seien, brauche man auch ihrer Sprache keine Beachtung zu schenken. Okay, jetzt nicht schon wieder DAS Thema.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aber \u201eKrimideutsch oder Wenn Worte reden k\u00f6nnen\u201c (h\u00fcbscher Titel), das lohnt. Nicht dass Sie jetzt denken: Uh, Hochliteratur, da ziehn wa mal lieber das Schw\u00e4nzchen ein. Nee, nee. Auch die sogenannte Vulg\u00e4rsprache, an der auf den ersten Blick nichts Literarisches zu finden ist, verdient Beachtung. Sie kann n\u00e4mlich, und jetzt kommt das Zauberwort, angemessen sein. Ist ja eh Humbug zu behaupten, Sprache sei ein Wert an sich. In Sch\u00f6nheit und dudeskem Gewand sind schon manche Romane gestorben, w\u00e4hrend die Schmuddelkinder weiterhin fr\u00f6hlich wesen und unwesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also wie soll das jetzt funktionieren? Ich hab mir schon ein paar Namen notiert, eine Grobstruktur gewisserma\u00dfen, und das Ganze wird in Einzelportr\u00e4ts besonders markanter Beispiele von Sprachbearbeitung in Kriminalliteratur aufgezeichnet werden. Dick unterstrichen schon die oben genannten Namen. Ein paar andere noch z\u00f6gerlich mit Bleistift geschrieben: Glauser. Miehe. Mal gucken, \u00fcber welche Felder sich noch zu furchen lohnt&#8230; Was ich nicht explizit ausf\u00fchren m\u00f6chte, sind Negativbeispiele. Sorry, aber dazu ist mir meine Zeit zu schade, zumal man mich gerade bei einer anderen Sache zum Nachsitzen verdonnert hat (dass ich mich r\u00e4chen werde, d\u00fcrfte klar sein). Dass en passant dennoch die neunschw\u00e4nzige Katze geschwungen werden wird, nu, es kann nicht ausbleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles noch nebul\u00f6s, eins aber kristallisiert sich schon heraus: Die Arbeit erlaubt als gew\u00fcnschten Nebeneffekt einen weiteren kurzen Gang durch die Entwicklungsgeschichte des deutschen Kriminalromans. Wir wollen das nicht \u00fcberbewerten, untersch\u00e4tzen aber auch nicht. Uh, da f\u00e4llt mir gerade ein: Soll ich dem D\u00fcrrenmatt bei dieser Gelegenheit wegen Sprachpfuschs eins draufgeben? Ach nee, Negativbeispiele will ich ja nicht&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Gut, gut, das nur mal informations- und vorwarnungshalber. Vorbestellt werden kann nat\u00fcrlich noch nicht, weder Termine noch Preise noch sonst etwas k\u00f6nnen genannt werden. Aber vorgemerkt werden kann. Ach doch, das w\u00e4re mal ein bisschen was anderes: Wer <a href=\"mailto:dpr@hinternet.de\">hier<\/a> unverbindlich eine Willensbekundung \u00e4u\u00dfert, wird in lockerer Folge privatim \u00fcber den Fortgang des Projektes informiert, erh\u00e4lt erste Thesenbl\u00e4tter, Inhaltsverzeichnisse, Abrisse etc. Und darf laut dazwischenrufen \u201eHe, ich wei\u00df da noch eine(n), guck dir doch den, die mal an!\u201c So was nennen wir Demokratie, trotz fortgesetzter Kapitalismuskritik.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gute alte Tradition. Sobald ich mehr als 100 fliegende Bl\u00e4tter in einer Mappe beisammen habe, \u00fcberlege ich mir, was sich daraus machen lie\u00dfe. Erste Anhaltspunkte liefert zuverl\u00e4ssig dieses kleine elektronische Tagebuch, in dem Sie gerade lesen. 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