{"id":17546,"date":"2007-03-23T10:13:28","date_gmt":"2007-03-23T10:13:28","guid":{"rendered":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/03\/makro-scoop\/"},"modified":"2022-06-05T22:58:58","modified_gmt":"2022-06-05T20:58:58","slug":"makro-scoop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/03\/makro-scoop\/","title":{"rendered":"Makro-scoop"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Nein, die Routine des Bloggens macht mir immer noch Spa\u00df. Aber die Routine ist ein Feind der Versuchung, die Versuchung aber immer Vorstufe des Versuchs, der Versuch Vorstufe des Neuen, das Neue eine potentielle T\u00fcr zum bisher Unbekannten. Unklare Worte. Also konkret: Es wird eine deutsche Krimizeitschrift geben. Sie hei\u00dft makro-scoop, erscheint quartalsweise, ist ein Experiment, hat mindestens 16, h\u00f6chstens 32 Seiten und einen einzigen Autor. Die kleinste Krimizeitschrift der Welt?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Idee ist, wie meist, spontan entstanden. Nein, stimmt nicht ganz. Sie ist entstanden, als ich die Kritik zu Pablo De Santis\u2019 \u201eDie sechste Laterne\u201c schrieb und mich fragte: Wer liest so etwas \u00fcberhaupt? Das ist zu lang, das ist f\u00fcr eine Kritik zu ungew\u00f6hnlich, das langweilt den Normalleser, der, was sein gutes Recht ist, die schnelle und eindeutige Information m\u00f6chte. Aber es gibt viele Dinge zwischen zwei Krimibuchdeckeln, die vielleicht den anderen Weg erfordern, den \u00fcber die Konvention hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann, am Dienstag war es wohl, kam mir die Idee zu einem Text, der neckischerweise die altbekannte Weisheit, der gute Kriminalroman reflektiere die Wirklichkeit, in der er entstanden ist, umdrehen soll: Die Wirklichkeit ist nur ein misslungener Kriminalroman. Das w\u00fcrde ein l\u00e4ngerer, ein merkw\u00fcrdiger Text werden, einer, der die \u00fcblichen Formen des Besinnungsaufsatzes, des \u201eEssays\u201c sprengen muss, so wie manche B\u00fccher die Formen der tradierten Kritik sprengen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz: Das ist nichts f\u00fcr einen Blog. Denn eine der Ideen, die mir momentan im Kopf herumschwirren, sagt: Geh\u00f6rt alles zusammen. Dein t\u00e4gliches Lesen, dein t\u00e4gliches Begr\u00fcbeln der Kriminalliteratur, die neuen und die alten Krimis \u2013 das sind Fetzen, Notizen, Andeutungen, manchmal m\u00e4andernde Texte, das muss zusammengeh\u00f6ren, weil es zusammengeh\u00f6rt. Das ist ein Text.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das ist das Konzept von makro-scoop: ein Text, der Krimilesen und \u2013schreiben reflektiert, aber auch die Wirklichkeit, in der dies geschieht. Hier gibt es merkw\u00fcrdige Rezensionen, die in noch merkw\u00fcrdigere Assoziationen m\u00fcnden, hier gibt es Reflexe auf das zuweilen merkw\u00fcrdige Treiben des \u201eBetriebs\u201c, die wiederum Reflexe ausl\u00f6sen&#8230; Wie das letztlich aussehen wird, wei\u00df ich nat\u00fcrlich noch nicht, aber bald, wenn die erste Nummer der Krimizeitschrift erscheinen wird, wei\u00df ich es hoffentlich und jeder, der es ebenfalls wissen will, wei\u00df es dann auch. Es ist ein Experiment, wie gesagt, und zun\u00e4chst auf drei Nummern angelegt, die noch verbleibenden drei Quartale dieses Jahres also. In jedem erscheint ein handgemachtes Heft mit einem solchen allumfassenden Text. Jeder kann es haben, aber nicht einzeln, sondern immer im Jahresabonnement. Die drei Nummern f\u00fcr 2007 kosten inklusive Porto und Verpackung 12 \u20ac, es gibt keine festen Publikationstermine, halt einmal, irgendwann pro Quartal. Wir werden sehen, was daraus wird. Abonniert werden kann makro-scoop <a href=\"mailto:dpr@hinternet.de\">hier<\/a>. Die Rechnung liegt dem ersten Heft bei.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, die Routine des Bloggens macht mir immer noch Spa\u00df. Aber die Routine ist ein Feind der Versuchung, die Versuchung aber immer Vorstufe des Versuchs, der Versuch Vorstufe des Neuen, das Neue eine potentielle T\u00fcr zum bisher Unbekannten. Unklare Worte. Also konkret: Es wird eine deutsche Krimizeitschrift geben. 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